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DAX daily: Wichtige Richtungsmarke voraus – Erholung oder Korrektur

Stefan Jäger

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am

Der Dax steht kurz vor einer Richtungsentscheidung – setzt sich die Erholung fort oder geht es noch weiter runter? Im gestrigen Handel hat sich die Lage im Dax nach dem kräftigen Kursrutsch zu Wochenbeginn wieder entspannt. Dementsprechend haben sich die Dax-Anleger wieder aus der Deckung gewagt und bei Aktien zugegriffen. Insbesondere wurden Aktien der Gewinner der Corona-Pandemie nachgefragt, dazu gehörte im Dax zum Beispiel der  Essenslieferant Delivery Hero (+4,5 %). Insgesamt konnte der deutsche Leitindex um 52 Punkte zulegen und ist schließlich bei 12.594 aus dem Handel gegangen. Das Tageshoch wurde bei 12.698 markiert und das Tagestief lag bei 12.592.

Für heute ist der Bereich zwischen 12.750 bis 12.770 entscheidend. Kann der Dax darüber ansteigen, dann würde sich die charttechnische Situation wieder aufhellen. Scheitert er allerdings bei dem Versuch, dann ist die Chance groß, dass der Dax das Tief bei 12.505 nochmal unterschreitet. Kurzfristig fällt in dem Bereich eine entweder oder Entscheidung.

News und fundamentale Daten

Vor wenigen Minuten wurde das GfK Konsumklima veröffentlicht. Der Index ist mit -1,6 schlechter als erwartet ausgefallen, damit befindet er sich auch Monate nach dem Corona-Crash immer noch im negativen Bereich – Prognose war -1,0, im Vormonat lag der Wert bei -1,8. Das Konsumklima gibt einen Einblick in das Vertrauen der deutschen Bürger in die konjunkturelle Entwicklung. Ein fallender Wert zeugt nicht gerade von Konsumlust.

Darüber hinaus sehen wir heute diverse Einkaufsmanagerindizes. Um 9:30 Uhr erscheinen zuerst der Einkaufsmanagerindizes Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen aus Deutschland. Danach folgen um 10:00 Uhr die Daten aus der Euro-Zone und zuletzt um 15:45 aus den USA. Zudem sehen wir um 16:00 Uhr erneut den Fed-Chef Powell der zum konjunkturellen Ausblick und der Geldpolitik der letzten Zeit Stellung nimmt. Die Stellungnahme besteht dabei aus zwei Teilen. Erstens ein vorbereitetes Statement zweitens folgen Fragen von den Ausschussmitgliedern. Während der Befragung kann es zu heftigen Ausschlägen am Markt kommen, davon ist auch der Dax betroffen. Schließlich sollten alle Öl-Interessierten um 16:30 Uhr einen Blick auf die US-Rohöllagerbestände werfen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der Dax notiert vorbörslich bereits weit im Plus. Folglich wird er mit einem Aufwärts-Gap in den Handel starten. Der deutsche Leitindex steht vor einer Reihe von Widerständen. Zuerst muss er das Nachthoch bei 12.712 überwinden. Danach folgt der Pivot Punkt R1 bei 12.733, bevor er den wichtigen Widerstandsbereich zwischen 12.750 und 12.770 erreicht. Dieser Bereich ist entscheidend für den kurzfristigen Verlauf im Dax. Ein Anstieg darüber würde die Situation deutlich aufhellen, wohingegen ein Scheitern zur Fortsetzung der Korrektur führt. Durchbricht er den Widerstand, dann ergeben sich Ziele bis 12.904.

Dafür muss er aber noch weitere Hürden nehmen, zum Beispiel bei 12.789 (PP R2). Darüber folgt ein weiterer Widerstandsbereich beginnend bei 12.835 (50% RT) bis zur 12.864 (261,8 % Ext.). Zuletzt folgt noch die 12.872 (PP R3), bevor er die 12.904 erreicht. An dieser Stelle befindet sich auch das 61,8 % Retracement (12.912) der Abwärtsbewegung vom Wochenbeginn, also ein weiterer Entscheidungspunkt. Ein Anstieg darüber würde den Dax wieder zur 13.000er Marke führen.

Korrektur Szenario

Scheitert der Dax zum Beispiel an dem Widerstandsbereich bei 12.750 – 12.770, dann könnte er die Abwärtsbewegung wieder aufnehmen. Eine erste Unterstützung liegt bei 12.690, darunter befindet sich der heutige Pivot Punkt bei 12.647. Dort könnte der Dax erstmal wieder Halt finden. Fällt er jedoch darunter, dann geht es in Richtung Gap-Close bei 12.594, dort liegt auch das gestrige Tagestief bei 12.592. Die nächste Unterstützung folgt erst am Punkt 2 aus der Bodenbildung (M15-Chart) bei 12.540. Danach geht es zum Tagestief vom Montag bei 12.505. Ein Bruch der Unterstützung würde den Dax zur 12.434 bringen. Darunter folgt dann noch die 138,2 % Extension vom September Hoch (13.460) bei 12.340.

