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Devisen

Was der Euro und der schnöde Sand gemeinsam haben

Claudio Kummerfeld

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Von Michael Leist

Zurzeit gibt es Geld wie Sand am Meer. Nur komisch, dass der Stand, an dem es eigentlich liegen sollte, immer kleiner wird. Wie kommt es, dass ein Ding, mit dem so inflationär umgegangen wird, ein so begehrtes Gut geworden ist, dass es schon die Mafia von unseren Urlaubsküsten einfährt, um daraus Betongold zu machen? Hier zeigt sich, dass der alleinige inflationäre Gebrauch von Sand oder auch Geld nicht zwangsläufig zu einer Wertminderung führen muss. Denn anscheinend wird der Sand ja an den Stränden vermisst und die Kreditnachfrage wird trotz Niedrig- und Strafzinspolitik der EZB nicht befriedigt. Weil also das Geld in Immobilien und zur Deckung von Ausfallsrisiken verbaut wird, kommt es nicht da an, wo es eigentlich hin soll, nämlich in Umlauf. Das sieht anscheinend die EZB genauso, denn am letzten Sonntag (27.07.2014) kam die überraschende Meldung, dass in Ländern wie Deutschland doch bitte höhere Löhne gezahlt werden sollen. Die Unternehmen, die sich vom Kapitalmarkt ein schön dickes Liquiditätskissen, zum Teil durch Ausgabe eigener Aktien geschaffen haben, sollen dieses nun an Ihre Mitarbeiter weitergeben?! Und von der CDU hört man bezüglich Ihrer so hoch geschätzten Tarifautonomie hierzu – nichts als das Rauschen des Meeres, dass mit jeder neuen Krisenwelle noch mehr Geld … ähm… Sand fortzuspülen bereit ist.

Es ist ein sonderliches Bild, die EZB Hand in Hand mit den deutschen Gewerkschaften zu sehen, aber es zeigt wie brenzlig die Lage zu sein scheint. Die Inflation im Euroraum will einfach nicht anziehen. Vermutlich weil die alternde Gesellschaft in den Nordstaaten einen immer geringeren Konsumbedarf aufweist und die Jugendlichen in den Südstaaten nicht kaufkräftig oder kreditwürdig genug sind. Hinzu kommt, dass die wichtigsten Exportnationen ihre Währungen durch Quantitative Easing (QE) gegenüber dem Euro abwerten konnten, was wiederum die europäische Exportwirtschaft lähmt und nachfolgend zu einem Investitionsstau führt. Ein Aufkaufen von Anleihen durch die EZB würde jedoch den Reformdruck von den Südstaaten nehmen und die Eurozone weiter auseinander driften lassen. Außerdem ist der europäische Anleihemarkt nicht vom Rest der Welt entkoppelt. So könnte paradoxerweise ein europäisches QE dem Euro weiteren Auftrieb geben, da ausländische Trittbrettfahrer versucht währen ihren leichteren Dollar oder Yen rentabel anzulegen.

Aber solange der DAX und die Immobilienmärkte nur den Weg gen Norden kennen, scheint hierzulande alles in Ordnung zu sein. Man wundert sich zwar über die plötzlich so zahlreich auftretenden bewaffneten Konflikte in der Welt, aber die sind ja vermeintlich weit weg; und was hat das bitte schön mit unserem europäischen Markt und mit unserem Geld zu tun?

