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Deutsche Kleinsparer rennen in Aktienfonds wie zuletzt vor 18 Jahren auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase

Die Börsenweisheit Nummer 1 lautet: Teuer einkaufen, und dann nach dem Crash dick im Verlust verkaufen, richtig? Nein, eigentlich lautet sie ja genau anders rum. Denn der deutsche Pfennigfuchser spart doch bei allen anderen Dingen im…

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Von Claudio Kummerfeld

Die Börsenweisheit Nummer 1 lautet: Teuer einkaufen, und dann nach dem Crash dick im Verlust verkaufen, richtig? Nein, eigentlich lautet sie ja genau anders rum. Denn der deutsche Pfennigfuchser spart doch bei allen anderen Dingen im Leben, wo er nur kann. Geiz ist geil. Nur an der Börse, da macht man es genau verkehrt herum. Erst wenn alle Institutionellen schon lange investiert sind, und erst wenn die Hausse schon jahrelang gelaufen ist, gibt sich der deutsche Michel einen Ruck, und investiert in Aktien.

ZuflĂŒsse in Aktienfonds zuletzt so stark wĂ€hrend Dotcom-Blase

In Deutschland tut dies der Kleinanleger vor allem ĂŒber Aktienfonds. Wie der Fondsverband „BVI“ heute vermeldet, haben die deutschen Sparer im Monat Januar mit 6,3 Milliarden Euro MittelzuflĂŒssen in Aktienfonds so viel in einem Monat in diese Fondsart gepumpt wie seit Juli 2000 nicht mehr. Das war exakt der Höhepunkt der Dotcom-Blase – kurz danach brachen die Indizes zusammen (Chart).

Spöttisch könnte man jetzt sagen: Der Kleinsparer ist durch jahrelange Nullzinsen und gleichzeitig stĂ€ndig steigende Aktienkurse so weichgekocht worden, dass er jetzt doch in Aktien rennt, auch wenn er/sie durch die Dotcom-Blase 2000 und und die Finanzkrise 2008 doch eigentlich was gelernt haben mĂŒsste? NĂ€mlich abwarten, und nach dem nĂ€chsten Crash kaufen? Nein, man kauft schön zu hohen Kursen, vermeintlich vor dem Crash!

Der folgende Chart zeigt den Dax in historischer Betrachtung. Im Kreis haben wir den Zeitpunkt markiert, wo die ZuflĂŒsse in Aktienfonds zuletzt so hoch waren wie jetzt – und das war fast exakt auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase. Der Dax crashte danach von 8000 auf 2200 Punkte.

Aktienfonds Dax
Hier im Chart der Dax von 1994 bis 2011.

Branche freut sich ĂŒber ZuflĂŒsse

Die ZuflĂŒsse in offene Fonds (jederzeit liquidierbar) lag im Janaur laut BVI bei 11,4 Milliarden Euro. 6,3 Milliarden Euro davon entfielen auf reine Aktienfonds, 3,8 Milliarden Euro auf Mischfonds, in denen ja auch Aktien enthalten sind. Weitere Details vom BVI im Wortlaut:

Die Fondsgesellschaften verwalteten Ende Januar 2018 ein Netto-Vermögen von insgesamt 3,04 Billionen Euro. Davon entfallen 1,6 Billionen Euro auf offene Spezialfonds, 1,06 Billionen Euro auf offene Publikumsfonds, 377 Milliarden Euro auf freie Mandate, 1,9 Milliarden Euro auf geschlossene Publikumsfonds und 4,1 Milliarden Euro auf geschlossene Spezialfonds.

Immobilienfonds: Anteil an US-Immobilien gestiegen

Das von den Fondsgesellschaften verwaltete Netto-Vermögen in Immobilienfonds ist in den letzten zwölf Monaten von 156 Milliarden Euro (Ende Januar 2017) auf 171 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von fast 10 Prozent. 90,6 Milliarden Euro entfallen auf offene Publikumsfonds, 77,3 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds und 3,4 Milliarden Euro auf KAGB-konforme geschlossene Fonds. Eine Auswertung der offenen Immobilienfonds zeigt, dass Publikumsfonds in den letzten drei Jahren ihren Anteil an Immobilien in den USA – gemessen an den Verkehrswerten – von 4 Prozent auf 11 Prozent mehr als verdoppelt haben.

