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Den Laden gegen die Wand gefahren: 186 Millionen Dollar Versager-Prämie zum Abschied für „die Schöne“ aus dem Silicon Valley

So was kennt man in „kleinerem Umfang“ auch aus Deutschland. HSH Nordbank-Chef Nonnenmacher fuhr den Laden kräftig gegen die Wand, und bekam als Belohnung einen Versager-Bonus von 4 Millionen Euro. In den USA sind die Dimensionen…

Redaktion

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FMW-Redaktion

So was kennt man in „kleinerem Umfang“ auch aus Deutschland. HSH Nordbank-Chef Nonnenmacher fuhr den Laden kräftig gegen die Wand, und bekam als Belohnung einen Versager-Bonus von 4 Millionen Euro. In den USA sind die Dimensionen bekanntermaßen immer etwas größer. Die attraktive, so frisch und innovativ wirkende Marissa Mayer sollte eigentlich Yahoo, den einstigen Internet-Giganten, der das Google der 90er-Jahre war, wieder nach vorne bringen. Fünf Jahre hatte sie Zeit. Resultat: Null.


Marissa Mayer. Foto: Magnus Höij/Wikipedia (CC BY 2.0)

Was kam am Ende raus? Yahoo ging immer mehr den Bach runter. Kein Befreiungsschlag, keine Aufbruchstimmung, keine Innovationen. Nur ein schönes Lächeln, um es mal kurz zusammenzufassen. Auch wenn unser Draufhauen auf die arme Frau nach neidvoller Sozialkritik aussieht, so geht es hier doch verdammt noch mal (!) um das knallharte Leistungsprinzip, was doch eigentlich in den USA strikt gelten sollte.

Bringst Du Leistung, kriegst Du was. Super Leistung, kriegst Du richtig viel. Keine Leistung, kein Geld. So klar und einfach ist das eigentlich. Yahoo verkauft sein Kerngeschäft bekanntermaßen an den Telekomriesen Verizon. Damit hört Yahoo als Firma de facto auf zu existieren. Man kann es einfacher ausgedrückt als Resteverwertung oder Selbstauflösung ansehen, und das nur für eine kleine Summe. Dafür bräuchte man eigentlich nur ein paar Wirtschaftsanwälte, die so eine Transaktion abwickeln.

Marissa Mayer hat zwar das Kerngeschäft von Yahoo quasi dem Tode geweiht und nun an Verizon „verhökert“, um es mal übertrieben zu formulieren. Aber aufgrund extrem lukrativer Beteiligungen von Yahoo in Asien stieg der Yahoo-Aktienkurs seit ihrem Amtsantritt um gut 200%. Daher wird ihr jetzt beim Verkauf des Kerngeschäfts an Verzion über Aktien und Aktienoptionen die Güte zu teil nach gegenwärtigem Aktienkurs 186 Millionen Dollar zu kassieren, wie aus einer Meldung an die US-Börsenaufsicht hervorgeht.

Die eigentliche Abfindung für ihr bevorstehendes Ausscheiden liegt bei 23 Millionen Dollar, womit sie also auf über 200 Millionen Dollar kommen wird. Am 8. Juni werden die Yahoo-Aktionäre den Verkauf an Verizon durchwinken. Eigentlich hätte der Kaufpreis 4,5 Milliarden Dollar betragen sollen, aber durch riesige Hacker-Angriffe auf Yahoo-Userkonten, die den Firmenwert schädigten, sinkt der Kaufpreis wohl um 350 Millionen Dollar.

Aber Marissa Mayer hatte sich wohl richtig gut abgesichert. Man sieht, wie schwierig es ist „Erfolg“ zu messen und dann auch angemessen zu entlohnen. Viele Yahoo-Mitarbeiter, die wohl im Zuge des Verkaufs ihre Jobs verlieren werden (davon gehen wir mal aus), werden nicht so überzeugt sein von einem tollen Arbeitsnachweis der Frau Mayer. Yahoo gibt´s nicht mehr, die Reste firmieren weiter als Unterabteilungen von Verizon. Die Portal-Webseiten laufen natürlich weiter unter den Yahoo-Namen, denn die bringen ja noch ein wenig laufende Erträge ein.

Und Frau Mayer? Vielleicht sieht man sie bald wieder als Politik-Beraterin eines Think Tanks in Washington DC? Da werden immer gute Leute gesucht.

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

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Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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