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Das ist die „große Sensation“, die Tesla heute Nacht verkündete

FMW-Redaktion

Tesla-Chef Elon Musk hatte drei mal in wenigen Tagen die „große Sensation“ angekündigt. Heute Nacht nun wurde sie verkündet. Tesla stattet ab sofort jedes neu produzierte Auto mit der Hardware aus, damit die Autos auch komplett eigenständig fahren können. Ende nächsten Jahres will er es schaffen, dass ein Tesla völlig autonom ohne menschlichen Fahrer von Los Angeles nach New York fährt!

Zur ab sofort verbauten Hardware sagte er folgendes: 8 Surround-Kameras sollen eine Art Komplett-Übersicht über die gesamte Umgebung des Autos garantieren, und das bis zu 250 Metern Entfernung. 12 „Ultrasonic“-Sensoren werden ebenfalls installiert. Sie sollen harte wie auch weiche Objekte scannen können auf einer doppelten Entfernung wie bisherige Systeme. Ein hochmodernes Radarsystem soll zusätzliche Daten liefern während starken Regenfällen, Nebel, Wolkenbildung, und über die Fahrzeuge vor dem Tesla-Auto.

Damit all diesen Daten wirklich gut verwendet werden können, ist im Auto selbst ein Computer verbaut, der 40 Mal schneller ist als vorige Rechner. Tesla schreibt wie stolz man darauf ist, dass man einen Blick auf die Welt ermögliche, den ein menschlicher Fahrer alleine gar nicht haben könne. Er könne zukünftig mit all diesen Sensoren gleichzeitig in alle Richtungen schauen usw. Bevor diese neue Hardware zum Einsatz komme, werde man noch Millionen von Test-Meilen „auf echten Straßen“ fahren (eine Seitenhieb Richtung VW-Dieselaffäre?). Es gehe Tesla dabei um Sicherheit und Komfort.

Tja, wir sind keine Technik-Experten. Die Mega-Sensation scheint diese Nachricht nicht zu sein, aber man prescht damit weiter vor im gerade entstehenden Markt für autonomes Fahren. Es geht mit der heutigen Meldung darum zu zeigen, dass man über das bisher schon mögliche teilweise Umschalten auf autonomes Fahren hinaus gekommen ist, und jetzt das vollständige autonome Fahren als Thema angeht. Elon Musk will und muss der Beste sein, sonst hat er ja gar keine Chance am Markt. Und die Aktionäre? Waren die aus dem Häuschen? Schwer zu sagen.

Die Verkündung der Nachricht kam ziemlich genau zeitgleich mit dem Ende des nachbörslichen Aktienhandels in New York. Die Aktie schloss nachbörslich gut einen Dollar höher bei 204,5 Dollar. Beim offiziellen Schluss lag sie noch bei 203,56 Dollar. Mal schauen ob die Nachricht heute verpufft, oder irgendwas im Kurs bewirkt. Aber die Mega-Sensation ist es wohl nicht!



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10 Kommentare

  1. Tja der Musk versteht es die sabbernden Investoren mit seinen Ankündigungen bei Laune zu halten, damit er weiter Rekordsummen in die F+E und zweifelhafte Übernahmen stecken kann..
    Noch funktionierts, aber wie lange noch…?

  2. Interessant dazu ist auch dieser Artikel von Golem:

    http://www.golem.de/news/acht-kameras-tesla-setzt-beim-autonomen-fahren-auf-rundumblick-1610-123935.html

    Speziell der Absatz über die abgeschalteten Sicherheitsfeatures und die darauf folgenden Reaktivierung des Autopiloten.

  3. »So I had the thought this morning that the market is much like an autonomous car. It stays on the road until it intelligently drives off a cliff.« (KWN)

    Zur Ironie gibt’s auch die Realität.

  4. Nebenbei, der gesundheitliche Aspekt.
    In 10 Jahren fahren womöglich die Hälfte der Autos mit derartigen Systemen.

    Stichwort Radar.
    Da wird der Mensch fortwährend von allen Seiten bestrahlt.
    Am meisten wohl Fußgänger, Radfahrer und vor allem auch schon Babys im Kinderwagen. Ob das wohl ohne Auswirkung bleibt?

    Was war das noch? Die Fluglotsen der DDR?
    Die meisten waren später krank und viele sind an Krebs verstorben, wenn sie an Radarstationen gearbeitet haben.

    1. Sicherlich ein Aspekt den es zu Bedenken und zu Beobachten gilt, jedoch dürfte an einer Radarstation eine ganz andere Strahlungsintensität herrschen.

  5. An wen wollen die diese Autos verkaufen, das muss alles wahnsinnig viel kosten?

  6. Würde gerne mal wissen was Elon Musk oder Tesla verkünden oder tun muss, damit ihr bei finanzmarktwelt. de mal nur ansatzweise etwas positives schreiben würdet? Einfach armselig!

    1. Hier werden nicht deren Produkte disqualifizierend bewertet, sondern deren betriebswirtschaftliches Agieren kritisch hinterfragt. Für alles andere müssen sie bei entsprechenden Autoportalen suchen. Es „fanboy“ [1] mag dies natürlich nicht gern vernehmen und auch (bewusst) gern verwechseln.

      [1] fan = Acronym von „fanatic“

    2. Beim genauen hinsehen ist der Mursk ein armseliger Populist. Er bringt nur ganz groß irgendwelche Vorteile, klammert aber sauber alle realistischen Gegenfragen aus.
      (Ich arbeite für Q6 Etron Audi.)
      a) Woher soll das Lithium für die Masse kommen? Es reicht kaum für die Nischenautos! Allein das Akku wiegt 800-1.000kg. Muß man auch bewegen…
      b) VW hat damals realistischerweise den 3-Liter-Lupo eingestellt – unrentabel. Mein Bruder hatte ihn gekauft – viel zu teuer – die Ersparnis beim Benzin macht den extrem hohen Einkaufspreis nicht wett.
      c) Dies Gerenne um die E-Autos verdeckt ganz, das Strom nicht nur aus der Steckdose kommt, sondern in Großteilen von A-Werken kommt. Mit Windkraft und Solardächern ist ein Elektro-Verkehr nicht zu decken! Und A-Werke strahlen Milliarden von Jahren, z.B. Jod-129: Halbwertszeit 17.000.000 Jahr. Und dann die nächste Halbwertzeit. Usw.
      http://www.bund-rvso.de/atommuell-endlager-info.html

  7. Daimler will das autonom fahrende Auto bis 2020 auf den Markt bringen. Vielleicht können Sie ja was von Tesla lernen …

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