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Bruttoinlandsprodukt stagniert zu Jahresbeginn – Umfrage

Thyssenkrupp in Duisburg
Thyssenkrupp in Duisburg. Foto: Ben Kilb/Bloomberg

Die schwache Industrie-Tätigkeit weist eigentlich auf ein schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal hin. Aber die Industrie ist ja nicht der einzige Faktor, der in das BIP einfließt. Die deutsche Wirtschaft wird einer heute früh veröffentlichten Bloomberg-Umfrage zufolge zu Jahresbeginn noch nicht wieder zu Wachstum zurückkehren. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt in nur einem einzigen Quartal des Jahres 2023 gewachsen ist, erwarten die vom 2. bis 8. Februar befragten Volkswirte nun, dass es auch in den drei Monaten bis März stagnieren wird. Im Januar hatten sie noch ein Quartalswachstum von 0,1 % vorausgesagt.

Grafik zeigt Ausblick für das Bruttoinlandsprodukt

Die neue Schätzung steht im Einklang mit der Bundesbank, die erklärt hat, dass die Produktion im ersten Quartal “bestenfalls stagnieren” könnte, auch wenn sich die Lage der Haushaltseinkommen verbessert. Ein Drittel der in der aktuellen Umfrage Befragten ist noch pessimistischer und prognostiziert eine Schrumpfung des BIP, was wiederum bedeuten würde, dass sich Deutschland in einer Rezession befindet.

“Die Daten deuten immer noch auf eine leichte Schrumpfung im ersten Quartal hin, obwohl die Talsohle erreicht zu sein scheint”, sagt Erik-Jan van Harn, Analyst bei der Rabobank. “Die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe hat sich ein wenig verbessert, während die Aktivität im Dienstleistungssektor robust bleibt.”

FMW/Bloomberg



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3 Kommentare

  1. „Aber die Industrie ist ja nicht der einzige Faktor, der in das BIP einfließt“
    Ja. Da werden vor allem die völlig sinnfreien Bullshit-Jobs des direkten und indirekten Staatsdienstes mitgezählt. Würde man die korrekterweise nicht mitzählen sähe es ganz übel aus.

    1. 80% der deutschen Wirtschaft sind Dienstleistungen, aber gegenüber der Bedeutung der Industrie zählen die nicht. Früher wurde das selbe zur Industrie gesagt, da zählte nur die Landwirtschaft.

      Übrigens, in manchen Ländern gibt es auch eine Kreativwirtschaft, zu der bsw die Filmwirtschaft oder die Spielewirtschaft gehört. In Deutschland gibt es die natürlich nur weil der Staat Subventionen gibt.

  2. Naja- die Granaten die an die Ukraine geliefert werden, und aus dem Sondervermögen bezahlt werden, erhöhen auch die Produktion der Industrie. Ebenso die zig Milliarden, die mit Geld frisch gedrucktem Geld erschaffen wurden, um damit Geflüchtete zu alimentieren, wenn sie das Geld in Deutschland ausgeben und nicht in ihre Heimatländer überweisen.
    Selbst regelmäßige riesige Feuerwerke würden die Industrieproduktion erhöhen.
    Nur- wer muss das Geld für das Feuerwerk erarbeiten?
    Der Feuerwerker der für seinen Lohn Steuern zahlen muss?
    So ein Perpetuum mobile wäre natürlich „die Sahne“.
    Existiert leider nur in der Phantasie von Sozialisten, die am Anfang immer den Himmel auf Erden versprechen, und am Ende die Hölle liefern. Mit den Zwischenphasen: Inflation, Mangel, Schlange stehen, Unruhen und Gewalt. Und am Ende werden Schuldige gesucht.

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