Die Summe aller derzeit verwalteten Fonds (offen, geschlossen, Spezial) lag Ende Januar bei 3,04 Billionen Euro nach 2,8 Billionen Euro ein Jahr zuvor.

Aktienfonds

Hier die ZuwĂ€chse und AbflĂŒsse der letzten Jahre jeweils fĂŒr den Monat Januar.

Hier die Gesamtvolumen:

12 Kommentare

12 Comments

  1. asyoulike

    12. MĂ€rz 2018 16:10 at 16:10

    Moin, moin,
    was wÀre die Börse ohne den BRD Kleinsparer? Endlich wieder beim Auto waschen, im Baumarkt etc. die neusten Insidertipps zu hören. Nur Profis oder Semi-Profis, dass wÀre doch langweilig.
    Aber die Kernfrage ist doch, warum ist jemand Kleinsparer? M.E. ist jemand Kleinsparer, weil ihm das grĂ¶ĂŸere Kapital fehlt. Wieso fehlt ihm das grĂ¶ĂŸere Kapital? Das grĂ¶ĂŸere Kapital fehlt ihm, weil er weisungsgebunden einer BeschĂ€ftigung (Angestellter) nach geht, die nur seine laufenden Kosten (Wohnung, Auto, Lebensmittel etc.) denkt. Wie soll also dieser Michel Entscheidungen an der Börse treffen, wenn er es schon im realen Leben nicht wirklich kann, sondern dort auf Weisungen und Vorgaben von „oben“ angewiesen ist? Daher handeln einige mit bspw. mit Future-Kontrakten, die anderen haben im Gegenzug ein Sparbuch, eine Lebensversicherung und kaufen auf dem Höhepunkt des Aktienmarktes Wertpapiere. So ist jeder in der Klasse, wo er am Besten aufgehoben ist.

  2. Beobachter

    12. MĂ€rz 2018 18:11 at 18:11

    Man könnte auch mal fragen warum der deutsche Kleinsparer immer am Ende einer Hausse einsteigt u.sich die Finger verbrennt.Einer der noch nie was mit Aktien gemacht hat wird nicht unbedingt von sich aus Aktien kaufen ohne vorher mit einem Bankberater oder Finanzakteur gesprochen zu haben.Und die sind doch zu mindestens 80% immer noch bullisch u.drÀngen die Unerfahrenen geradezu ins Verderben.

    • joah

      12. MĂ€rz 2018 21:51 at 21:51

      Es gibt die Dummen die bescheißen [1] und es gibt die noch DĂŒmmeren, die sich bescheißen lassen.

      Darum merke: Man tue niemals Dinge, welche man nicht versteht. …und vertraue niemals einem „Berater“.

      [1] weil sie nichts besseres können

    • Marko

      12. MĂ€rz 2018 22:54 at 22:54

      „Man könnte auch mal fragen warum der deutsche Kleinsparer immer am Ende einer Hausse einsteigt u.sich die Finger verbrennt.Einer der noch nie was mit Aktien gemacht hat wird nicht unbedingt von sich aus Aktien kaufen ohne vorher mit einem Bankberater oder Finanzakteur gesprochen zu haben.Und die sind doch zu mindestens 80% immer noch bullisch u.drĂ€ngen die Unerfahrenen geradezu ins Verderben.“

      Ihr BĂ€ren seid Euch mit anderen Worten ziemlich sicher, dass der ganze Aktienkram im Erdboden versinkt. Interessant… liebe BĂ€ren…

  3. Marko

    12. MĂ€rz 2018 22:49 at 22:49

    „Die Börsenweisheit Nummer 1 lautet: Teuer einkaufen, und dann nach dem Crash dick im Verlust verkaufen, richtig?“

    Richtig !, aber : Teuer ist und bleibt der Rentenmarkt, garantiert nicht der Aktienmarkt.
    Ja, ja : finanzmarktwelt = BĂ€renmarktwelt… ich weiß, halt die Klappe , Marko. 😉

  4. Marko

    12. MĂ€rz 2018 23:04 at 23:04

    Und meine liebe BĂ€ren, da sehe ich gar nix bezĂŒglich Eurer Crash-Fantasien. Die deutschen „Kleinsparer“ sollen den gierigen Aktien-Fonds die „Bude einrennen“ ?
    Deutschland und „Aktienkultur“ ?!? – Seit wann ?!?

