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Taiwans Aussenminster warnt Besetzt China gerade die Straße von Taiwan?

China und die Straße von Taiwan

Will China nach dem Besuch von Nancy Pelosi in Taiwan nun doch Fakten schaffen? Die sogenannten Militärübungen Chinas dauern nun bereits zwei Tage länger als angekündigt, sollten also bereits am Sonntag beendet sein. Gestern hatte Chinas Außenministerium noch einmal klar gestellt, dass Taiwan zu China gehöre – nun also die Weiterfürung der militärischen Drohkulisse durch Chinas Militär. Aber ist das wirklich nur eine Militärübung – oder doch der Beginn der Invasion durch China?

Besetzt China die Straße von Taiwan?

Taiwans Aussenminister Joseph Wu jedenfalls hat nun davor gewarnt, dass China offenkundig die Straße von Taiwan besetzen wolle, wie die „Financial Times“ berichtet:

“It aims to influence the international community’s freedom of navigation in the waters and airspace of the Taiwan Strait by denying the status quo that it is an international waterway(..). “China is now determined to link the East and South China Seas through the Taiwan Strait so that this entire area becomes its internal waters. And its intentions are not likely to stop there.“

Die Straße von Taiwan ist eine der meistbefahrernen Seestraßen der Welt und für den internationalen Handel daher extrem bedeutend:

China und die Taiwan Straße

Die Meerenge ist 180 Kilometer breit und trennt China und Taiwan. Bekanntlich sieht Chinas Führung die Insel als eine Art abtrünnige Provinz – Xi Jinping hatte versprochen, Taiwan bis zum Jahr 2029 „heim ins Reich“ zu holen. Die Straße von Taiwan gilt völkerrechtlich als internationales Gewässer, wird jedoch von China beansprucht als eigenes Territorium, genauer als „Wasser um das chinesische Territorium“.

Die USA hingegen lassen immer wieder Kriegsschiffe durch die Straße von Taiwan fahren – offenkundig als Warnung für China. Peking wiederum versteht seine Militärübungen als Warnung an die USA und deren Verbündete wie Japan und Australien, wie der ehemalige Chefredakteur der „Global Times“, Hu Xijin, twittert:

Märkte haben das Thema eigentlich abgehakt

Was, wenn die vermeintliche Militärübung faktisch der Beginn einer Invasion ist? Die Finanzmärkte würde das jedenfalls kalt erwischen – nach der Nervosität vor der Landung von Pelosi auf der Insel haben die Märkte das Thema bereits geistig abgehakt. China werde, so die gängige Auffassung, keinen militärischen Konflikt zum jetzigen Zeitpunkt auslösen. Sind die Dorhungen als wirklich nur „heiße Luft“? Die Zeit wird es zeigen. Bisher jedenfalls zeichnet sich noch kein Ende der chinesischen Militärübungen ab.



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3 Kommentare

  1. Mir wurde berichtet, dass die Militärübung (man kann es auch Seeblockade nennen) am Wochenende auf 4 Wochen verlängert wurden.

  2. Es gibt derzeit sehr viele Zeitungsartikel, in denen China als Verlierer eines Militäreinsatzes gesehen wird.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Westen einen Zweifronten-Kriegs stemmen kann. Sanktionen gegen China? Dann arbeiten die BRICS Staaten (einschließlich Afrika) noch intensiver zusammen. Eine Export-Nation wie wir es sind, hat dann doch keine Chance mehr. Vor diesem Hintergrund ist die Argumentationslinie von Frau Baerbock gegenüber China, sehr „mutig“.

    Ich gehe davon aus, dass die Presse (MSP) sehr zeitnah das Thema China wiedr aufnimmt. Allerdings mit einem gegenüber China sehr nativen Duktus, was den Konflikt noch meh anheizen wird.

    1. Wenn nicht jetzt, wann dann?

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