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Dax noch im Sonntagsschlaf? Wen interessieren schon aktuelle Daten?

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Geht man nach den Indikationen, wird der Dax gleich 7 Punkte höher eröffnen als er noch kurz vor 8 Uhr taxiert wurde. Zwar liegt er gut 50 Punkte niedriger als Freitag Abend um 22 Uhr. Aber hey, schauen wir uns mal den folgenden Chart an, der bis Freitag früh zurückreicht. Ein wirklicher Rückgang sieht anders aus. Aber warum sollte er fallen? Nun, am Freitag gab es „mal eben“ die Maschinenbauer vom VDMA, die ganz nebenbei vermelden, dass ihre Bestellungen im August im Jahresvergleich um 17% gefallen sind.

Dax noch im Sonntagsschlaf?

Und er Dax? Er machte am Freitag sogar einen netten Gewinn. Und heute? Um 8 Uhr vermelden die staatlichen Statistiker für die Industrie für August Auftragseingänge, die um 6,7% einbrechen. Eine Katastrophe. Und der Dax? Er reagiert gar nicht. Schon merkwürdig. Ist man noch im Sonntagsschlaf? Kommt die Reaktion erst noch nach 9 Uhr im Kassa-Handel? Oder ist man, da ja die Börse immer die Zukunft darstellt, schon ein Jahr weiter und hat die Konjunkturkrise gedanklich schon hinter sich gelassen? Oder haben die US-Daten vom Freitag immer noch die Sinne vernebelt? Aber wir wollen hier ja niemandem vorschreiben, wohin die Kurse gehen sollen. Halten Sie sich bitte nicht blind an unsere Worte. Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!

Dax seit Freitag

Und sonst? Aus Asien gibt es heute früh keine Impulse für Europa. Märkte wie Öl oder der Dow 30 zeigen übers Wochenende auch keine großen Veränderungen. Aktuell scheint es ein müder Wochenstart zu werden, wenn die Märkte die deutschen Daten einfach ignorieren. Es ist gut möglich, dass man sich heute mal wieder dem Handelskrieg widmet, da die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen China und den USA ansteht. Gibt es von Donald Trump diese Woche ein paar nette Tweets? Die Wahrscheinlichkeit einer 25 Basispunkte-Zinssenkung in den USA für den 30. Oktober ist übrigens bis heute früh ein wenig gesunken auf 80%.

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Finanznews

Aktienmärkte: Perfekter Sturm? Marktgeflüster (Video)

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Braut sich da für die Aktienmärkte der perfekte Sturm zusammen – mit einem Potential, wie wir es zuletzt im Januar 2018 und im Dezember 2018 gesehen haben? Manches spricht dafür: die extreme Positionierung der Investoren vor allem im US-Tech-Sektor, die mangeldenen Absicherungen (Put-Optionen), der Glaube, dass nichts schief gehen könne, weil die Fed ja als Retter jederzeit bereit stehe etc. etc. Aber nun scheint das Coronavirus vor allem in Südkorea und Japan um sich zu greifen, die WHO zeigt sich zunehmend nervös. Und die Wall Street realisiert, dass auch die amerikanischen Aktienmärkte und die US-Wirtschaft nicht immun sind gegen Schocks (heute der Einbruch beim US-Einkaufsmanagerindex vor allem im Dienstleistungsbereich)..

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Aktien

Kommt eine 10% Korrektur bei Aktien? China pumpt Geld, Gold steigt, und zwei Aktienideen

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China pumpt Milliarden ins Finanzsystem und senkt seinen Leitzins. Das soll helfen gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Manuel Koch bespricht das Börsengeschehen dieser Woche im folgenden Video. Goldman Sachs sieht die Möglichkeit, dass die Aktienmärkte um 10% einbrechen könnten. Gold hat laut Empfehlungen der trading-house Börsenakademie, die im Video besprochen werden, die Möglichkeit auf 1.700 Dollar zu steigen. Die Aktie von Airbus sei eine Short-Idee. Für beide Empfehlungen gibt es im Video konkrete Einstiegsmarken.

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Indizes

Die EZB hat eine Meinung zur aktuellen Hausse am Aktienmarkt

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Die Zentrale der EZB in Frankfurt

Wie viele Kommentatoren gibt es dieser Tage, die kund tun, dass die aktuelle Hausse am Aktienmarkt eine Manie ist, eine reine Gier, ein Trieb der Angst, weil man keine Gewinne verpassen will, usw. Dazu noch billiges Geld von den Notenbanken, die Aktien fast alternativlos machen. Also, alles stumpf rein in den Aktienmarkt? Das Lustige oder auch Traurige ist: Einer der Hauptverursacher dieser Situation meldet sich zu Wort, und sieht das kritisch, was er geschaffen hat. Es ist die EZB.

Es ist eine knochentrockene Aufgabe sich durch den vier Wochen verzögert veröffentlichten Sitzungstext der EZB zu kämpfen. Aber mit einem Tag Verzögerung haben wir uns das angetan. Gestern wurde nämlich der Sitzungstext des EZB-Rats aus Januar veröffentlicht. Und siehe da, man hat auch eine Meinung zum Aktienmarkt. Eigentlich äußert sich die Europäische Zentralbank nicht zu konkreten Entwicklungen am Aktienmarkt. Denn man ist ja ein „neutraler“ Player, und hat nur die Preisstabilität im Blickpunkt? Aber sie äußert sich im aktuellsten Sitzungsprotokoll wie folgt (ins Deutsche übersetzt):

Es sei angemerkt worden (man merkt schon, Protokollanten-Slang), dass der Anstieg des Aktienmarktes nicht mit einer Verbesserung der Gewinnerwartungen (der Unternehmen) in Zusammenhang zu stehen scheint. Wie es auch in den Vereinigten Staaten der Fall zu sein scheint, deute dies auf eine mögliche Abkoppelung zwischen den lebhaften Finanzmärkten und den weiterhin gedämpften Aussichten für die Realwirtschaft hin. Es wurde auf die Aktienmärkte verwiesen, wo der anhaltende Anstieg der Bewertungen nur schwer mit den schwächeren Gewinnaussichten auf beiden Seiten des Atlantiks, den gedämpften Gewinnmargen und der allgegenwärtigen Unsicherheit zu vereinbaren war. Es wurde auch angemerkt, dass höhere Immobilienpreise zu einer Fragilität des Finanzsystems führen könnten, die durch die makroprudenzielle Politik nicht ausreichend berücksichtigt werden könnte.

Dazu kann man nur sagen: Die Diagnose mag zwar richtig sein. Aber dass der Verursacher sich besorgt zeigt über die Folgen seines eigenen Handelns, ist schon bemerkenswert!

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