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Commerzbank-Quartalszahlen: Weniger Gewinn, aber über Erwartung

Die Commerzbank-Quartalszahlen zeigen: Der Umsatz sinkt. Auch schrumpft der Gewinn, aber er liegt über der Erwartung.

Commerzbank-Tower in Frankfurt

Die Commerzbank hat ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz (Ertrag) liegt bei 1,89 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 2,00). Der Gewinn (Operatives Ergebnis) liegt bei 282 Millionen Euro (Vorjahresquartal 472). Das „Konzernergebnis“ liegt bei 195 Millionen Euro (Vorjahresquartal 403). Bei dieser Kennzahl hatten Analysten in einem von der Commerzbank selbst veröffentlichten Konsens im Schnitt mit 116 Millionen Euro gerechnet. Die harrte Kernkapitalquote steigt von 13,5 auf 13,8 Prozent. Die Aktie reagiert vorbörslich mit +1 Prozent.

Hier auszugsweise einige Aussagen aus dem aktuellen Bericht: Mit der verfügbaren pauschalen Risikovorsorge (Top-Level-Adjustments, TLA) von 500 Millionen Euro und der weiterhin komfortablen Kapitalausstattung ist die Bank für die bevorstehenden konjunkturellen Herausforderungen gut vorbereitet.

„Wir haben große Fortschritte bei der Umsetzung unserer ‚Strategie 2024‘ erzielt und sind auf gutem Weg, unsere Ziele zu erreichen. Damit ist die Commerzbank in einem schwierigen Umfeld widerstandsfähiger geworden. Das zeigt sich auch im operativen Geschäft, das sich trotz des anspruchsvollen Marktumfeldes weiterhin sehr gut entwickelt“, sagte Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. „In der nächsten Phase geht es darum, bei unverändert strikter Kostendisziplin das Ertragspotenzial in beiden Kundensegmenten noch konsequenter zu erschließen.“

Zum Ausblick sagt die Bank, hier im Wortlaut: Die Commerzbank rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg des Zinsüberschusses auf über 6 Milliarden Euro, während der Provisionsüberschuss leicht niedriger als 2021 ausfallen dürfte. Die Gesamtkosten sieht die Bank weiter bei 6,4 Milliarden Euro, der Inflationsdruck nimmt jedoch immer weiter zu. Beim Risikoergebnis rechnet sie unter der Annahme einer Nutzung von TLA unverändert mit einem Wert von rund minus 700 Millionen Euro. Damit hält die Bank an ihrem Ziel fest, in diesem Jahr einen Konzerngewinn von mehr als 1 Milliarde Euro zu erzielen. Die CET-1-Quote wird nun bei mehr als 13,5 % erwartet. Die Bank beabsichtigt, für das Geschäftsjahr 2022 eine Ausschüttung von 30 % des Konzernergebnisses nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen vorzuschlagen. Der Ausblick basiert auf den Annahmen, dass es nicht zu einer deutlichen Verschlechterung der konjunkturellen Lage etwa wegen einer möglichen Gasrationierung kommt.



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