DAX daily: Tagesausblick 23.09. - M30-Chart - Richtungsentscheidung

Dax Unterstützungen (US):

12.690 – M15-Chart

12.647 – Pivot Punkt

12.594 – Gap 22.09.

12.592 – Tagestief 22.09.

12.540 – Punkt 2 Bodenbildung (M15-Chart)

12.505 – Tagestief 21.09.

12.434 – Tageschart

12.340 – 138,2 % Extension (Hoch 13.460)

Dax Widerstände (WS):

12.712 – Nachthoch

12.733 – Pivot Punkt R1

12.750 – neuralgischer Punkt

12.757 – 38,2 % Retracement

12.789 – Pivot Punkt R2

12.835 – 50 % Retracement

12.864 – 261,8 % Extension (Tief 12.505)

12.872 – Pivot Punkt R3

12.900 – Stundenchart

12.912 – 61,8 % Retracement

13.000 – psychologische Marke

13.025 – 423,6 % Extension

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärtke: Der Schwachsinn mit dem Stimulus! Marktgeflüster (Video)

Warum das Warten auf den nächsten Stimulus so erbärmlich ist – und Aktienmärkte und US-Wirtschaft sich von Überbrückungs-Droge zu Überbrückungs-Droge hangeln

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte warten nach wie vor auf eine Entscheidung in Sachen Stimulus – die bekanntlich laut Nancy Pelosi heute fallen soll. Übergeordnet aber spielt dieser Stimulus faktisch gar keine Rolle, sondern ist nur ein Beleg dafür, dass die US-Wirtschaft ohne Helikoptergeld überhaupt nicht mehr funktionieren kann. Faktisch bringen auch die Interventionen der Notenbanken mit Anleihekäufen oder Zinssenkungen nur noch kurze Scheinblüten, ohne die übergeordneten Trends zu verändern. Aber die Aktienmärkte gieren nach eben diesem Stimulus, weil sie ohne diese permanenten Interventionen kaum überlebensfähig wären. Heute ein unentschlossener Handel nach dem gestrigen Abverkauf – ohne konkrete neue Drogen ist die Laune der Märkte eher bescheiden..

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Rüdiger Born: Auch wenn Sie es nicht mehr hören können…

Rüdiger Born

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Die US-Indizes tendieren leicht gen Süden. Nun wird es spannend. Gibt es eine Einigung auf einen Billionen-Stimulus in den USA oder nicht? Ob die Indizes in Kürze kräftig steigen oder doch fallen, das können wir als Trader vorher nicht wissen. Daher spreche ich im folgenden Video ein wichtiges Thema an, auch wenn Sie es nicht mehr hören können!

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Dax: Extremer Optimismus ohne entsprechende Kaufbereitschaft mahnt zur Vorsicht

Stephan Heibel

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Vor ca. 10 Tagen schrieb ich „Nachhaltig steigende Kurse sind auf dieser Basis schwer erzielbar.. wahrscheinlicher ist es, dass bald Gewinnmitnahmen einsetzen“: Am Mittwoch letzter Woche brach der DAX zwischenzeitlich um 3% ein. Es war ein sehr kurzes, vielleicht aber dennoch reinigendes Gewitter. Schauen wir uns an, wie sich dieser kurze Ausflug in den Börsenkeller auf die Stimmung ausgewirkt hat.

Dax: Die Stimmung der Investoren

Unser Aktiensentiment ist auf -3,0 eingebrochen (zuvor +1,9). Ab Werten von -4 spreche ich von Extremwerten, die im Sinne der Sentiment-Theorie einen Aktienkauf nahelegen. Denn insbesondere bei extrem negativen Stimmungswerten, die in Richtung Panik gehen, hat sich in der Vergangenheit häufig ein Boden am Aktienmarkt gebildet. Reicht ein Wert von -3 derzeit bereits für einen tragfähigen Boden aus?

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Mit den fallenden Kursen ist Verunsicherung einher gegangen (-3,9). Obwohl dieser Rücksetzer aus unserer Sentimentsicht überfällig war, habe ich in der Finanzpresse vielfach gelesen, dass man das nicht hätte erahnen können. Viele waren also überrascht.

So sind die beiden folgenden Sentiment-Daten nur konsequent: Die Erwartungshaltung der Anleger ist auf +3,4 angestiegen (Vorwoche +1,7). Damit kratzen wir schon an einer extrem bullischen Stimmung, zuletzt war die Stimmung Mitte März, also im Corona-Crash, so stark optimistisch. Seit Juni bewegen wir uns jedoch seitwärts. Wenn in der Vergangenheit im Rahmen einer Seitwärtsbewegung Optimismus aufkam, so stand eine neue Richtung unmittelbar bevor – leider gibt es keine klare Tendenz, ob diese nun gen Norden, oder gen Süden ausfallen wird.

Halten wir also fest: Es wird spannend.

