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Artikel 13: Merkels Wahnsinns-Gesetz heute stoppen – jede Minute zählt

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Der neu ausgehandelte Artikel 13 des EU-Urheberschutzgesetzes soll gemäß der Verhandlungen der letzten beiden Tage noch schlimmer werden als letzte Woche angenommen. Hier in Kurzform: Nicht nur Anbieter wie YouTube, Instagram oder Twitter sollen zukünftig für Urheberrechtsverletzungen bei hochgeladenen Inhalten voll haftbar sein. Nein, auch die Nutzer selbst sollen weiterhin gleichzeitig in der Haftung bleiben.

Artikel 13 wird noch schlimmer

Und noch schlimmer ist: Die Kriterien, die noch als mildernde Ausnahme bleiben sollten, wurden ebenfalls verschärft. Drei Kriterien benötigt man als Webseiten-Anbieter um keinen Uploadfilter (Erläuterung hier) anwenden zu müssen. Man muss einen Jahresumsatz unter 10 Millionen Euro haben, pro Monat weniger als 5 Millionen User haben, und man darf weniger als drei Jahre am Markt sein. Wohl gemerkt, alle drei Kriterien muss man erfüllen. Erfüllt man eines davon nicht mehr, muss man sofort einen Uploadfilter einführen. So eine Software wäre für eher kleine Seitenbetreiber unbezahlbar.

Also: Alle Seitenbetreiber, die drei Jahre ihr Portal betreiben, müssen so eine Blockade-Software einführen, ihren Service abstellen, oder sonstige extreme Beschränkungen für Nutzer einführen! So geht „Gelebte Demokratie“, Frau Merkel? Wir sprechen unsere Bundeskanzlerin hier ganz direkt an, weil sie laut mehreren SPD-Politikern die Justizministerin letzte Woche überstimmt hatte, und entgegen klarer Absprachen im Koalitionsvertrag per „Weisungsbefugnis“ der Artikel 13 auf EU-Ebene zustimmte.

In den letzten beiden Tagen wurden zwischen EU-Rat, EU-Kommission und Parlaments-Mitgliedern weitere Abstimmungen zum Artikel 13 vorgenommen. Die endgültige Einigung könnte heute im Laufe des Tages erfolgen! Wie man aus EU-Kreisen und von Beobachtern der Szenerie hört, hatte der Druck der Internet-Community in den letzten Tagen durchaus Erfolg gehabt, und zahlreiche Abgeordnete im EU-Parlament positionierten sich gegen die Umsetzung des neuen Artikel 13.

Den Wahnsinn jetzt noch stoppen!

Sie, ja Sie liebe Leserin, lieber Leser… wollen Sie das Internet so offen und frei behalten wie bisher, wollen Sie nicht erleben, dass sie bald gar keine Inhalte mehr hochladen können, oder beispielsweise nur noch nach vorheriger Registrierung mit Personalausweis… oder Schlimmeres… dann können Sie heute noch Parlamentarier anrufen, anmailen uvm. Jeder Bürger zählt, der Druck ausübt, jetzt, heute. Druck wirkt, wenn Abgeordnete merken, dass sie eventuell im Mai bei der EU-Wahl nicht wiedergewählt werden könnten.

In den folgenden Videos machen der Experte RA Solmecke und der YouTuber Herr Newstime nochmal aktuell auf das Thema aufmerksam, und wie man ganz konkret als Bürger jetzt noch etwas dagegen tun kann. Im März steht wohl die große Abstimmung im EU-Parlament an. Aber heute noch können die Bürger mit ihrem Druck dazu beitragen, dass weitere Parlamentarier Druck auf ihre Abgesandten in den Trilog-Verhandlungen ausüben. Das könnte dazu führen, dass diese Verhandlungen heute scheitern, und es überhaupt keine Abstimmung im EU-Parlament zu Artikel 13 geben wird. Ihre Unterstützung ist also am heutigen Mittwoch noch einmal von Nöten. Schauen Sie dazu bitte diese Videos! Gemäß jüngster Infos (siehe Tweet) haben Sie noch wenige Stunden Zeit!

Angela Merkel will Artikel 13 auf EU-Ebene
Angela Merkel. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

20 Kommentare

20 Comments

  1. foxxly

    13. Februar 2019 09:20 at 09:20

    diese politik nähert sich mit riesen schritten an die methoden des da-usend-jä-hr-igen r.
    nur halt moderner.
    erfolgreich beschuldigen cducsuspdfdpgründe die restlichen parteien der bösartigkeit in jeder form. selbst sind sie die totengräber für die bürger.

