Aktien

China: lauwarm!

Seit Tagen hatten die chinesischen Aktienmärkte gehofft, dass die Regierung der schwächelnden Wirtschaft im Reich der Mitte wieder neuen Schwung verleihen könnte. Doch was die Regierenden heute Nacht verlauten ließen, war bestenfalls ein Lippenbekenntnis – anders als Ende 2008, als die Regierung ein großangelegtes Stimulusprogramm im Umfang von 650 Milliarden US-Dollar aufgelegt hatte.

Maßnahmen, die den Ausbau der Eisenbahnen stärken sollen, kleine Hilfestellungen für Haushalte mit geringem Einkommen, und Steuererleichterungen für strauchelnde Firmen aus dem „small business-Sektor“ – das war deutlich weniger, als sich die Märkte erhofft hatten. Und vor allem: es war alles andere als eine Abkehr von der unter der neuen Regierung eingeschlagenen Politik der Konsolidierung.

Die Aktienmärkte reagierten dementsprechend verschnupft, in Shanghai fiel der Leitindex um 0,7%. Hauptleidtragende der kosmetischen Maßnahmen waren die ohnehin gebeutelten Stahlunternehmen wie Baoshan Iron & Steel (-2,3%) und Hebei Iron and Steel (-4%) sowie Unternehmen aus der Kohlebranche. Auffällig auch die Schwäche der Immobilienunternehmen, während der Eisenbahn-Sektor deutlich zulegte.

Jetzt, wo die (sehr kleine) Katze aus dem Sack ist, dürften Chinas Aktienmärkte wieder Richtung Süden tendieren. Denn anders als in den USA leiden die Unternehmen an fehlender Liquidität durch erschwerte Kreditbedingungen der Banken Chinas.



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