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Dax: Bislang sehr tapfer! Und warum die Tech-Turbulenzen alles andere als eine Überraschung sind!

Die Grundfrage ist jetzt übergeordnet: wird sich die Situation der US-Tech-Werte beruhigen? Im Grunde haben die Aktienmärkte ja nicht gerade Kompetenz bewiesen, indem sie die FANG-Aktien nach oben gekauft haben nach der Machtübernahme Trumps. Denn Trump bedeutet Anti-Globalisierung – und das kann nicht gut sein für Unternehmen wie Facebook und Amazon, deren Geschäftsmodell ja auf der ungehinderten Globalisierung beruht!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax hat sich bislang sehr tapfer gehalten und gestern „sein eigenes Ding“ gemacht – wie andere europäische Indizes auch, die sich beeser entwickelten als die Wall Street. Einer der Gründe düfte die Euro-Schwäche sein, die faktisch eine Dollar-Stärke ist mit gleichzeitig starker Nachfrage nach US-Staatsanleihen – entgegen der Konsens-Erwartung sanken die Renditen für US-Staatsanleihen (die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe seit 23 Handelstagen erstmals wieder unter der Marke von 2,8% – aber die Zinskurve verflacht sich weiter, mithin erwarten die Anleihemärkte also tendentiell einen wirtschaftlichen Abschwung!).

Die Grundfrage ist jetzt übergeordnet: wird sich die Situation der US-Tech-Werte beruhigen? Im Grunde haben die Aktienmärkte ja nicht gerade Kompetenz bewiesen, indem sie die FANG-Aktien nach oben gekauft haben nach der Machtübernahme Trumps. Denn Trump bedeutet Anti-Globalisierung – und das kann nicht gut sein für Unternehmen wie Facebook und Amazon, deren Geschäftsmodell ja auf der ungehinderten Globalisierung beruht!

Und die FANG-Unternehmen haben sich ja auch schön die Rosinen heraus gepickt: man nutzt alle Vorteile der Globalisierung, übernimmt aber keinerlei Kosten für die Folgewirkung des eigenen Tuns – etwa, indem man seine Steuern in Steuerparadiesen entrichtet und nicht dort, wo man faktisch die Umsätze generiert! Das konnte auf Dauer nicht gut gehen, wenn sich das politische Klima so radikal geändert hat mit der Machtübernahme Trumps! Also machen die Aktienmärkte jetzt einen schmerzhaften Erkenntnis-Prozeß durch – die Tech-Story ist erst einmal auserzählt.

Aber gut, dass jetzt Abwechslung ansteht: nächste Woche die ersten Zahlen der US-Berichtssaison, Mitte des Monats die US-Banken, danach dann die Industrie-Flagschiffe wie Caterpillar, bevor dann Anfang Mai eben die großen US-Tech-Werte ihre Zahlen melden. Faktisch dürften wir jetzt in den ersten beiden bis drei April-Wochen noch einmal eine Schon-Frist bekommen, weil das Thema Handelskrieg kurzfristig ruht und sich der Fokus daher auf die durch die US-Steuerreform „aufgepimpten“ Zahlen der US-Unternehmen richten kann.

Aber das dicke Ende wird gleichwohl kommen, wenn es in den Mai geht: dann wird das Thema Handelskieg wieder mit aller Macht durchschlagen, die Tech-Konzerne werden angesichts des nun veränderten Bewußtseins gegenüber den Tech-Giganten ihre Prognosen für die weitere Geschäftsentwicklung masiv nach unten schrauben. Daher werden wir dann deutlich tiefere Tiefs sehen als im Februar – aber wir werden sie vermutlich eben noch nicht sofort, sondern mit Verzögerung dann ab der zweiten April-Hälfte sehen!

Auch der Dax hat daher noch einmal eine Chance – kann er sie nutzen?


(Chart durch anklicken vergrößern)

Trotz des hin und her scheint die Sache gar nicht so kompliziert: der Dax muß über die Zone bei 12000-12035 steigen, dann kann noch richtig Luft nach oben sein. Kurzfristig, wohlgemerkt!

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Marko

    29. März 2018 13:32 at 13:32

    Der Dax hat sich bislang sehr tapfer gehalten und gestern „sein eigenes Ding“ gemacht – wie andere europäische Indizes auch, die sich beeser entwickelten als die Wall Street. Einer der Gründe düfte die Euro-Schwäche sein, die faktisch eine Dollar-Stärke ist mit gleichzeitig starker Nachfrage nach US-Staatsanleihen – entgegen der Konsens-Erwartung sanken die Renditen für US-Staatsanleihen (die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe seit 23 Handelstagen erstmals wieder unter der Marke von 2,8% – aber die Zinskurve verflacht sich weiter, mithin erwarten die Anleihemärkte also tendentiell einen wirtschaftlichen Abschwung!).