    • asisi1

      13. Februar 2019 09:51 at 09:51

      Du weißt anscheinend nicht, was früher unter Adolf so los war. Immer wieder wird alles mit früher in Verbindung gebracht. Ich nehme mal an , du bist nach dem Krieg geboren. Also weißt du alles nur vom Hörensagen. Das das das der tatsächlichen Wahrheit entspricht kannste vergessen.
      Und jetzt ein kleiner Verweis, dass es damals weder Internet, TV, Rundfunk nur sporadisch und Zeitungen auch nur begrenzt. Auch kannst du die NAZI Größen nicht mit den heutigen Politikern vergleichen, sie hatten alle einen IQ von 160-180. Die Luschen heute kommen nicht über Zimmertemperatur damit!

      • Steven

        13. Februar 2019 10:23 at 10:23

        Du weißt ofeenbar nicht wie Hitler in den ersten Jahren agiert hat.

        Mit Zensur.

        *Bildungslücke*

      • Julian

        13. Februar 2019 19:32 at 19:32

        Alter, die aktuelle Situation ist trotzdem absolut nicht gut.
        Nur weil es damals noch schlimmer war ist die heutige Situation nicht harmlos! Dass, was die EU da gerade für ihre beschissenen Lobbyisten durchdrückt, ist ein Werkzeug mit dem sie das komplette öffentliche Internet zensieren können.
        Die Scheiße gehört gestoppt. Und die, die es unterstützen, haben das mit dem „Für das Volk“ arbeiten nicht so ganz verstanden, gehören also entlassen.

  2. Reaperrrrr

    13. Februar 2019 09:45 at 09:45

    Die EU ignoriert ihre Bürger und will Zensur. Ostblock lässt grüßen!

    • Gud

      14. Februar 2019 17:35 at 17:35

      Nein, die neue Weltordnung wird eingeführt

  3. mlehgm2

    13. Februar 2019 10:08 at 10:08

    Ein Volk das sich bei Wahlen mit einem Kreuzchen zufrieden gibt und von dem die Politiker sagen, es sei unfähig plitische Zusammenhänge begreifen zu können…. so ein Volk muss man enfach bevormunden, oder nicht?

  4. wei

    13. Februar 2019 10:19 at 10:19

    zunächst einmal-
    wenn jemand über das Internet bestimmen will muss er die entsprechenden Eigentumsrechte daran nachweisen können.Der EU gehört nachweislich nicht das INet,insoweit hat sie keine Rechte daran,der alte Rechtsgrundsatz das niemand mehr Rechte verteilen kann als er selber hat ,sollte hier gelten.Damit erübrigt sich alles weitere.

    • k

      13. Februar 2019 11:34 at 11:34

      hmm krass…

  5. Steven

    13. Februar 2019 10:21 at 10:21

    Dieser Aufruf kommt etwas spät.

    Einfach mal von Anfang an auf die „verschwörungstheoretiker“ hören.

    Ein gewisser hr Müller hat das schon vor Jahren erkannt und fährt ganz gut damit.

    Das Gesetz ist durch.

  6. Schnubbi

    13. Februar 2019 11:45 at 11:45

    Gruselig, was hier teils geschrieben wird.

    1. Es geht um eine Richtlinie kein Gesetz. Letztere machen die EU-Staaten basierend auf der Richtlinie.
    2. Es geht nicht um Eigentum am Internet, sondern die (es heißt so schön) Providerhaftung.
    3. Uploadfilter sind k***e, weil sie einfach zu indifferent arbeiten. Und hier bekommen ich einen Hals
    4. Ist die Entscheidung durch? Ich hoffe nicht bzw. hoffe, dass das Ganze bis zur EU-Wahl verzögert wird. Danach werden die Karten eh neu gemischt.

    • Julian

      13. Februar 2019 19:36 at 19:36

      Oh, warte, wir haben bald EU-Wahl?
      Dann macht das ganze ja noch mehr Sinn.
      Auf den letzten Metern nochmal das Volk in den Dreck treten um den Lobbyisten der Konzerne besser die Schwänze lutschen zu können. Große Klasse. 1A Politiker haben wir da.

