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Aktien

Ausblick auf die Märkte: Zwei negative US-Impulse, grottige Japan-Daten, Dax mit Gap

Claudio Kummerfeld

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Der Donnerstag beginnt mit einem dicken negativen Impuls vom US-Aktienmarkt, was auch auf den Dax wirken dürfte. Netflix meldete gestern nach Börsenschluss seine Quartalszahlen. Auch wenn die Finanzdaten die Erwartungen sogar übertrafen… das Nutzerwachstum war nur halb so groß wie erwartet. Und das bei Erwartungen, die nur noch halb so groß waren wie im Vorquartal. So sank die Zahl neuer Nutzer vom 1. auf das 2. Quartal von 9,6 auf 2,7 Millionen. Eine Mega-Enttäuschung für den Markt, so dass die Aktie gestern nachbörslich um 12% in den Keller rauschte. Das setzt heute früh einen negativen Grundimpuls!

Dax durch Asien und Handelskrieg beeinflusst

Der Dax (im Chart seit letztem Freitag) wird heute wohl mit einem Gap eröffnen. Gestern Abend noch bei über 12.300 Punkten indiziert, liegt er heute in der Vorbörse um die 12.220 Punkte. Aktuell wird die Lage verschlechtert durch grottige Daten aus Japan. Die Daten für Juni zeigen im Jahresvergleich um 6,7% fallende Exporte (schlechter als erwartet), und um 5,2% fallende Importe (deutlich schlechter als erwartet). Das könnte ein Indiz für die Auswirkungen des Handelskriegs sein, sowie für die globale Konjunkturflaute! Die Aktienindizes in Asien werden derzeit ins Minus gezogen. Negativ für den gesamten Aktienmarkt kommt aktuell hinzu, dass die Handelsgespräche zwischen den USA und China laut aktuellen Berichten in US-Medien derzeit zu einem Stillstand gekommen sein sollen.

Dax seit 12. Juli

Wichtige US-Daten

Um 14:30 Uhr wird heute in den USA der Philly Fed-Index als einzige wichtige Konjunkturmeldung veröffentlicht. Und um 13 Uhr meldet Morgan Stanley seine Quartalszahlen. Über beide Ereignisse berichten wir.

Sonstiges

SAP hat vor wenigen Minuten seine Quartalszahlen präsentiert. Diese Daten werden wir gleich in einem gesonderten Artikel besprechen. Der Ölpreis tendiert nach den gestrigen US-Lagerdaten für Rohöl gut 1 Dollar schwächer. Der Goldpreis ist gestern im Zuge der Nachricht „stillstehender Handelsgespräche“ spürbar gestiegen von 1.403 auf bis zu 1.428 Dollar heute Nacht. Aktuell notiert er bei 1.422 Dollar. Hier konnte man die klassische Flucht sehen, raus aus Aktien, rein ins Gold.

Gold seit 12. Juli

Hier eine ganz aktuelle charttechnische Betrachtung zum Handelsstart für den Dax.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktien

Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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