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Dax: Widerstand, Kampf um die 200-Tage-Linie, Todeskreuz

FMW-Redaktion

Die gestrige Handelsspanne beim Dax war durchaus überschaubar, um es einmal vorsichtig zu formulieren. Der Index hat gestern einen ersten Anlauf auf das Doppel-Top bei 12650 Punkten aus dem Februar unternommen, um dann wieder leicht abzudrehen und dann um die 12600er-Marke zu pendeln:


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Jetzt kommt es also darauf an, ob der zweite Anlauf den 12650er-Widerstand zu überwinden gelingen kann. Wenn ja, wartet der nächste Widerstand bei 12745 Punkten – aber da wartet noch ein nicht unerhebliches Hindernis: die 200-Tage-Linie, die derzeit knapp über der 12650er-Marke verläuft:


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Und diese 200-Tage-Linie hat eine nach unserer Einschätzung gar nicht zu unterschätzende Bedeutung: im gesamten Jahr 2017 konnte diese Linie verteidigt werden, bis der Dax dann im Zuge des Abverkaufs Anfang Februar 2018 unter diese Marke fiel, die für professionelle Investoren extrem wichtig ist.

Im März bildete der Dax dann schließlich ein Todeskreuz aus: die 50-Tage-Linie schnitt die 200-Tage-Linie von oben kommend und signalisierte damit, dass der übergeordnete Aufwärtstrend aus dem Jahr 2017 wirklich „kaputt“ ist. Seit dem März ist dieses Signal trotz des Anstiegs von 11700 Punkte auf jetzt 12600 Punkte nicht negiert worden, mithin hat es also die 50-Tage-Linie (bei weitem) nicht geschafft, die 200-Tage-Linie wieder zu überwinden!


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Das bedeutet faktisch: ein Überwinden der 200-Tage-Linie wäre ein erstes gutes Anzeichen dafür, dass eine Reparatur gelingen könnte bei der charttechnischen Situation des Dax, dass also die Scherben wieder gekittet werden können gewissermaßen. Daher sehen wir eben nun in diesem Bereich 12650 eine entscheidende Wegmarke für den Dax, geradezu eine Weichenstellung!

Übergeordnet ist heute eigentlich gar nicht viel los: wenig von der Konjunktur-Seite, zwar weitere Zahlen aus der US-Berichtssaison, aber die ganz großen Dickfische sind heute nicht dabei. Man könnte also meinen, dass das Muster der letzten Tage jetzt so weiter geht, also eher dünnes Volumen, aber freundliche Grundtendenz. Vielleicht kommt es so. Aber morgen ist kleiner Verfall, und es war die letzten Male stets so, dass es nach Verfalls-Terminen Streß-Symptome gab. Mithin ist also die Chance, dass spätestens in der nächsten Woche ein deutlicher Impuls-Schub kommt, sehr hoch.

Saisonal wird es ab dem letzen April-Drittel in Jahren mit US-Zwischenwahlen – wie wiederholen uns da, halten das aber eben für zentral – sehr schwierig. Richtig schwierig…



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2 Kommentare

  1. Mir ist noch kein Handelssystem begegnet, das nur mit Hilfe der gleitenden Durchschnitte profitabel ist. Eigene Backtests haben ergeben, dass Profitabilität von Short-Trades signifikant steigt, sobald die 100-Tage-Linie die 200-Tage-Linie von oben nach unten geschnitten hat. Vielleicht hat sich das inzwischen geändert.

  2. Nun, zumindest im Forextrading funktioniert das recht ordentlich. Auf einer Zeiteinheit von 4H und D1 lassen sich Trends mit Hilfe von EMA´s gut handeln. Ist zwar nichts anderes als reine Markttechnik, jedoch sind die Einstiegsbereiche ganz brauchbar zu erkennen und das aufbauen von Positionen klappt sehr schön.

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