  7. Schnubbi

    13. Februar 2019 11:48 at 11:48

    Ach und noch was – wenn es Euch wirklich stört, dann ran an die Buletten. Geht den Abgeordenten in Eurem Wahlkreis auf den S**k. Meiner hat von mir schon was zu hören bekommen.

    Nur in Foren, Kommentaren oder am Stammtisch meckern interessiert Berlin wie der berühmte Sack Reis in China.

  8. Leonie K.

    13. Februar 2019 21:19 at 21:19

    Was sollen wir Kinder noch machen wenn es kein YouTube mehr gibt das ist unser Leben und die nehmen uns unsere Kindheit ??

    • Echt

      13. Februar 2019 22:06 at 22:06

      „Youtube ist mein Leben und meine Kindheit“

      Ein Leben und erleben vorm Bildschirm. Klasse. Ist vielleicht ganz gut, wenn irgendwann mal das Mediensystem zusammenstürzt. Aber Moment! Würde das etwa heißen, dass die Menschen vielleicht sogar noch nach draußen gehen müssten, sich mit sich selbst und ihren Mitmenschen beschäftigen oder (oh schreck) Bücher lesen müssten ?
      Welche grausame Welt in der man nicht mehr auf den Bildschirm starren kann während das echte Leben an einem Vorbeizieht.

      • Ralf

        15. Februar 2019 03:37 at 03:37

        Müll-Inhalte, Inhalte, welche einlullen, die Jugendlichen und auch schon Kinder beschäftigen, bleiben garantiert erhalten. Nicht erhalten bleiben Inhalte, die aufzeigen können, was abläuft. Der Müll, der interessiert die Herrschaften nicht, ganz im Gegenteil. Alles, was verblödet, bleibt frei oder wird nicht verfolgt werden.

    • leftutti

      14. Februar 2019 03:27 at 03:27

      @Leonie K., ich denke es geht nicht so sehr um die Kinder und auch nicht um die Erwachsenen. Erstere haben längst im Darknet ihre Plattformen gefunden, letztere lesen lieber Bücher oder schauen Arte, National Geographic o.ä.
      Es geht um die hektisch und verzweifelt nach Sinn suchende Zwischenschicht, die digitalen Midlife-Crisoner 😉 die von Anfang an zu ungeschickt oder uninteressiert für Computer und Internet waren, und jetzt Kompensation in vollkommen überteuerten (aber hippen) Smartphones, Smarthomes, „nützlichen“ Apps und sozialen Chaosplattformen suchen, anstatt die wahren Möglichkeiten des Internets jenseits der Beschränkungen des WWW zu erforschen. Oder alternativ die wahren Möglichkeiten des realen, analogen Lebens ohne Smartphone, Tablet und Computer.

  9. FunTime Tangle

    14. Februar 2019 00:04 at 00:04

    Bitte rettet das Internet wir brauchen es Youtube is unsere Kindheit und wir lieben YouTube bitte rettet das Internet #saveyourinternet

  10. David

    27. Februar 2019 14:16 at 14:16

    Also: Alle Seitenbetreiber, die drei Jahre ihr Portal betreiben, müssen so eine Blockade-Software einführen, ihren Service abstellen, oder sonstige extreme Beschränkungen für Nutzer einführen! So geht „Gelebte Demokratie“, Frau Merkel?

    Ist das so?
    Oder sind nicht doch nur

    ‘online content sharing service provider’ means a provider of an information society
    service whose main or one of the main purposes is to store and give the public access to a
    large amount of copyright protected works or other protected subject-matter uploaded by its
    users which it organises and promotes for profit-making purposes.

    betroffen?

    Auf ihr Portal würde das ja wohl par excellence zutreffen. Dementsprechend leuchtet ihr „eherner“ Kampf mit allen Mitteln inklusive der Instrumentalisierung der „AfD-Sprache“ schon ein.

  11. Lutz Brunke

    15. März 2019 04:33 at 04:33

    Die vergessen, das das Internet frei ist und nicht auch Eigentum des Staates.Aber es muss alles kontrolliert werden. könnte ja einer eine eigene Meinung haben.Und Sklaven sollten gehorchen und nicht denken.Kontrolle bis in den letzten Winkel.

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Handelskrieg – nach dreizehn Verhandlungsrunden zurück bei „Phase 1“

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Containerschiffe - Symbole im Handelskrieg

Die hochrangigen Gespräche in Washington endeten gestern Abend mit Absichtserklärungen und weiteren Zeitplänen. Einen Deal gab es im Handelskrieg noch nicht. Alle etablierten Zölle und Sanktionen bleiben vorerst in Kraft. Zentrale Fragen sind weiterhin offen.