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    Ole

    30. Juli 2014 19:09 at 19:09

    Uncle Sam hat in Afganistan und Irak – allein in jüngster Zeit – 3 verlorene Kriege auf der Uhr. Versager bei „verdeckten Opreationen“,gesheiterten Umstürzen in Lybien, Syrien ect. ect.- nicht mit gerechnet. Obama hat die schlechtesten Umfragewerte aller Zeiten. Sein soziales Prestigeobjekt: Obanacare = gescheitert. Die Amerikaner waren noch nie so arm und unfrei wie heute. Millionen US-Bürger beziehen Essenmarken, sind gar nicht in der Arbeitslosenstatistik erfasst, versichert ect. Tägliche Bespitzelung von der die Stasi geträumt hätte und mögliche Willkür dank Partiot-Akt. Mit neuen Militäreinsätzen kann Obama bei seinen Kriegsmüden Landsleuten im Moment nicht punkten. ANGST ist das letzte Mittel vor dem kompletten Reset des Systems.
    Die s. g. Schwellenländer haben die Nase voll und gerade Ihr Pendant zu US-dominiertem IWF und Weltbank gegründet. Massiver, weltweiter Imageverlust durch Stümperei und Größenwahn der Nachrichtendienste, die nur noch vom deutschen BND an Schlafmützigkeit übertroffen wird.
    Die USA haben es immer schwerer ihren weltpolitischen und wirtschaftlichen Führungsanspruch durchzusetzen. Krieg und aggressive Außenpolitik sind Ausdruck der Hilflosigkeit. Wallstreet wird parallel von Hoch zu Hoch manipuliert. Schöne – heile Börsenwelt. Auch in Euroland als treuestem „Partner“ der USA in der NATO wird mit allen Mitteln versucht die politische Fehlentscheidung zur „Gemeinschaftswährung“ doch noch in einen Erfolg zu verwandeln. Ab 1,32 wird der Euro zum USD – spätestens wieder Boden machen und steigen.
    Grüße & god Trades

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Devisen

Schweizer Franken: Die verpuffte 90 Milliarden-Intervention der Schweizerischen Nationalbank

Claudio Kummerfeld

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am

Mehrere Schweizer Franken-Geldscheine

Der Schweizer Franken soll gefälligst abwerten, so die Hoffnung und das Drängen, welches die Schweizerische Nationalbank (SNB) seit Jahren von sich gibt. Denn je höher der Franken notiert, desto teurer werden Schweizer Produkte im Ausland, und desto teurer wird die Schweiz für ausländische Touristen. Deswegen interveniert die SNB seit Jahren am Devisenmarkt. Es werden vereinfacht ausgedrückt Schweizer Franken gedruckt, und dann gegen Euro und US-Dollar verkauft. Damit sollen diese Währungen steigen und der Franken fallen.

Gigantische Summen werden aufgewendet für die Franken-Schwächung

Aber seit Jahren scheitert die Schweizerische Nationalbank mit ihrer Politik. Denn der Schweizer Franken wertete weiter auf, anstatt wie gewünscht zu fallen. Alleine von Anfang 2018 bis Ende 2019 verlor der Euro gegen den Franken von 1,1750 auf 1,0850. Eine deutliche Aufwertung im Schweizer Franken fand also statt. Und dann, im Corona-Jahr 2020? Der Drang in den „Sicheren Hafen“ wie Gold oder Franken zu fliehen, ist latent vorhanden. Wie man heute aus frisch veröffentlichten Bilanzdaten der Schweizerischen Nationalbank ersehen kann, hat sie in den ersten sechs Monaten des Jahres 90 Milliarden Franken für Deviseninterventionen ausgegeben, um den Franken zu schwächen!

Schweizer Franken tut nicht was die SNB will

Mit wenig Erfolg, um es freundlich auszudrücken. Der folgende Chart zeigt seit Oktober 2019, wie Euro gegen Schweizer Franken (Linie in rot-grün) von 1,0850 auf 1,0640 noch weiter verloren hat. Also hat der Franken weiter aufgewertet, obwohl die Schweizerische Nationalbank 90 Milliarden Franken einsetzte, um eine Abwertung zu bewirken! Im Chart zeigen wir als blaue Linie parallel die Entwicklung von Euro gegen US-Dollar. Dass der Euro gegen den Franken seit  Sommer wieder ansteigt (Franken-Abwertung), wird wohl kaum am schwächeren Franken oder an SNB-Interventionen liegen, sondern eher an der eigenen Stärke des Euro! Die blaue Linie zeigt nämlich, wie der Euro auch gegen den US-Dollar seit Mai deutlich gestiegen ist.

Chart zeigt Euro gegen Schweizer Franken und Euro gegen US-Dollar

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US-Dollar: Ist die Welt bereit für einen Wechsel im Währungssystem?

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Selbst Nicht-Börsianer blicken öfters auf die Entwicklung beim US-Dollar im Vergleich zur heimischen Währung. Zu dominant ist sein Einfluss auf das tägliche Leben, nicht nur für Exporteure, Rohstoffhändler oder Vermögensverwalter. Auch Privatpersonen spüren seine Schwankungen, ob an der Zapfsäule oder als Tourist (was in Corona-Zeiten aber nicht sehr bedeutsam ist). Könnte die aktuelle US-Politik mit ihrer Verschuldungsorgie oder der Abschottungspolitik etwas daran ändern?

