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Charttechnik: Weizen

Weizenpreis im Schatten des Ukraine-Konflikts. Von Christoph Lange

Die Ukraine befindet sich immer noch am Rande einer militärischen Auseinandersetzung mit Russland. Nicht alle Politiker (z.B. Timoschenko) wollen die Annexion der Krim hinnehmen. Alle stellen sich gegen eine russische militärische Intervention in der Ostukraine.
Diplomatische Bemühungen, den Konflikt zu entschärfen, laufen auf Hochtouren. Das Treffen der Außenminister der Russischen Föderation und der USA am Wochenende hat keinen Durchbruch gebracht. Aber allein die Tatsache, dass die Politiker miteinander sprechen, ist ein gutes Zeichen, das zur Entspannung beiträgt.
Die instabile Lage in der Ukraine als einem der führenden Weizenproduzenten, lässt den Preis dieses Rohstoffs steigen.
Nach dem letzten CoT-Report sind die Netto-Longpositionen der Großinvestoren stark angestiegen – bei gleichzeitiger Ausweitung der Shortseite von Produzenten.
Sollte sich die Situation in der Ukraine allerdings nicht zuspitzen, werden die Preise wieder sinken: Gute Ernteaussichten und volle Lager in den USA drücken tendenziell auf den Preis.

Der Weizenpreis tendiert langfristig schwächer und befindet sich in einem stabilen Abwärtstrend. Selbst der deutliche Preisanstieg von Anfang Februar mit dem Durchbruch von EMA 200 hat noch keine Trendwende gebracht.
Zurzeit befindet sich der Kurs an der sehr wichtigen Marke von 720 USD, die Mitte März getestet wurde (Fehlausbruch).
An dieser Marke wird sich entscheiden, ob der Kurs doch eine Trendwende vollzieht.
Wenn er nachhaltig über dieses Level steigt, liegt das erste Ziel bei 760 (ebenfalls eine wichtige Marke – dicke gestrichelte Linie im Tageschart).

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Sollte dies nicht geschehen, kann der Kurs bis zum letzten Tief fallen.
Für die nächste Zeit erwarte ich (sollte 720 nicht zügig in Angriff genommen werden) zunächst eine Seitwärtsrange (blaues Feld im Stundenchart).

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