Handelskrieg – keine weitere Eskalation

Eine gute Nachricht vorweg: Die für kommenden Dienstag geplante Zollanhebung von 25 auf 30 Prozent auf Importe aus China im Gesamtwert von 250 Mrd. US-Dollar wird ausgesetzt.

Zudem sprachen beide Seiten von „substanziellen Fortschritten“ in den Verhandlungen. Wobei Donald Trump erneut rhetorisch über das Ziel hinausschoss und von einer „substanziellen Einigung“ sprach, die es aber laut chinesischer Nachrichtenagentur Xinhua nicht gab, ebenso wenig wie einen Deal oder einen Teil-Deal. Lediglich den Ankauf von US-Agrarprodukten hat die chinesische Seite verbindlich zugesagt. Eine schriftliche Zusammenfassung der erreichten Verhandlungsergebnisse gab es ebenfalls nicht. Der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin, der zusammen mit Robert Lighthizer die Verhandlungen für die US-Seite führte, äußerte sich daher auch zurückhaltend und sprach davon, dass es noch viel Arbeit zu tun gäbe, auf dem Weg zu einer Teilübereinkunft. Das liegt auch daran, dass bei den wichtigsten Kernthemen keine Kompromisse erzielt werden konnte. Das gilt insbesondere für die Huawei-Sanktionen, den Schutz geistigen Eigentums und für die staatlichen Subventionen an chinesische Unternehmen.

Nach dem Besuch des chinesischen Verhandlungsführers Liu He im Weißen Haus musste der US-Präsident dann auch eingestehen, dass man sich nach 18 Verhandlungsmonaten, sieben Zoll-Eskalationsstufen und diversen Sanktionen gegen Bürger, Unternehmen und Organisationen nun wieder in „Phase 1“ der Verhandlungen im Handelskrieg befinde.

Chronologie der Zoll-Eskalation zwischen den USA und China:

Handelskrieg USA China Verlauf

Zeitpläne und Fortschritte

Die USA halten sich weiter die geplante Zollanhebung für Mitte Dezember offen. So will man den Druck auf die chinesische Seite aufrecht erhalten. Wie glaubhaft diese Androhung neuer Zölle noch ist, steht auf einem anderen Blatt. Dem Präsidenten nahe stehende und mit den Verhandlungen vertraute Mitarbeiter hatten laut Reuters bereits im Vorfeld von dem Wunsch Donald Trumps berichtet, weitere Zollanhebungen nach Möglichkeit zu verhindern. Positive Signale vonseiten der chinesischen Verhandlungsdelegation könnten dafür schon ausreichen. Genau so kam es dann auch. Vermutlich scheut der Präsident mittlerweile eine erneute Eskalation im Handelskrieg mit weiteren Belastungen für die US-Wirtschaft und die Wall Street. Durch den innenpolitischen Druck in der Syrienfrage und das drohende Amtsenthebungsverfahren ist seine Autorität auch im Handelskrieg angeschlagen. Das weiß auch die chinesische Seite. Die kommunistische Führung Chinas ist jedoch ebenfalls mit innenpolitischen Problemen, v. a. in Hongkong, und wirtschaftlicher Eintrübung konfrontiert. Beide Entwicklungen könnten im Reich der Mitte zur Ausbreitung sozialer Unzufriedenheit bis hin zu offenem Protest und Unruhen führen. So scheint es, dass beide Seiten diesmal tatsächlich dazu bereit sind, zumindest eine Teilübereinkunft zu erzielen, die weitere Belastungen für China und Amerika abwendet. Für beide Seiten steht mittlerweile zu viel auf dem Spiel. Damit besteht erstmals seit Anfang Mai die berechtigte Hoffnung, dass zumindest auf Ebene der Zölle keine weitere Eskalation stattfindet. Das schließt gleichwohl Zölle gegen andere Handelspartner der USA und Provokationen auf Ebene von Sanktionen und verbaler Provokation durch den US-Präsidenten nicht aus.

