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Bayer-Aktie bricht 11% ein wegen US-Einstufung zu Glyphosat

Redaktion

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am

Für Bayer kann die Monsanto-Übernahme zur Total-Katastrophe werden. Der eine oder andere Experte hatte davor ja schon gewarnt. Aber jetzt wird es langsam tragisch. Schon komisch, dass die Probleme für die neue Bayer-Tochter erst jetzt akut werden, wo sie durch den ausländischen Konzern Bayer übernommen wurden. Verschwörungstheorie? Naja… ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Aber zur Sache. Das auch in der EU hoch umstrittene Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ mit dem Wirkstoff Glyphosat ist das Problem. Wie vor wenigen Stunden Geschworene in einem Prozess im San Francisco entschieden, sei Roundup krebserregend. Das ist ein echtes Problem für Bayer. Denn jetzt haben all die Kläger von noch anstehenden Prozessen eine Referenz, auf die sie sich berufen können. Und heute wird im selben Verfahren noch festgestellt, ob Monsanto (also jetzt Bayer) die Öffentlichkeit über das Risiko von Roundup getäuscht hatte.

Die möglichen finanziellen Folgekosten für Bayer sind kaum abzuschätzen. Milliarden? Wer weiß das schon aus heutiger Sicht. Aber aktuell bedeutet es, dass die Aktie von Bayer heute früh mit 11% Verlust in den Handel gestartet ist. Und da das Gericht in Kalifornien acht Stunden Zeitverschiebung zu Deutschland hat, ist wohl diese heutige Folge-Entscheidung auch erst in unseren Abendstunden zu erwarten.

Also wird die Bayer-Aktie heute schwach tendieren, und die Angst dürfte enorm sein, dass es morgen weiter nach unten geht, wenn man Bayer auch noch offiziell als Unternehmen einstuft, welches US-Bürger in Sachen Gesundheitsrisiken getäuscht habe. Dann kann es nämlich richtig, richtig, richtig teuer werden, und die Aktie könnte morgen weiter durchrutschen! Alle festhalten bitte!

Bayer Zentrale
Foto: Bayer AG

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Hannes Zipfel

    20. März 2019 09:43 at 09:43

    Wenn die Verschwörungstheorie stimmt, wird Airbus in Kürze Boeing übernehmen.

  2. Avatar

    Steven

    20. März 2019 10:23 at 10:23

    Das ist ja ne Überraschung.
    Das konnte wirklich niemand vorher wissen.

    Wenn man jetzt wüsste wer da ein paar puts in der Hand hat und grade die 3. goldene Nase bekommt…

    Natürlich ist das nur eine Verschwörungstheorie

  3. Avatar

    franko33

    20. März 2019 11:28 at 11:28

    Wieviel amerikanische Großinvestoren sind in BAYER investiert ?

    Im Prinzip ein auch für Laien einfaches Verdienstmodell.

    Montsanto,der Betrieb schlechthin mit dem umstrittensten Konzept in der
    Chemie/Gentechnologie musste mit größt möglichem Gewinn abgestossen werden.
    Wenn schon deutsche Anleger nicht komplett „heiß“gemacht werden können,
    die ausländischen Eigner in BAYER drücken ein paar Monate und der Preis für
    Montsanto stieg in ungeahnte Höhen.
    Dann konnte man zu einem „guten“ Preis die Montsantoanteile verkaufen,um dann
    ebenfalls einen satten Ertrag aus BAYER-Anteilen zu erzielen,bevor die große
    Klagewelle kommt.
    Die Amerikaner sind ja nicht dumm,dort was man lange schon über die Anzahl der
    anstehenden Klagen,erst gegen Montsanto und jetzt natürlich gegen BAYER und
    die „dummen“ Deutschen.Ein Schelm,wer Böses dabei denkt – ist natürlich alles nur
    „Verschwörungstheorie“,um mich meinen vorherigen Kommentatoren anzuschließen.

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Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Delivery Hero und BASF mit aktuellen Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Delivery Hero Logo

Delivery Hero hat heute früh Quartalszahlen gemeldet. Der Umsatz liegt bei 776,4 Millionen Euro (Vorjahresquartal 390,6) Ein Plus von 99 Prozent in einem Jahr! Verständlich, wenn sich global dank Corona deutlich mehr Menschen Essen liefern lassen. Für das Gesamtjahr hat man jetzt die Umsatzerwartung leicht erhöht von bislang 2,6-2,8 auf 2,7-2,8 Milliarden Euro.

Zu Gewinn oder Verlust sagt man gar nichts. Man erwähnt nur, dass man für das Gesamtjahr unverändert mit einer negativen EBITDA-Marge von -14 Prozent bis – 18 Prozent rechne.

Die Zahl der Kundenaufträge stieg binnen 12 Monaten um 99,5 Prozent auf 361,7 Prozent.

Aus den heutigen Aussagen geht klar hervor, dass Delivery Hero sich derzeit voll konzentriert auf Mengenwachstum, vor allem durch weitere Akquisitionen im Ausland.

Die Aktie notiert heute mit 4 Prozent im Plus.

BASF

Auch BASF meldet aktuell seine Quartalszahlen. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 13,81 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 14,56).

Nach Steuern wird ein Verlust von 2,12 Milliarden Euro gemeldet (Vorjahresquartal +911 Millionen Euro). Das aktuelle Minus liegt an Wertberichtigungen und Restrukturierungskosten.

Die Aktie notiert mit -4 Prozent, was auch am heutigen Gesamtmarkt liegen dürfte.

Die seit Anfang Oktober bekannten Jahresziele hat BASF heute bekräftigt. Man erwartet einen Umsatz von 57-58 Milliarden Euro (Vorjahr 59,3), und ein EBIT vor Sondereinflüssen von 3-3,3 Milliarden Euro (Vorjahr 4,6).

BASF Quartalszahlen im Detail

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