    Welche Drogen nehmt Ihr sonst noch ?!? 😉 😀

  5. Marko

    12. MĂ€rz 2018 23:14 at 23:14

    Wenn Deutschland, auch nur annĂ€hernd , ansatzweise die gleiche Aktienkultur hĂ€tte, wie die Angelsachsen, dĂŒrfte es ziemlich krachen beim Aktienmarkt !!!

    Weil die Deutschen sehr, sehr vorsichtig sind in ihrer Anlagepolitik, das wÀre und das bliebe bis heute, das ziemliche Gegenteil zu den Amis !!! Dasselbe beim Vergleich EZB- FED !

  6. Marko

    12. MĂ€rz 2018 23:30 at 23:30

    Wr es immer noch nicht verstanden hat , die DM ist der EUR ! Ohne uns wÀre der EUR lÀngst TOT !!!

    NatĂŒrlich kommen die anderen an : Deutschland gib mal Geld ,aber ok… das ist eben der Preis des EUR.

  7. Marko

    12. MĂ€rz 2018 23:52 at 23:52

    Um es drastisch zu formulieren :

    sollte Deutschland es nur in ErwĂ€gung ziehen einen D-Exit durchzufĂŒhren, wĂŒrde der EUR in sich zusammenbrechen, und dies mit hoher Wahrscheinlichkeit weit vor einem (eventuellen) D-Exit-Refererdum !

    Dies wĂ€re eine Katastrophe fĂŒr Europa, dagegen ist und bleibt der Brexit ein kleiner netter Kindergeburtstag !

    Das ist eben der Unterschied !

  8. Marko

    13. MĂ€rz 2018 00:08 at 00:08

    Aber einen D-Exit wird es nicht geben, Deutschland ist sich seiner Verantwortung bewußt und schielt im Gegensatz zu anderen nicht nur auf Vorteile. 😉
    Gut ,die Vorteile haben wir durch den EUR, aber Deutschland muss dafĂŒr bezahlen, wĂ€hrend sich andere aus der Verantwortung stehlen wollen.

  9. Wolfgang M.

    13. MĂ€rz 2018 06:37 at 06:37

    Klar werden die Sparer „weichgekocht“ durch die Nullzinspolitik (Stichwort Finanzielle Repression – funktioniert nur leider nicht in Italien) der EZB. Man sollte sich aber nur mal die GrĂ¶ĂŸenordnungen ansehen, um die VerhĂ€ltnisse richtig einschĂ€tzen zu können. 2000 bzw. 2008, am Ende der BörsenaufschwĂŒnge, gab es am kurzen Ende 6 bzw. 4% Zinsen, im jetzigen Zyklus schon mehrere Jahre fast 0%. Auf deutschen Geldkonten entwertet sich die unglaubliche Summe von 2,3 Bio € – erheblich mehr als in den angesprochenen Jahren. Der Dax hat derzeit eine Marktkapitalisierung von gut 1 Bio € und befindet sich sogar noch mehrheitlich in der Hand auslĂ€ndischer Investoren. Wenn also der deutsche Sparer in der heutigen Geldsituation richtig in Aktien investieren wĂŒrde (wie in anderen LĂ€ndern), wo stĂŒnde der Leitindex dann? Klar endet fast jeder Zyklus mit der so genannten „MichmĂ€dchen-Hausse“, das war schon immer so. Dazu braucht es auch gar keine Bankberater. Die Berichterstattung der Massenmedien und der Bekanntenkreis sorgen da schon fĂŒr das Interesse. Wie lautet eine psychologische Börsenweisheit, besonders populĂ€r bei der Hausse der Telekom 1999/2000? „Es ist fĂŒr die Seele sehr bedrĂŒckend, einen Freund reich werden zu sehen!“

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Morgan Stanley: Umsatz und Gewinn ĂŒber Erwartung

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Morgan Stanley hat seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 10,6 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,5/erwartet 10).

Der Gewinn liegt bei 1,30 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,87/erwartet 1,10).