In Anbetracht der noch zu findenden Kompromisse ist der weitere Zeitplan ambitioniert. In den nächsten drei Wochen sollen weitere konkrete Vereinbarungen schriftlich fixiert und finalisiert werden. Bereits in vier Wochen möchte sich Donald Trump nach eigenem Bekunden anlässlich des Asien-Pazifik-Gipfels mit Präsident Xi Jinping in Chile treffen, um ein Teilabkommen zu unterzeichnen.

Bedeutung für Weltwirtschaft und Märkte

Bereits im Mai hatte China einen von den USA ausformulierten Handelsvertrag zusammengestrichen, woraufhin der Handelskrieg weiter eskalierte. Seitdem sind die wirtschaftlichen Belastungen für China, die USA und die gesamte Weltwirtschaft angestiegen und bereits deutlich spürbar. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beziffert den möglichen Schaden auf 700 Mrd. US-Dollar. Fast alle Regionen der Welt seien mittlerweile negativ betroffen, so die Direktorin des IWF Kristalina Georgiewa.

Der Welthandel leidet unter dem generellen Trend zum Protektionismus, der sich in weiteren Handelskonflikten zeigt. Von ökonomisch besonderer Bedeutung ist dabei der zuletzt eskalierte Konflikt zwischen Japan und Südkorea sowie den USA und Europa. Aber auch zwischen den USA und Indien gibt es noch offene Streitpunkte. Ob die deutsche Automobilindustrie erneut in den Fokus von Präsident Trump gerät, hängt auch davon ob, ob es für ihn von wahltaktischem Nutzen ist.

Fazit und Ausblick

Die jüngsten Verhandlungen in Washington zeigen eines ganz deutlich: Beide Seiten zeigen im Handelskrieg Ermüdungserscheinungen und sind auf ein Herunterkühlen des Konflikts bedacht. Ein Ende des Kampfes um die globale Dominanz auf verschiedenen Ebenen ist damit aber nicht eingeleitet. Sollte Trump tatsächlich wiedergewählt werden oder seine demokratische Kontrahentin Elisabeth Ann Warren sein Amt übernehmen, sind neue Spannungen zwischen den beiden führenden Machtblöcken vorprogrammiert.

Kurzfristig bedeutet die Deeskalation zumindest eine psychologische Entlastung für die Märkte. Auch der für die Gesamtwirtschaft in den USA so wichtige Konsument kann nun voller Hoffnung in die bevorstehende Weihnachtssaison starten. Was bleibt, ist das Nachrichtenrisiko oder besser gesagt das Twitter-Nachrichtenrisiko, welches man bei Donald Trump auch weiterhin nicht unterschätzen sollte.

Der grundsätzliche Konflikt um den Machtanspruch in der Welt, den Peking bis 2050 realisieren möchte und die USA auf keinen Fall aufgeben wollen, bleibt bestehen. Ebenso wie die grundsätzlichen ökonomischen Herausforderungen. Die Weltwirtschaft befindet sich in einem sehr reifen übergeordneten Verschuldungszyklus, der die weitere Entwicklung geldpolitisch, geopolitisch und ökonomisch dominiert. Diese Erkenntnis steht den Märkten noch bevor, die in Anbetracht der Fortschritte in den Verhandlungen kurzfristig in Verzückung geraten sind. Umso ernüchterter wird man feststellen, dass gar nichts gelöst ist und die eigentliche Krise des künstlich am Leben erhaltenen Finanzkapitalismus noch bevorsteht.

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Aktuell: USA-China-Gespräche im Weißen Haus – Update 22:06 Uhr mit Trump-Aussage

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Vor wenigen Minuten hat die chinesische Delegation das Weiße Haus betreten zu Gesprächen über eine Lösung im Handelskrieg zwischen China und den USA. Hier die wichtigsten Infos in Kurzform. Bitte aktualisieren Sie diesen Artikel für neue Infos.

Angeblich Teil-Deal für „Waffenstillstand“ im Handelskrieg, damit Donald Trump und Xi Jinping später im in diesem Jahr echten Deal vereinbaren können.

Kleiner Deal für Waffenstillstand könne dafür sorgen, dass geplante Zollanhebungen erstmal nicht in Kraft treten.

Update 21:05 Uhr:

Gleich ist es soweit. Presse soll wohl gleich ins Oval Office kommen.

Update 21:38 Uhr:

WH lässt Reporter zappeln. Vermutung: Man wartet bis 22 Uhr deutscher Zeit, bis die US-Aktienmärkte geschlossen haben?

