Aktien

Das Ende der Notenbank-Illusion

Der Abverkauf in den USA gestern erfolgte unter gigantischem Volumen: nur an drei Tagen der Geschichte der Wall Street war das Volumen höher!

Woher kommt auf einmal der Pessimsimus? Sind heute die Dinge so anders als vor zwei Wochen? Eher nicht. Nur die geschätzten Investoren registrieren offensichtlich erst jetzt so richtig, dass etwas nicht stimmt mit der Konjunktur – vor allem, wenn man sich dabei die Aktienkurse ansieht, die doch arg weit enteilt waren von der Realität.

Einer der Auslöser des Abverkaufs ist der weitere Niedergang der Inflationserwartung in der Eurozone: die Euro 5-year/5-year inflation swap rates erreichen neue Tiefs. Das bedeutet, dass die Märkte den Glauben an die Notenbanken zu verlieren beginnen. Und es war dieser Glaube, der die Märkte so heftig hat nach oben explodieren lassen.

Wie von uns erwartet, ist die anfängliche Euphorie über das Fed-Protokoll der Erkenntnis gewichen, dass die ultralaxe Geldpolitik der Notenbanken nicht verhindern kann, dass die Konjunktur weiter abstürzt:

BergundTalfahrt
(Chart von zerohedge.com)

Und jetzt ist der Jammer groß. Aber das hat vielleicht auch sein Gutes: es ist eine Art „Aufklärung“, die hier stattfindet. Es wird Zeit, dass sich die Finanzmärkte von ihrem naiven Vertrauen an die Allmacht der Notenbanken verabschieden!



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