Allzweckwaffe US-Dollar

Seit vielen Jahrzehnten bestimmt sich die Macht der USA nicht nur durch ihren wirtschaftlichen Status, ihren gigantischen Militärapparat und -haushalt, sondern insbesondere durch die Ausnahmestellung des US-Dollar. Wer sich gegen die Interessen der USA stellt, den weist man schon mal mehr oder wenig deutlich daraufhin, dass man dieses Land vom Handel mit dem US-Dollar ausschließen könnte. Angewendet im Sanktionsfall gegen den Iran, gegen Russland oder in Ansätzen beim Versuch der Verhinderung der Fertigstellung der Ostseepipeline Nord Stream 2.

Auch wenn die Wirtschaftsdominanz der USA wackelt – durch den Aufstieg Chinas ist der Anteil an der Weltwirtschaft von 20 auf etwa 15 Prozent gefallen – man hat aber eben die Weltreservewährung, den US-Dollar. Durch dessen Dominaz ergeben sich eine Reihe von Vorteilen:

  • Trotz des Anstiegs der Staatsschulden auf über 23 Billionen Dollar fällt es den USA leicht sich weiter zu verschuldenBei 90 Prozent aller Transaktionen am Devisenmarkt ist der US-Dollar im Spiel
  • Ebenso bei über 80 Prozent des Handels im Rohstoffbereich
  • Über 60 Prozent ist immer noch der Anteil des Greenback an den Weltreservedevisen
  • Etwa die Hälfte aller Überweisungen im Zahlungssystem Swift werden in Verbindung mit dem US-Dollar ausgestellt
  • Hinzu kommt eine Notenbank, die von allen Staaten als die Bezugsgröße schlechthin akzeptiert wird. Der Zinssatz der 10-jährigen US-Treasury ist eine Benchmark für die billionenschweren Kreditmärkte, nicht nur in den USA.

Europas Anleihemärkte können trotz der Größe des Wirtschaftsraums nicht mit den US-Dollar gehandelten Märkten konkurrieren. Der zersplitterte Markt in Kontinentaleuropa ist gerade einmal 9,2 Billionen Dollar schwer. Der weltweit als sicherer Hafen betrachtete Markt deutscher Anleihen (Bunds) hat auch nur ein Volumen von 1,7 Billionen Euro – und Deutschland ist die viertgrößte Wirtschaftsnation der Welt.

Fazit

Ist die Welt bereit für einen Wechsel im Weltleitwährungssystem?

Ein kleiner Game Changer hat sich in letzter Zeit durch die Entwicklung der Zinsen in den USA ergeben. In den letzten Jahren hatten US-Staatsanleihen stets eine positive reale Rendite im Gegensatz zur Eurozone, erst recht gegenüber Japan. Daher auch das Nachgeben des US-Dollar gegenüber vielen anderen Währungen, es gibt plötzlich die risikolose Anlage am Kapitalmarkt nicht mehr, die noch Zinsen abwirft. Auch hat das Währungsspiel des Carry Trade derzeit Pause.

Den chinesischen Währungsmarkt kann man da in diesem Zusammenhang noch vergessen. Aber dies hat sich spätestens mit dem Beginn der Coronakrise leicht geändert. Die übrigen Kapitalmarktzinsen in den Vereinigten Staaten sind auch oft im Negativbereich (Realrenditen) angesiedelt und die Staatsverschuldung geht rasant in die Höhe. Ob hier langfristig die Stärke des Dollarraums erhalten bleiben kann, auch angesichts der protektionistischen Entwicklungen?

Eine Chance hätte der Euroraum, aber hierfür müsste es erst einen großen einheitlichen Kapitalmarkt mit einheitlichen Regeln geben. Auch der 750 Milliarden-Euro-Aufbaufonds hat daran noch nicht viel geändert. So ist es noch ein weiter Weg bis zu einer Änderung im globalen Finanzsystem, schließlich sind auch Dutzende Entwicklungsländer in US-Dollar verschuldet. Der Greenback sollte seine Position als Fluchtwährung noch eine Zeit behalten, allein schon daran erkennbar, wie stark die Federal Reserve während des Coronacrashs am Markt intervenieren musste, weil bei vielen Ländern plötzlich ein Dollarmangel geherrscht hat. Es wird also noch dauern..