    Mag sein, trotzdem darf der EUR nicht so stark sein (Zinsdifferenz USA- Europa, das hier ist ja ein Witz ?!), d.h. der Markt mißtraut dem Donald.
    Einen wirtschaftlichen Abschwung und dies weltweit, davon ist doch überhaupt nix zu sehen ?! Der USD/Yen bei sagenhaften 106 ? wie geht sie weiter, die Comedy- Show ? Jetzt wohl eher nach Norden, richtig Markus, Dividendensaison usw. Dies dürfte den Aktienmarkt stützten, eben weil die Unternehmen immer noch zu hohe Dividendenrenditen ausschütten werden im Vergleich zum Anleihemarkt.

  2. Avatar

    Wolfgang M.

    30. März 2018 17:47 at 17:47

    Donald Trump hat in seinem Berufsleben in den letzten Jahrzehnten die USA immer als Supermacht erlebt – militärisch und wirtschaftlich. Als die ehemalige Sowjetunion in den 1980-er Jahren die militärische Vormachtstellung erreichen wollte, hatte Ronald Reagan durch ein Wettrüsten im Weltall – SDI – die Kosten in Billionenhöhe geschraubt, so dass die Russen aufgaben. Seither beanspruchen die USA den Titel „Supermacht“ für sich. Doch jetzt entwickelt sich mit China ein Gegner, der diese Vormachtstellung brechen kann (wird). In meinem Kommentar vom 7. März habe ich die Entwicklung der beiden Nationen und ihr wirtschaftliches Gewicht in der Welt verglichen:
    „2007 betrug das BIP Chinas 3,57 Bio US-$ – 2017 schon 11,94 Bio, der Anteil am Welt BIP stieg von 6 auf 15%. Die USA hatten 2007 ein BIP von 14,48 Bio-$ und 2017 19,36 Bio, der Anteil am Welt BIP fiel von 25 auf 24%. Bei einem chinesischen Wirtschaftswachstum von mind. 6% kann man erahnen, wann China die USA einholen wird. Trump denkt bekanntermaßen auch an eine 8-jährige Präsidentschaft. Dazu kommt noch die schiere Macht an Konsumenten – USA: 328 Mio Bürger, China: 1,4 Mrd. Nicht zu vergessen die IT-Konzerne Tencent und Alibaba, die mit ca. 500 Mrd. $ Marktkapitalisierung die US-Weltmarktführer bedrängen. (Facebook hat in den letzten Tagen eine Topplatzierung schon mal verloren – vorerst.) Das alles nagt an der Psyche der USA und nicht nur an der von Trump.“
    Russland ist mit seinem 2 Bio $ – BIP auf Sicht vieler Jahre kein wirtschaftlicher Gegner, die EU liegt auf der Höhe der USA, stellt aber aus Sicht der Amerikaner keinen homogenen Wirtschaftsraum dar. Also ist China der Gegner, das ist Trump deutlich geworden und er spricht auch in dieser Hinsicht von America first. China, das sich weltweit Rohstoffe sichert (Afrika) und Technologie (Europa, Kuka – nur als kleines Beispiel) rückt mit teilweise nicht marktwirtschaftlichen Methoden den USA auf „den Pelz“. Die USA im Welt BIP second – vermutlich ein Alptraum Trumps. (Best President ever)
    Was schlussfolgere ich aus diesen Überlegungen?Entweder führt der nicht kalkulierbare Trumpsche Protektionismus bei den Unternehmen zu Attentismus und zu Verzögerungen bei Investitionen. Dies würde rasch zu einer Abschwächung im 10. Jahr des Zyklus führen (Rezession) und damit zu einem starken Kurseinbruch, der natürlich bei einem so niedrigen Zins und Inflationsniveau (noch) ungewöhnlich wäre. Der Welthandelsindex ist schon seit geraumer Zeit am Fallen und der Ifo-Index zwei Monate rückläufig. Man sollte also genau auf die Aprilzahlen sehen.
    Oder Trump rudert immer wieder zurück und seine (politische) Notenbank steht ihm mit Unterstützung in der Zinspolititik zur Seite. Dann könnte der Aufschwung sogar noch neue Rekordlängen erreichen. Aus meiner Sicht ist aber dann mit starker Volatilität der Märkte zu rechnen, denn eines kann D. Trump nicht: Den Mund halten, wenn ihm etwas missfällt und die chinesischen Wirtschaftsdaten werden ihm des Öfteren zum Twittern verleiten.
    Fazit:
    Ein kleiner Versuch von mir, mögliche Kausalitäten darzustellen. Die Weltwirtschaft ist jedoch extrem verschachtelt und reflexiv. Aber bei einem bin ich mir sicher: Es gibt keinen „ewigen“ Aufschwung und dieser ist schon sehr reif.
    Schöne Feiertage

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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am

Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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