UmsÀtze im Bereich Anleihen, Rohstoffe und WÀhrungen liegen bei 1,4 Milliarden Dollar (erwartet 1,24).

Die Aktie notiert vorbörslich mit +3,4%.

Die Kernsaussage des Bank-Chefs: Alles lÀuft bestens! Zitat:

James P. Gorman, Chairman and Chief Executive Officer, said, “We reported robust revenue and earnings growth this quarter with strength across all businesses and geographies. The second quarter performance reflected active markets and healthy client engagement. Our strong global franchise positions us well to continue to grow organically across each of our businesses and to deliver operating leverage.”

Morgan Stanley

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Ronaldo hilft Adidas, Thyssenkrupp im Chaos, Amazon im endlosen Höhenflug?

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JĂŒngst wurde es verkĂŒndet. Christiano Ronaldo wechselt von Real Madrid zu Juventus Turin. Das hat die Aktie von Juventus Turin etwas gepusht, und sie kann ihre Gewinne immer noch behaupten. Aber deutlich interessanter sollte dieser Wechsel börsentechnisch fĂŒr Adidas sein. In der Vorstandsetage dĂŒrften die Korken geknallt haben, als dieser Wechsel bekanntgegeben wurde. Schon am ersten Tag der VerkĂŒndung wurden laut italienischen Medien mehr als 500.000 Ronaldo-Trikots bei Juventus bestellt.

Und Adidas ist Trikotsponsor von Juventus. Das bedeutet gigantische Mehreinnahmen. Die Trikots schwanken im Preis zwischen 85 und 144 Euro. Wie viel vom Trikot genau bei Adidas landet, und wie viel bei Juve, ist unklar. Aber man kann der Phantasie seinen Lauf lassen. Wie viele Menschen kaufen im Lauf der nĂ€chsten Wochen ein Ronaldo-Trikot? Dann multipliziere man diese Zahl mit Summe X, die bei Adidas pro Trikot hĂ€ngen bleibt. Es könnten durchaus mehrere hundert Millionen Euro dabei rumkommen in diesem Jahr. Wer weiß… genaueres sieht man erst im Bericht fĂŒr das 3. Quartal im Herbst.

Aber möglicherweise gibt es schon am 9. August einen Ausblick auf angehobene Umsatz- und Gewinnziele? Denn an dem Tag veröffentlicht Adidas seine Zahlen fĂŒr das letzte Quartal, und möglicherweise auch einen Ausblick fĂŒr das aktuell laufende Quartal. Bis jetzt konnte die Adidas-Aktie nur um 2 Euro auf 186,55 Euro profitieren. Aber mal sehen. Möglich ist, dass das Ronaldo-Plus eventuell schwache Adidas-VerkĂ€ufe nach der WM auffĂ€ngt, und unterm Strich kein ĂŒberraschendes Plus fĂŒr Adidas hĂ€ngen bleibt.

Thyssenkrupp

Bei Thyssenkrupp weiß momentan niemand so genau, wie es weitergehen soll. Vor zwei Wochen wurde die Abspaltung des kompletten StahlgeschĂ€fts in ein mit Tata Steel fusioniertes Unternehmen bekanntgegeben. Damit verliert man quasi sein altes KerngeschĂ€ft. Der Chef Hiesinger trat kurz darauf zurĂŒck, wohl weil er den aggressivsten Investoren zu spröde und nicht gefĂŒgig genug war? Denn einige bei Thyssenkrupp investierte aktiv engagierte Fonds-Investoren wollen offenbar Resultate sehen, also Rendite. Und die erreicht man wohl kaum mit langsamen Reformen, die erst in ein paar Jahren etwas bringen.

