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Der MDAX – stellt den Dax langfristig klar in den Schatten!

Warum der MDAX auf 44.000 Punkte steigen dürfte!

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Eine Analyse von Henrik Becker

 

Meine letzte Analyse für den MDax liegt inzwischen mehr als drei Jahre zurück. Mein damaliges Ziel bei ca. 23.000 Punkten bis 2017 hat der Index längst erreicht und überschritten:

(MDAX-Analyse aus dem Jahr 2015; alle Charts durch anklicken vergrößern)

Obwohl ich den Grundtenor meiner Wellenzählung erhalten habe, verdeutlicht der Chart, daß ich, der aktuellen Entwicklung Rechnung tragend, einige Veränderungen vorgenommen habe. Die wohl augenfälligste Anpassung betrifft das deutlich nach oben verschobene Kursziel des seit 2009 laufenden Aufwärtstrends. Dieser Aspekt ist der nun geänderten Skalierung der Wellengrade geschuldet.

Ausblick:


Aktuell bildet der MDax die sehr große Welle (
3) des seit´09 währenden Aufwärtstrends aus. Diese sich zwingend fünftteilige (12345) Welle befindet sich ihrerseits in der finalen Phase; in Welle (5). Erstaunlicherweise liegt das idealtypische Ziel von (5) exakt auf dem größeren 1.62 Retracement (44.597 Punkte), weshalb ich auf die Darstellung verzichtet habe. Da sich (5) selbst fünfteilig darstellen muß, ist nicht davon auszugehen, daß sich der Trend so schön gebügelt ausbildet, wie es dem bisherigen Verlauf gegönnt war.

Auf der folgenden Seite werde ich wie immer näher auf den etwas kürzeren Verlauf eingehen. Das grüne Zeitlineal zeigt zudem auf, daß absolut kein Grund besteht, in Torschlußpanik zu verfallen. Denn mit dem 1.62 Retracement weist dieses Instrument Anfang 2021 als Zielzone für Welle (5) gleichbedeutend von (3) aus. Die darauffolgende Korrektur (4) wird sich aller Voraussicht nach als Triangle ausformen und somit kein crashartiges Verhalten heraufbeschwören. Dennoch wird sich der Preisabschlag nicht vollends schmerzfrei darstellen, wie die Simulation es zeigt.

Doch ein Aspekt sollte bei der Klassifizierung der Korrektur besonders Beachtung finden: Die zeitliche Ausdehnung! Die Mindestanforderung liegt, so wie das schwarze Zeitlineal es aufzeigt, in der Mitte der kommenden Dekade. Die Betonung liegt dabei auf Mindestanforderung! Das längerfristig positive Szenario würde erst durch den Bruch des 0.62 Retracements bei aktuell 22.664 Zählern, vorzeitig beendet. Obwohl diese Linie sehr nah am aktuellen Geschehen notiert, ist deren Aussage auf lange Sicht gültig.

Die kurzfristigeren Avancen nehmen sich, im Vergleich zu den langfristigen, schon deutlich bescheidener aus. Bedingt durch den Abschluß von Welle (1) der großen (5), hat sich an den zurückliegenden Wochen eine Korrektur eingestellt. Diese, der Ausbildung von (2) dienende, Korrektur befindet sich in der ersten Phase und ist somit längst noch nicht am Ende angelangt. Zwar erwarte ich keinen kleinen Weltuntergang, doch wie die Simulation es zeigt, wird sich der Index im Verlauf der kommenden Wochen noch deutlichem Verkaufsdruck ausgesetzt sehen.

Dabei kann der Index durchaus bis nahe an die magische Unterstützung bei 22.664 Punkte (0.62 Retracement) fallen; auch wenn ich einen derart starken Abverkauf nicht erwarte. Wie immer gibt das Zeitlineal einen Überblick über den Verlauf der Korrektur. Demzufolge liegt die temporäre Mindestanforderung auf dem 0.38 Retracement (Juli 12) und damit in der zweiten Jahreshälfte. Vorher ist nicht vom Abschluß der Korrekturphase auszugehen. In seltenen Fällen läuft eine Welle „2“ auch schon einmal bis zum 0.62 Retracement (Oktober 25); für den vorliegenden Fall erwarte ich diese gestreckte Variante indes nicht.

Die darauffolgende Welle (3) läuft in aller Regel sehr dynamisch ab und läßt den MDax dann wieder kräftig, wie auf Seite 1 beschrieben, steigen. Größere Ungereimtheiten kann ich dem Chart nicht entnehmen, solange sich der Index oberhalb des 0.62 Retracements bei 22.664 Punkten aufhält. Andererseits sind auch keine Anzeichen, deren Interpretationen auf eine vorzeitige Auflösung der Korrektur schließen lassen würden, erkennbar.

Fazit:


Der MDax bildet seit 2009 den dynamischsten Teil (
3; Seite 1) eines Aufwärtstrends aus. Das Ziel diese Trends liegt im Bereich des 1.62 Retracements bei 44.597 Punkten und damit in noch weiterer Ferne. Die aktuell ablaufende Korrektur wird keinen Einfluss auf das Geschehen nehmen. Dennoch sollte eine eventuell geplante Neupositionierung an den Abschluß dieser Korrektur gebunden sein. Momentan liegt demzufolge noch kein entsprechendes Kaufsignal vor. Sichern Sie Ihre Positionen, übergreifend auf alle Zeitebenen, auf dem 0.62 Retracement bei 22.664 Punkten ab.

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