Allgemein

Aktien steigen, Renditen und Dollar fallen Bekommt die Fed kalte Füsse? „Mouthpiece“ der Fed gibt Zins-Signal

Fed Nick Timiraos Zinsen

Bekommt die Fed kalte Füsse? Das „mouthpiece“ der Fed, der Wall Street Journal-Journalist Nick Timiraos, der als eine Art Verbindungsstück der Notenbank zu den Märkten gilt, hat in einem soeben veröffentlichten Artikel angedeutet, dass die Notenbank wohl die Zinsen noch einmal im November um 0,75% anheben wird, danach dann aber deutlich vorsichtiger agieren dürfte.

Der Botschafter der Fed mit einem Signal

Dazu Nick Timiraos in einem Tweet:

„Some officials are more eager to calibrate their rate setting to reduce the risk of overtightening. But they won’t want to dramatically loosen financial conditions if and when they hike by 50 bps (instead of 75). This meeting could allow officials to get aligned on next steps“.

Stress im System

In Reaktion auf die Aussagen des Artikels steigen die US-Futures deutlich, die Renditen fallen. Kurz zuvor war die 10-jährige Anleiherendite heute in der Spitze auf 4,329 Prozent gestiegen. Die Fed Fund Futures waren vor Veröffentlichung des Artikels von Nick Timiraos mit einer 77%-Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen, dass die Fed auch im Dezember der Zinsen noch einmal um 0,75% anheben würde.

Die US-Notenbank Fed macht sich nun offenkudunig zunehmend Sorgen um die Lage an den Anleihemärkten angesichts extrem schnell steigender Renditen und immer geringerer Liquidität. Der Stress im System war zuletzt immer größer geworden – darauf scheint die Fed nun erstmals zu reagieren, wenn die Aussagen von Timiraos stimmen..



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

10 Kommentare

  1. Der Link unten führt zu Dirk Müller im Interview bei Mario Lochner. Mr. Dax meint: „Die wollen uns fertig machen.“

    Mit „uns“ gemeint sind Deutschland und Europa, „die“ steht für die Fed. Doch würde die Zinspolitik der Fed nicht primär auf Europa zielen, sondern auf CHINA. Allerdings wäre ein gecrashtes Europa ein die US-Wirtschaft angenehm stabilisierender Kollateralschaden jener FED-Strategie zur Zerstörung Chinas.

    — bis 15:10 bisherige Performance des von Müller geleiteten Fonds
    — ab 15:10 Lageanalyse Märkte aktuell
    — ab 20:10 Fed als ganz großer GEOPOLITISCHER Akteur
    — ab 30:00 Folgen für Märkte und Anleger; wann einsteigen

    https://youtu.be/hMfWfB71RdM

  2. Die Verzweiflung muss sehr groß sein wenn sich Kurzfristtrader jetzt schon an einen Journalisten klammern der irgendetwas berichtet. Mit dem Liquiditätsentzug bricht deren Kartenhaus zusammen.

  3. Der nächste Schwachsinn. Also ob die Märkte eine Rally hinlegen weil Vielleicht!!
    Im Dezember nur 50 Basispunkte angehoben wird. Dann sind wir halt nur bei 4,5%. Zudem hat die FED zu keinem Zeitpunkt etwas von 75 Basispunkten im Dezember erwähnt. Diesen BS haben die Trader sich wieder zusammengedichtet.
    Hörts auf mit dieser Berichterstattung!

    1. @Marcus, sehr seltsamer Kommentar! Wir berichten darüber, weil es wichtig ist und die Märkte darauf stark reagieren. Was dagegen?