Verliert der US-Dollar absehbar seine dominante Stellung?

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Der Major erobert die wichtige 1,17 Marke – Wie geht es weiter?

Agata Janik

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Das Euro-Symbol

Der Euro zum US-Dollar konnte auch am gestrigen Handelstag seinen Rebound weiter ausbauen. Nach den heftigen Verlusten der letzten Woche, befindet sich der Euro jetzt wieder auf dem Erholungskurs. Da die Indikatoren im kurzfristigen Zeitfenster weiter im positiven Modus lagen, war es zu vermuten, dass die Bullen die Long-Seite erneut angreifen werden. Schon am frühen Morgen konnte man sehen, dass der Euro gegen den USD favorisiert wurde. Viele Trader haben sich sehr schnell für die Long-Seite entschieden. Das hat dem Euro eine neue Kraft verliehen. Der signifikante Widerstand bei 1,1680 wurde schon am Anfang der europäischen Session angegriffen und durchbrochen.

Als nächstes Ziel wurde natürlich die 1,1700 Marke angesteuert. Die Break-Out Trader wollten sich diese Chance auch nicht entgehen lassen und sind sofort auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Der Euro wurde von Minute zu Minute stärker und die 1,1700 „big figure“ wurde noch am Vormittag erreicht. Der Kurs hat diesen Widerstand kurzfristig überwunden und testete die Marke von 1,1713. Hier wurde die Long-Bewegung vorerst gestoppt. Grund dafür waren die Gewinnmitnahmen der kurzfristigen Trader. Danach hat EUR/USD wieder leicht korrigiert und testete die Unterstützung bei 1,1691. Das war aber schon das Ende der Short-Bewegung. Auf diesem Niveau haben die Bullen frische Long-Positionen eröffnet und den Euro vs USD endgültig über die 1,17 „big figure“ gebracht.

Im Bereich von 1,1724 verlief gestern der wichtige 420er Moving Average, der als ein starker Widerstand gilt. Aber auch diese Hürde konnte die positive Stimmung nicht beenden. Die Händler haben den Euro weiter favorisiert und den Kurs somit immer weiter in die nördliche Richtung geschickt. Die Marke von 1,1724 wurde relativ schnell erobert. Das war schon eine kleine Überraschung. Auf dem Level von 1,1742 hat die Dynamik dann nachgelassen und der Euro ist anschließend wieder leicht gefallen. Am Nachmittag, in der amerikanischen Session, konnte sich der Euro wieder gegen den USD durchsetzen. Im späten Handel notierte der Major bei ca. 1,1743.

Mit hohen Erwartungen hat die Welt gestern auf die erste TV-Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden gewartet. Diese berühmten Treffen gehören in den USA zu den Höhepunkten der Präsidentschaftswahlen. Was jedoch zu einem konstruktiven Duell werden sollte, hat sich als eine peinliche und primitive Show herausgestellt. Ohne Inhalt und ohne Führung, haben sich die beiden Kandidaten in einer Schlammschlacht gegenseitig beleidigt und beschimpft. Der Moderator hat schon nach den ersten fünf Minuten die Kontrolle verloren. Dieser Auftritt hat die aktuelle Situation in den USA gut widergespiegelt. EUR/USD und der gesamte Dollar- Block haben auf das TV-Duell kaum reagiert. Der Euro zum USD bewegte sich nur in einer kleinen Range von ca. 20 Pips.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Mittwochmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1738. Der Kurs hat in der asiatischen Session leicht nachgegeben, aber die Volatilität war insgesamt gering. Es wird sich in den nächsten Stunden entscheiden, ob sich der Euro gegen den USD weiter durchsetzen wird. Wenn es den Bullen gelingt, den wichtigen Widerstand bei 1,1755 zu durchbrechen, stehen die Chancen auf einen weiteren Rebound für den Euro gut. Der nächste signifikante Widerstand befindet sich bei 1,1778. Bricht auch diese Hürde, kann EUR/USD sogar die 1,1800 Marke testen. Auf der Unterseite hat der Major die erste wichtige Unterstützung bei 1,1701 und dann bei 1,1681. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1716.

Chart zeigt Kurs von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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