Die Investitionsbereitschaft notiert mit einem Wert von 2,8 zwar deutlich im positiven Bereich, das kennen wir aber auch noch besser. Insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Optimismus wäre eine noch höhere Investitionsbereitschaft wünschenswert, um auf künftig steigende Kurse beim Dax zu hoffen. Hmm, ich werde also die Entwicklung der Investitionsbereitschaft in den kommenden Wochen besonders genau beobachten.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert bei 2,0 und zeigt somit an, dass überwiegend auf steigende Kurse beim Dax spekuliert wird. Das passt zum großen Optimismus, den wir in unserer Umfrage messen.

Institutionelle Anleger, die gerne über die Eurex spekulieren, haben diese Woche jedoch überwiegend Puts gekauft. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 1,8 gestiegen. Damit setzen die Profis auf einen weiteren Rückschlag am Aktienmarkt. Gleichzeitig sichern sie den Aktienmarkt gegen zu große Einbrüche ab.

In den USA ist das Put/Call-Verhältnis seit vielen Wochen notorisch niedrig, so auch diese Woche. Dies ist ein Zeichen für exzessiven Optimismus unter Spekulanten.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote auf 103% gehoben. Nachdem im Vorfeld des Quartalswechsels zum 1. Oktober hohe Cashbestände aufgebaut wurden, um etwaige Kundengeldauszahlungen leisten zu können, wurde die Investitionsquote nun in Rekordgeschwindigkeit wieder auf das hohd Niveau von Ende August zurückgeführt.

Zur Erklärung: Hedgefonds ermöglichen es ihren Kunden in der Regel nur einmalig im Jahr, Geld ein- oder auszuzahlen. Wer seine Millionen in einen Hedgefonds geben, oder sich Geld auszahlen lassen möchte, der muss bis zum 1. Oktober warten. Bis dahin kann man seine Wünsche anmelden, danach muss man wieder ein Jahr warten. Im Vorfeld dieses Stichtages generieren Hedgefonds also Cash, um die gewünschten Auszahlungen dann auch tätigen zu können. Nun wird das Geld, das gegebenenfalls nur den Hedgefonds gewechselt hat, wieder angelegt.

US-Privatanleger lassen ihre Skepsis langsam fallen, das Bulle/Bär-Verhältnis ist auf nur noch -1 angestiegen (Ende September noch -20).

Der technische Angst und Gier Indikator (Fear & Greed Index) des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 59% eine verhältnismäßig neutrale Verfassung an.

Interpretation

Ich habe das Gefühl, wir brauchen noch mehr Investitionsbereitschaft, um aus der seit Anfang Juni bestehenden Seitwärtsbewegung nach oben auszubrechen. Die Sentiment-Theorie ist eine Theorie der Gefühle. Zwar versuche ich, die Gefühle in harte Zahlen zu pressen, doch die Interpretation mit rein mathematischen oder statistischen Methoden ist nicht immer zielführend. Daher nehme ich mir heraus, hin und wieder auch meinen eigenen Eindruck mit einfließen zu lassen.

Zwar hat der Rückschlag dieser Woche viele Anleger überrascht und sogar ein wenig geschockt. Aber Panik, wie sie für das Ende einer länger anhaltenden Marktphase erforderlich ist, habe ich noch nicht gesehen. Somit könnte der Rücksetzer dieser Woche ausreichen, um für ein oder vielleicht sogar zwei freundliche Börsenwochen zu sorgen. Doch für einen Lauf in Richtung neuer Allzeithochs im DAX dürfte mindestens ein weiterer Rücksetzer erforderlich sein.

Was jedoch nicht heißen muss, dass wir den DAX nochmals tiefer sehen werden. Daher ist es immer ratsam, an Tagen mit heftigen Kursverlusten den einen oder anderen Liebling einzusammeln. Wir haben keinen Ausverkauf gesehen, der uns ermutigen sollte, unsere restlichen Barbestände in Aktien zu stecken. Vielmehr ist es weiterhin sinnvoll, ein wenig Cash in der Hinterhand zu behalten, um auch beim nächsten Rücksetzer kraftvoll zubeißen…, ähem, zugreifen zu können. Aber einen Teil Ihrer Barreserve können Sie auf dem aktuellen Niveau schonmal einsetzen.

Insbesondere in den USA ist der Optimismus noch immer sehr groß. Fondsmanager und Spekulanten an der CBOE sind weiterhin extrem bullisch positioniert, lediglich Privatanleger werden vorsichtiger. Auch in den USA gibt es also noch keine gute Basis für eine Fortsetzung der Rallye, da fehlt weiterhin eine zwischenzeitliche Marktbereinigung.

Somit gehe ich davon aus, dass wir weitere Kaufgelegenheiten präsentiert bekommen. Es lohnt sich, heute schon die Aktienlieblinge zu markieren, damit Sie im Falle eines Rücksetzers schnell zu einer Entscheidung kommen.

Wie ist die Stimmung derzeit gegenüber dem Dax?

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