      1. Lieber Markus Fugmann,
        Nein nichts dagegen, aber etwas mehr Skepsis als mediale Quelle fände ich angebracht. Ein Schreiberling des WallStreet Journal?? Sagt doch schon Vieles, der Bericht genau zum Handelsstart??
        Ein gezielt gestreutes Gerücht um die Märkte zu manipulieren, wenns nicht stimmt dann was?
        Renditen schon wieder im Plus….
        LG

        1. @Marcus, aber die Wall Street sieht in Timiraos eben den Botschafter und reagiert – und im letzten Satz des Artikels steht ja explizit:

          „…darauf scheint die Fed nun erstmals zu reagieren, wenn die Aussagen von Timiraos stimmen..“

      2. @Herr Fugmann, schon richtig die Berichterstattung. Aber ich meine subjektiv, dass dadurch sehr
        viele Kleinanleger kurzfristig zum Traden verführt werden und meistens dann danebenliegen. So
        meine Sichtweise. Es gibt ein paar Eckpunkte, auf die man achten muss. Dies ist vor allem
        das Einknicken der FED m.E. ab den Wahlen bis maximal 1. Quartal 2023. Wahrscheinlich früher.

    2. Natürlich ist das vollkommen krank. Liegt aber nicht an der Berichterstattung über ein solches Ereignis hier in der finanzmarktwelt. Da es schon sehr häufig vorgekommen ist, dass sich die Märkte aufgrund von Gerüchten in unvorhersehbarer Verhalten haben, sollte dieser Teil der Wirklichkeit einkalkuliert werden. Es steht zwar überall und es sollte jedem Realisten klar sein, aber die Masse der Anleger verliert Geld an der Börse und nur wenige werden immer reicher, eben weil sie manipulieren, Informationen steuern aber für den ein oder anderen eben auch zu einem hohen Preis. der besagte wsj Journalist dürfte seit gestern ein paar mehr „Freunde“ haben, die ihm ggf noch weitere Angebote machen die er nicht ablehnen kann.

  4. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Der FED Put ist eben immer noch aktiv. Es war nur eine Frage wann kommt er, wann wird die FED nervös ? Ich hatte ja getippt, wenn der Dow unter 27 TDS geht, jetzt kommt er deutlich früher!

    War doch klar das die FED wieder einknickt, war nur eine Frage der Zeit !

    PS: Eine Inflation kann man mit solcherlei dovishen Massnahmen natürlich nicht bekämpfen! Denn es drehen ja nicht nur die Indizes – sondern auch die Rohstoffe nach oben!

  5. Die FED wird sich schneller widerlegen müssen, als sie glaubt. Die ersten zwei Zinsschritte waren vielleicht noch nachvollziehbar, aber all ihre weiteren XXL-Hikes wird sie bitter bereuen.
    Wenn dann hätte man gleich am Anfang, als die Dissonanz der Wirtschaft nach Corona erkennbar wurde, für ein – zweimal moderat erhöhen können, und dann wäre Ruhe gewesen.
    Die Schweizer Nationalbank hat 0.5% gemacht und jetzt ist das Thema durch, nächste Schritte wären erst 2023 wieder diskutabel, aber bis dahin hat sich das Thema vermutlich erledigt. Inflation CH 3.5%, und nicht an die 10% wie in den Hochzinsländern.
    Das Blatt wendet sich immer mehr und der Irrsinn wird sichtbar. So spielt auch v.a. Frankreich offensichtlich immer weniger mit, sondern führt überall Preisdeckel ein und – habe ich das richtig aufgeschnappt hier bei FMW – will sogar die Marktzinsen für Immobilien einfrieren.
    Das ist doch alles wieder neue Liquidität, die erforderlich wird für solche Preisdeckel. Also was sollen denn die Zinserhöhungen bewirken, wenn die Liquidität via Staat wieder reingepumpt wird? Da kann man’s auch sein lassen. Und weil die Staaten und Unternehmen Geld brauchen um der Inflation Herr zu werden, werden neue Anleihen ausgegeben, die keiner will, und die Renditen steigen und steigen und damit die Gesamtverschuldung.
    Wir werden die Inflation vielleicht so schnell nicht wieder los, aber das müssen wir auch gar nicht, wir sollten sie nur etwas in Schach halten. Der Kapitalismus braucht Liquidität, wenn man das nicht mehr will kann doch die FED zusammen mit den deutschen Grünen den keuschen Öko-Sozialismus oder sonst ein tolles Modell verkünden, das ohne Gas und Rohstoffe auskommt und auch noch nichts kostet und nichts braucht. Dann wird alles gut und wir brauchen auch keine Geldnötli mehr.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage