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China gehen die Kinder aus

China steht vor schweren Zeiten: trotz der Lockerung der Geburtenpolitik, die es Paaren in Großstädten ermöglicht, ein zweites Kind zu bekommen (die Ein-Kind-Politik wurde 1979 eingeführt), machen die in Frage kommenden Paare von der Genehmigung praktisch keinen Gebrauch: lediglich 3% von ihnen beantragten die Genehmmigung für ein zweites Kind. Grund für die Zurückhaltung sind die steigenden Lebenshaltungskosten einerseits, die Abkühlung der Wirtschaft andererseits. Faktisch können sich die meisten Chinesen also ein zweites Kind finanziell einfach nicht leisten. So liegt der jährliche Durchschnittverdienst in Peking bei 53.000 Yuan – weniger als 10.000 Dollar.

Spätestens 2030 wird daher die Bevölkerung Chinas nicht nur schrumpfen, sondern auch zunehmend vergreisen: Im Jahr 2050 dürfte ein Drittel der Bevölkerung über 60 Jahre sein. Laut UN liegt die Geburtenrate in China derzeit bei 1,66 Kinder pro Frau – um die Bevölkerungszahl halten zu können, wären jedoch 2,1 erforderlich.

An den Aktienmärkten Chinas hatte die Lockerung der Geburtenpolitik Euphorie ausgelöst – insbesondere Unternehmen, die das Segment „Baby“ bedienten, haussierten. Aber damit ist seit einiger Zeit Schluß. So ist etwa der Milchpulver-Produzent der schlechtest-performende Wert im MSCI China Index, nachdem die Zahlen des Unternehmens gestern auf ganzer Linie enttäuscht hatten.



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1 Kommentar

  1. Vergreisung ist ein Mythos im völlig verseuchten China – von denen wird nur eine kleine Minderheit so lange leben.

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