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BYD verfehlt Gewinnschätzungen – Aktie fällt

BYD kann die hohen Markterwartungen nicht erreichen. Trotz 75 % Gewinnanstieg für 2023 fällt die Aktie nämlich heute um 4,9 %.

BYD Showroom in Hong Kong
BYD Showroom in Hong Kong. Foto: Lam Yik/Bloomberg

Der chinesische Elektroauto-Hersteller BYD hatte jüngst bei den Auslieferungszahlen Tesla überholt, und wurde damit zur weltweiten Nummer 1 in der Branche. Heute hat BYD seine Jahreszahlen für 2023 veröffentlicht. Die Gewinne von BYD Co blieben hinter den Erwartungen der Analysten zurück, da die Nachfrage nach batteriebetriebenen Autos Ende letzten Jahres nachgelassen hat. Entsprechend fällt die Aktie heute, bei Tradegate ist es ein Minus von 4,9 %.

BYD mit massivem Gewinnanstieg – aber Erwartungen waren höher

Der vorläufige Nettogewinn für 2023 stieg im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 75 % auf 29 bis 31 Milliarden Yuan (4 Milliarden Dollar), so teilte es das Unternehmen heute laut Bloomberg in einer Mitteilung an die Börse von Shenzhen mit. Die Gesamtsumme blieb jedoch hinter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 31,5 Milliarden Yuan zurück.

BYD hat im letzten Quartal 2023 526.409 vollelektrische Autos verkauft und damit wie gesagt Tesla zum ersten Mal als größten Verkäufer weltweit überholt. Das Wachstum wurde vor allem durch das viel breitere Angebot an günstigeren Modellen in China angetrieben. Wie andere Elektroauto-Hersteller, so ist auch BYD von einem Preiskrieg in China, dem größten Automarkt der Welt, betroffen. Im November senkte der Elektroauto-Hersteller mit Hauptsitz in Shenzhen die Preise seiner beliebten Modelle Qin, Han und Tang um bis zu 10.000 Yuan, um sein jährliches Auslieferungsziel zu erreichen.

Auch die geopolitischen Spannungen wirken sich aus. BYD ist einer von drei Autoherstellern, die im Rahmen der Antisubventionsuntersuchung der Europäischen Kommission genauer unter die Lupe genommen werden sollen, um festzustellen, ob die staatliche Unterstützung durch die chinesische Regierung den Herstellern einen unfairen Vorteil verschafft hat.

Blick auf Aktien-Performance

FMW: Tesla sprach letzte Woche von schwachen Wachstumsaussichten für die Absatzmenge in 2024. Viel Wettebewerb, sinkende Preise, das drückt auf die gute Laune in der Branche. Das sieht man auch in folgendem Chart, der ein Jahr zurückreicht. In den letzten zwölf Monaten verlor BYD 27 % an Wert, Tesla legte 11 % zu – aber man sieht, dass Tesla zuletzt massiv an Wert verloren hat.

Grafik zeigt Entwicklung von BYD-Aktie und Tesla-Aktie

FMW/Bloomberg



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2 Kommentare

  1. Schizophrenie hoch zehn

    Wie krank ist denn das, die EU macht die heimische Autoindustrie durch hohe Energiepreise kaputt und will im Gegenzug die Chinesen wegen Subventionen untersuchen.

    1. Die deutsche Autoindustrie produziert kaum noch in Deutschland, sondern hauptsächlich in Osteuropa und anserswo. Die Energiepreise in Deutschland sind deshalb nicht der Grund für die Probleme. Eher schon die verschlafene Digitalisierung hierzulande, oder der Unsinn statt aufs eAuto auf den Diesel gesetzt zu haben.

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