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Aufwärtsbewegung beendet? Dax-Wochenanalyse: Die große Gefahr einer Trendumkehr

Dax-Wochenanalyse: Die große Gefahr einer Trendumkehr

Im Dax könnte sich eine große Trendumkehr anbahnen, nachdem der Index seit Ende September um rund 3.800 Punkte angestiegen war. Angesichts der Überkauftheit bei einigen Indikatoren ist eine Korrektur überfällig und wäre wenig überraschend. Die Bullen hatten lange Zeit das Ruder fest in der Hand – doch in der vergangenen Woche hat der Deutsche Aktienindex charttechnische Warnsignale gesendet, die auf ein Ende der Rally hindeuten.

Die Rückschlaggefahr hat nach dem Anstieg von 12,46 % in der Spitze seit Jahresbeginn erheblich zugenommen. Dax-Anleger sollten zunächst Vorsicht walten lassen und sich auf eine Fortsetzung der Korrekturbewegung einstellen. Der Dax hat auf der Oberseite ein Niveau erreicht, an dem eine Topbildung sehr wahrscheinlich ist. In den täglichen Dax-Ausblicken habe ich mehrfach daraufhin hingewiesen, dass die Luft in der Zone zwischen 15.455 und 15.614 Punkten dünn wird. Hier liegen neben wichtigen Fibonacci-Extensionen sowie einer markanten horizontalen Widerstandszone ebenfalls Ziele aus übergeordneten Chartformationen. Die charttechnischen Formationen stellt Markus Schweitz von Projekt 30 im beigefügten Video vor. Nachdem der Dax mehrere charttechnische Zielmarken auf der Oberseite abgearbeitet hat, stehen die Zeichen zunächst auf Korrektur.

Dax: Umkehrformation im Tages- und Wochenchart

Mit dem dynamischen Rücksetzer zum Ende der Handelswoche ist eine Fortsetzung der Rally vorerst vom Tisch. Stattdessen mahnen eine bearishe Tages- und Wochenkerze zur Vorsicht. Ein erstes signifikantes Warnsignal für einen Rücksetzer gab es bereits am Donnerstag, als sich im Tageschart eine Shooting-Star-Kerzenformation ausgebildet hatte. Das gleiche Chartmuster sehen wir ebenfalls im Wochenchart. Die bearishe Kerze erscheint tendenziell am Ende eines Aufwärtstrends und stellt demzufolge ein Umkehrsignal dar.

Die Umkehrkerze wurde letztlich am Freitag bestätigt, nachdem der Handel mit einem Gap-Down gestartet war. Damit hat die bearishe Umkehrformation gezündet. Ob es noch tiefer geht, hängt jedoch davon ab, wie sich der Kurs an der markanten Unterstützungszone zwischen 15.270 und 15.245 Punkten verhält. An der Marke von 15.270 Punkten war der Dax zuletzt nach oben ausgebrochen und hat diese anschließend mehrfach verteidigt. Die Marke von 15.245 Punkten ist das 76,4 % Retracement der Bewegung vom Allzeithoch bis zum Jahrestief 2022. Diese Marke testete der Dax am Freitag fast punktgenau und prallte danach erst einmal nach oben ab.

Dax-Umkehr: Ende der Rally bei 15.658 Punkten - Beginn der Korrektur

Dax-Chart von TradingView

Charttechnische Wochenanalyse

Händler sollten in der kommenden Woche jedenfalls die markante Unterstützungszone im Blick behalten. An dem richtungsweisenden Level dürften zahlreiche Stopps liegen. Zwingen die Bären den Dax dazu, den Bereich nach unten zu durchbrechen, dann könnten sich unter einem zunehmenden Abwärtsdruck schnelle Verluste bis 15.000 Zählern und tiefer einstellen. Im übergeordneten Bild spielt die MOB-Marke bei 14.816 Punkten eine entscheidende Rolle. Sollte diese in den kommenden Wochen brechen, dürfte es zu einer ausgedehnten Korrektur kommen.

Im beigefügten Video analysiert Marius Schweitz von Projekt 30 den Dax auf verschieden Zeitebenen vom Monatschart bis runter in den 5-Minuten-Chart. Dabei stellt er interessante Chartformationen sowie markante Widerstände und Unterstützungen vor, auf die es in den kommenden Tagen und Wochen zu achten gilt. Zudem nimmt er die US-Indizes S&P 500, Dow Jones und Nasdaq unter die Lupe, wo ebenfalls eine charttechnische Entscheidung ansteht.



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