Folgen Sie uns

Allgemein

Baisse vs. Hausse oder Bärenmarkt vs. Bullenmarkt

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Die Begriffe „Baisse (Rückgang) und Hausse (Anstieg)“ stammen aus dem französischen. Es handelt sich um zwei gängige Begriffe aus dem klassischen Börsenjargon. Dabei steht die Baisse für eine längere Phase fallender Kurse, entsprechend bedeutet Hausse einen länger andauernden Zeitraum steigender Kurse. Die beiden Phasen treten meist in Zyklen auf. Im angelsächsischen Raum spricht man häufig auch vom Bärenmarkt (Baisse) und Bullenmarkt (Hausse). Überwiegend finden die Begriffe Anwendung in Aktienmärkten, teilweise aber auch in Edelmetall- und Rohstoffmärkten.

Was ist eine Baisse?

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei der Baisse (Bärenmarkt) um eine Phase des Abschwungs an den Börsen. Eine Mischung aus realwirtschaftlichen Daten und Börsenpsychologie können den Markt in eine Baisse führen. Negative Wirtschaftsdaten, Zinserhöhungen und geringe Gewinnaussichten der Unternehmen können die pessimistische Stimmung bekräftigen. Dies kann zu einem sich selbst verstärkenden Effekt führen und einen langen Zeitraum anhalten.

Was ist eine Hausse?

Die Hausse oder auch der Bullenmarkt ist eine Phase langanhaltender Aufwärtsbewegungen an den Börsen. Eine gute Konjunktur und positive wirtschaftliche Rahmenbedingen führen zu einer guten Stimmung und Optimismus bei den Anlegern. Das dadurch entstehende Kaufinteresse verstärkt die Hausse und lässt die Kurse weiter steigen. Dieser Effekt kann sich auch wie bei der Baisse selbst verstärken. Es gibt die schöne Börsenweisheit: „die Hausse nährt die Hausse“. Das kann so weit gehen bis die Börsen überhitzen wie es z.B. 2000 bei der Dotcom-Blase passiert ist, aber im Ansatz auch vor der Corona-Krise.

Das letzte Zyklushoch haben wir bereits im Jahr 2018 gesehen. Seitdem befand sich der Aktienmarkt zwar bis zur Corona-Krise weiterhin in einer Hausse, aber das Wirtschaftswachstum stagnierte seither bzw. war sogar rückläufig. Jetzt Fragen Sie sich vielleicht warum die Märkte weiter steigen, obwohl die realwirtschaftlichen Daten schlechter geworden sind. Das ist relativ einfach zu beantworten, Hauptgrund dafür dürften die Niedrigzinspolitik und die Bereitstellung von Liquidität seitens der Notenbanken weltweit sein. Jede Zinssenkung der letzten Jahre wurde von den Börsen gefeiert.  Durch diese Maßnahmen können Zyklen verlängert werden. Häufig kommt es zu einem Überschießen der Märkte, d.h. die Hausse kann länger andauern als es die Realwirtschaft hergibt.

Was sollte man als Anleger in den entsprechenden Phasen tun?

Grundsätzlich macht es Sinn in einer Hausse Long im Markt zu sein und entsprechend Short in einer Baisse. Das ist aber einfacher gesagt als getan. Entscheidend ist der Einstieg, ein spekulativer Anleger sollte zu einem frühen Zeitpunkt „billig“ kaufen, um dann am Höhepunkt gewinnbringend zu verkaufen. Es ist immer ärgerlich einer der letzten zu sein, der auf den Zug aufspringt, bevor es wieder gen Süden geht. Der Peak der Hausse ist meist daran zu erkennen, dass obwohl sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bereits verschlechtert haben, der Optimismus trotzdem noch so groß ist, um zu einer letzten Rallye anzusetzen.