Und so ist nun nach dem CEO auch der Aufsichtsratschef Ulrich Lehner zurĂŒckgetreten. Deshalb vermutet der Markt aktuell, dass es nach dem Tata-Deal zu einer weiteren möglichen Zerlegung der Rest-Firma kommt. Die Aktie von Thyssenkrupp springt heute um 9,3% nach oben. Es gĂ€be noch vier weitere GeschĂ€ftsbereiche (zum Beispiel „AufzĂŒge“), die man mit Konkurrenten fusionieren kann. Geht es so weiter wie mit Tata, könnte Thyssenkrupp zu einer Art Kapital-Holding werden, die damit beschĂ€ftigt ist Anteile an eigenstĂ€ndig arbeitenden Gesellschaften zu verwalten. Gewinne verwalten sozusagen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber im Sinne eines richtigen Industriekonzerns sind diese beiden RĂŒcktritte kein gutes Zeichen. FĂŒr kurzfristige AktionĂ€rs-Phantasien nach mehr Rendite sieht es da aktuell etwas optimistischer aus. Im Chart sieht man die Thyssenkrupp-Aktie seit Monatsanfang.

Thyssenkrupp-Aktie

Amazon

Amazon meldet seine Quartalszahlen am 26. Juli. Nachdem gestern Netflix seine extremen Wachstumszahlen nicht mehr ganz einhalten konnte, bricht die Aktie wie schon gestern Abend nachbörslich massiv ein um aktuell -9,5%. Gestern Abend waren es schon -13%. Aber jetzt zu Amazon. Auch diese Aktie lebt vom stÀndig fortgesetzten enormen Wachstum. Eines darf nicht passieren, nÀmlich dass die enorme Wachstumsgeschwindigkeit nachlÀsst.

Die Amazon-Aktie ist trotz des negativen Einflusses von Netflix aktuell nur mit 0,1% im Minus gegenĂŒber dem Schluss von gestern Abend. Das ist ein starkes Zeichen fĂŒr die Amazon-Aktie. Damit hebt man die Messlatte aber umso höher. Risiko-Anpassungen nach unten gibt es nicht, und somit muss Amazon mehr denn je abliefern nĂ€chste Woche Donnerstag. Vor 12 Monaten stand die Aktie noch bei 1.000 Dollar, jetzt ĂŒber 1800 Dollar. Es geht nur aufwĂ€rts.

Es ist fast unheimlich. Alle Welt kauft bei Amazon ein, und gleichzeitig gibt es ein globales Unbehagen ĂŒber die Marktmacht von Amazon, die immer grĂ¶ĂŸer wird. Wohl dieses Bewusstsein, dass Amazon der dominante Player schlechthin ist und immer weiter wĂ€chst, sorgt fĂŒr den konstanten Auftrieb in der Aktie. Aber man bedenke: Die Fallhöhe wird immer höher. Wehe, wenn die Wachstums-Story Ă€hnlich wie bei Netflix einen Kratzer bekommt.

Amazon Aktie seit Juli 2017
Die Amazon-Aktie seit Juli 2017.

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Aktien

Goldman Sachs-Quartalszahlen: Umsatz und Gewinn deutlich ĂŒber Erwartung

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Die Goldman Sachs-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 9,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 7,89/erwartet 8,8). Das ist der beste Umsatz im 2. Quartal seit neun Jahren fĂŒr Goldman Sachs.

Der Gewinn liegt bei 5,98 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 3,95/erwartet 4,70). FlĂŒsterschĂ€tzungen reichten bis zu 4,98 Dollar.

Umsatz mit Anleihen, Zinsen, WĂ€hrungen und Rohstoffen (FICC) bei 1,68 Milliarden Dollar (erwartet 1,65).

Equity Sales and Trading Umsatz 1,89 Milliarden Dollar (erwartet 2).

Investmentbanking Umsatz 2,05 Milliarden Dollar. Nach Aussage von Goldman Sachs reflektiere diese Zahl starke UmsÀtze bei Finanzberatung und BörsengÀngen.

Investment Management Umsatz mit Rekordumsatz von 1,84 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert in der frĂŒhen Vorbörse mit -0,9%. Liegt das daran, dass Netflix mit seinen eher enttĂ€uschenden Zahlen von gestern Abend heute den Gesamtmarkt in den USA runterzieht?

Hauptaussage von Goldman in Kurzform: LĂ€uft alles bestens. Zitat:

“Solid performance across all of our major businesses drove the strongest first-half returns in nine years. With a healthy economic backdrop and deep client franchises, the firm is well-positioned to invest in attractive opportunities to meet the needs of our clients and continue to generate earnings growth.”
~ Lloyd C. Blankfein, Chairman and Chief Executive Officer

Goldman Sachs-Quartalszahlen
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