Update 21:41 Uhr:

Trump: Erster Schritt eines Deals mit China, Abschluss Mitte November. Solange dauert es den Deal schriftlich zu fixieren. Deal beinhaltet:

– Geistiges Eigentum
– Finanzdienstleistungen
– Große Käufe von Agrargütern
– Devisenkurse

„Sell on good news“? Dow fällt in letzten 10 Minuten um 120 Punkte.

Update 21:53 Uhr:

Finanzminister Mnuchin: Zölle gegen China werden nächste Woche nicht erhöht.

Update 21.58 Uhr:

US-Handelsbeauftrager Lighthizer: Wir werden einen aufwändigen Konsultationsprozess zur Durchsetzung der Vereinbarungen haben, und sind auf die letzten Details angewiesen, was passiert, wenn es keine Lösung gibt. FMW: Also noch jede Menge offene Fragen und Probleme, und jede Menge Raum für Trump um böse Tweets abzusetzen? Fällt der Dow deshalb vom Top von vorhin aktuell um 150 Punkte?

Trump: Er denkt nicht, dass das Abkommen in den nächsten Wochen bröckeln wird, obwohl das passieren könnte.

Aktuelle Zollanhebungen entfallen, aber für Dezember noch keine Entscheidung (FMW: Na, das kann ja ein heiteres Chaos geben in den nächsten Wochen).

Huawai noch nicht Teil der heutigen Vereinbarung.

Update 22:06 Uhr:

Kurz-Fazit in Frageform: USA tauschen kurzfristig im Oktober Sojabohnen gegen Zollaussetzung? Und dann für November und Dezember bleibt man noch schön unverbindlich? Jede Menge offene Fragen. Dow hat in den letzten 30 Minuten 200 Punkte verloren.

Trump: Ab Mitte November soll dann Phase 2 des Deals mit China folgen usw. Es sei besser so einen Deal in einzelnen Abschnitten umzusetzen. Im Klartext: Man konnte sich einfach in vielen Punkten nicht einigen, und verschiebt die Probleme in die Zukunft?

Weißes Haus in Washington DC

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Aktien

Deutsche Bank baut ab, Handelskrieg, Apple, Silber

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Diese Woche ist einiges los an den Märkten. Volatilität kommt in die Kurse durch den Handelskrieg. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen im folgenden Video die aktuelle Gemengelage mit ihrer möglichen Auswirkung auf die Börse. Aber auch viele andere Themen bewegen die Börsianer derzeit wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Apple und Silber.

Deutsche Bank und Commerzbank

Die Commerzbank schließt 250 Filialen. Die Deutsche Bank hat im Aktiengeschäft viel abgebaut. Wie geht es weiter? Es wird wohl zunehmend mehr weg verlagert von den Filialen ins Digitale. Die DB hatte jüngst nach Medienberichten eine Klarstellung veröffentlicht. Hier nochmal im Wortlaut:

Die Deutsche Bank plant keinen weiteren Stellenabbau über die Pläne hinaus, die der Vorstand am 7. Juli verkündet hat. Damals gab die Deutsche Bank eine neue Strategie bekannt, die mit dem Abbau von weltweit 18.000 Stellen bis 2022 auf dann 74.000 Stellen einhergehen soll. Ziel des Abbaus ist es, die bereinigten Kosten des Deutsche-Bank-Konzerns um mehr als ein Viertel auf 17 Milliarden Euro zu senken. Eine Aufteilung nach Regionen und Bereichen haben wir damals nicht kommuniziert, und wir werden dies auch weiterhin nicht tun. Sobald Entscheidungen über den konkreten Stellenabbau gefallen sind, werden sie zu allererst mit den Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Bereichen besprochen. Wiederholt hat der Vorstand deutlich gemacht, dass alle Teile unserer Bank ihren Beitrag leisten müssen. Selbstverständlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl von Stellen wegfallen, da es der mit Abstand größte Standort der Deutschen Bank ist. Dabei ist der schon geplante Abbau von Arbeitsplätzen im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl von 18.000 Stellen enthalten.

Apple und Silber

Die Apple-Aktie wird im folgenden Video ab Minute 3 im Detail besprochen, fundamental wie auch charttechnisch. Ist die Aktie ein Kauf? Im Video werden auch konkrete Kursmarken genannt. Aber auch Silber wird besprochen mit 37% Plus in wenigen Monaten. Auch hier wird für einen möglichen Kauf ein Einstiegsszenario besprochen.

Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018
Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018.

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