Lange Zeit herrschte eine „Buy the Dip“ Mentalität bei den Anlegern. Das heißt zu kaufen, wenn die Märkte eine Korrektur vollziehen. Prinzipiell ist das eine gute Strategie, insbesondere in anhaltenden Bullenmärkten. In einer Krise oder beginnenden Rezession wird aber häufig zu früh gekauft, das nennt man dann „ins fallende Messer greifen“. Besser ist es einen Boden abzuwarten, um dann wieder in die nächste Hausse einzusteigen.

Baisse vs Hausse - Bullenmarkt vs Bärenmarkt

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Marko

    1. Mai 2020 12:21 at 12:21

    Hallo Herr Jäger,

    „Seitdem befand sich der Aktienmarkt zwar bis zur Corona-Krise weiterhin in einer Hausse, aber das Wirtschaftswachstum stagnierte seither bzw. war sogar rückläufig. Jetzt Fragen Sie sich vielleicht warum die Märkte weiter steigen, obwohl die realwirtschaftlichen Daten schlechter geworden sind. Das ist relativ einfach zu beantworten, Hauptgrund dafür dürften die Niedrigzinspolitik und die Bereitstellung von Liquidität seitens der Notenbanken weltweit sein. Jede Zinssenkung der letzten Jahre wurde von den Börsen gefeiert. Durch diese Maßnahmen können Zyklen verlängert werden. Häufig kommt es zu einem Überschießen der Märkte, d.h. die Hausse kann länger andauern als es die Realwirtschaft hergibt.

    „Grundsätzlich macht es Sinn in einer Hausse Long im Markt zu sein und entsprechend Short in einer Baisse.“

    „Grundsätzlich“, genau grundsätzlich, was ist derzeit „grundsätzlich“ ? :D

    „Hauptgrund dafür dürften die Niedrigzinspolitik und die Bereitstellung von Liquidität seitens der Notenbanken weltweit sein“

    Grundsätzlich müsst Ihr Short sein, das wäre „grundsätzlich“ ein Bärenfest, ohne jede Frage..

    Na dann… :D

    • Stefan Jäger

      Stefan Jäger

      1. Mai 2020 15:37 at 15:37

      Vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Sie haben recht, „grundsätzlich“ ist derzeit gar nichts an den Börsen.

  2. Avatar

    Marko

    1. Mai 2020 12:29 at 12:29

    Und genau das macht den „grundsätzlichen“ Unterschied aus, die Notenbanken haben den Markt verzerrt.

    D.h. , der andere Aktien-Markt wurde nicht verzerrt..

  3. Avatar

    Prognosti

    1. Mai 2020 14:30 at 14:30

    Dieser Kommentar ist zwar nett aber eher für Einsteiger gedacht. Gut ,dass@ Marko die Weisheiten noch ein wenig präzisiert hat ! Trotzdem möchte ich etwas richtigstellen:
    Die Regel, DIE BAISSE VERSTÄRKT DIE BAISSE wurde seit mindestens 10 Jahren nie mehr zugelassen,
    denn jedesmal bei minus 20 oder 30% wurden alle Notenbankhebel in Bewegung gesetzt um den totalen Crash zu verhindern. Da es aber jedesmal X mal mehr Geld braucht ist es eine Frage der Zeit bis die Munition nicht mehr reicht. Wenn man bedenkt, dass die Rettungsgelder in 2020 x- mal höher sind als2008
    kann man sichvorstellen wieviel der NÄCHSTE SCHWARZE SCHWAN kosten könnte.

    • Stefan Jäger

      Stefan Jäger

      1. Mai 2020 15:38 at 15:38

      @Prognosti @Marko
      Erstmal vielen Dank für die Kommentare. Ich freue mich sehr über Ihre Beiträge und Anregungen.
      Ihre Einwände sind absolut nachvollziehbar. Gerade in der jetzigen Zeit werden einige Börsenweisheiten ausgehebelt und die Märkte verhalten sich nicht so wie sie es wahrscheinlich ohne die Maßnahmen der Notenbanken tun würden. Die Auswirkungen der Notenbankpolitik ist nicht absehbar und die Frage, ob die Notenbanken mit ihren Maßnahmen Erfolg haben werden oder nicht wird die Zukunft zeigen.

      In den letzten Wochen, ausgelöst durch die Corona-Krise, ist das Interesse an der Börse merklich gestiegen und es sind viele neue Börseninteressierte dazugekommen. Meine Intention ist es die Börsenbegriffe in den Artikeln so neutral wie möglich zu erklären und dabei den Neueinsteigern zu helfen die Börse zu verstehen. Trotz der angestrebten Neutralität konnte ich mir eine leichte Kritik an dem Notenbanken-Experiment nicht verkneifen  – Stichwort: Zyklus-Verlängerung, Abkopplung von der Realwirtschaft.

      Daher finde ich Ihre Kommentare klasse und denke, dass wir alle, aber insbesondere auch Börsenanfänger davon profitieren können.

    • Avatar

      Lausi

      4. Mai 2020 07:42 at 07:42

      @Prognosti, was könnte wohl der nächste schwarze Schwan sein (auch wenn der Corona-Schwan noch lange nicht ausgestanden ist)? Vielleicht die Wiederwahl von Trump? Was Schlimmeres könnte ich mir kaum vorstellen…

  4. Avatar

    md

    1. Mai 2020 20:31 at 20:31

    hallo herr Jäger, herzlich willkommen auf der geilsten finanzseite die ich kenne. hoffe sie sind ein dickhäuter und können mit kritik umgehen. bei fmw streitet man, um sich zu versöhnen :)

    nun zu meiner frage. also vorab, meistens stelle ich meine fragen den zwei genie’s auf dieser seite ( sind alle genie’s aber die zwei mit einem i-tüpfelchen ) herrn Wolfgang Müller und Herrn Zipfel. aber diesmal müssen sie dran glauben :)

    wenn ich mir den letzten crash bedingt durch covid an den börsen ansehe, habe ich bemerkt das mit korona virus auslösung in china die börsen weltweit crash’ten und mit besserung der lage in china die börsen weltweit anfingen sich zu erholen, trotz, das covid-19 pandemie in ihren eigenen ländern noch steigende infiziertenzahlen veröffentlichte.

    ist die beobachtung von mir falsch bzw. kann weltweit ein crash nur durch china ausgelöst werden.

    danke vorab.

    desweiteren eine bitte an die redaktion. sonst hatten wir allgemeinnachrichten zb gez usw. bitte wann kommt ein artikel über die unverschämte erhöhung der bussgelder/ordnungswidrigkeiten.
    vg md

  5. Pingback: Bear market vs. Bull market or bear market vs. Bull market | En24 News

  6. Stefan Jäger

    Stefan Jäger

    3. Mai 2020 21:46 at 21:46

    Guten Tag,
    an Sie ein Dankeschön für das Willkommenheißen. Keine Sorge, ich bin auch ein Freund von konstruktiven Diskussionen :)
    Ihre Beobachtung hinsichtlich China geht in die richtige Richtung. Der Anteil Chinas an der weltweiten Wirtschaftsleistung macht mittlerweile 17% aus. Darüber hinaus wurden bedingt durch die Globalisierung zahlreiche Produktionsstätten nach China ausgelagert. Auf Grund dessen hat ein Lockdown Chinas einen globalen Einfluss. Insbesondere das Abreißen der Lieferketten hat eine Kettenreaktion ausgelöst, die sich weltweit ausgewirkt hat. Aber erst als sich die Pandemie über die Grenzen Chinas ausgebreitet hatte, in Europa und anderen Teilen, kam es zu dem Crash an den Märkten.
    Beste Grüße

  7. Avatar

    Prognosti

    4. Mai 2020 10:01 at 10:01

    @ Lausi , das wäre dann also ein blonder Pfau, Hi,Hi,

    • Avatar

      Lausi

      4. Mai 2020 11:14 at 11:14

      Genau, und zwar mit dem blödesten Gesichtsausdruck, den man sich vorstellen kann – lol!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

weiterlesen

Allgemein

Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

weiterlesen

Allgemein

Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen