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US-Notenbank bekämpft Feuer mit Feuer Der Reverse Repo-Trick – wie sich die Fed Zeit erkauft

Im März wird es spannend!

Fed Reverse Repo-Trick

Die Reverse Repo Facility (RRP) der US-Notenbank Fed ermöglicht es Banken und erwählten Geldverwaltern, überschüssige US-Dollar an die Fed zurückzuverleihen. Nachdem die Zentralbank den Geldhahn 2020 massiv aufgedreht hatte (Geldmenge M2), wurde es für Banken teuer, die exzessiven Geldbestände ihrer Sparer zu finanzieren. Die Fed kam zu Hilfe und tat, was sie am besten kann: Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Über die sogenannten Reverse Repos borgt sie sich nämlich den Überschuss zurück und zahlt ihren Gläubigern dafür derzeit satte 5,3% Zinsen im Jahr.

Damit hat die Fed zwei Umstände bedingt: Von 2021 bis heute hat sie sich für ihren „Inflationskampf“ etwas Zeit erkauft – und gleichzeitig 160 Milliarden neuer US-Dollar-Liqudität geschaffen.

Bei einem geschätzten, durchschnittlichen RRP-Stand von 1500 Milliarden Dollar und einer Verzinsung von 5,3% ergab das für die US-Notenbank Fed einen Verlust von rund 80 Milliarden Dollar allein für das Jahr 2023. Das resultierende Loch müsste eigentlich das US-Finanzministerium stopfen, doch dazu wird es nicht kommen. Denn die Fed verbucht diese Schuld nämlich als Asset, indem sie den realen Verlust durch die RRP-Zinsen mit einem fiktiven, zukünftigen Auszahlungsguthaben gegenüber dem Finanzministerium aufrechnet.

In unserer Realität bewirkt die Reduktion der RRP-Summe faktisch, dass dieses Geld einer anderen Veranlagung zugeführt werden muss. Von der resultierenden Umschichtung dürften vor allem die Aktien- sowie die Anleihenmärkte profitiert haben. Es handelt sich dabei um alles andere als einen langsamen Prozess: Die Volumina der Reverse Repo-Volumina haben sich seit 2023 bereits um beinahe 2000 Milliarden Dollar auf mittlerweile circa 500 Milliarden Dollar rasant reduziert.

Die Rolle der Geldmarktfonds

Folgt man dem Trend, so könnte der Geldüberschuss schon im März 2024 gänzlich abgebaut sein. Manche Beobachter halten diesen Zeitpunkt für eine mögliche Trendwende an den Aktienmärkten.

In der obigen Grafik sehen Sie, in blauen Balken dargestellt, die Einlagesumme der Geldmarktfonds, welche privaten Anlegern zum Beispiel über ETFs zugänglich sind. Am 31. Januar 2024 betrug die Position der Geldmarktfonds 133 Milliarden Dollar, also rund 21,6% der Gesamtsumme.

Wenn man der These, dass ein Versiegen der Reverse Repo-Volumina den Aktienmärkten schaden könnte, zugeneigt ist, dann sollte man die Bestände der Geldmarktfonds im Auge behalten. Diese Position mag sich nämlich als langlebiger erweisen, da die Rendite des RRPs einer kurzlaufenden Staatsanleihe um fast nichts nachsteht. Es kann daher also sein, dass die Effekte der Liquiditätsverengung bereits schon dann zu spüren sind, bevor die Reverse Repo-Bestände tatsächlich auf null gesunken sind.



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2 Kommentare

  1. ten, nine, eight, seven, six, five, four, three,two,one,zero, Mission FED, der A….geht auf Grundeis, bitte kommen.
    FED an Bodenstation, wir haben noch einen Hasen und einen Zauberhut um den Erdorbit gefunden.
    Werden diese AKTIVIEREN.
    Das neue Program heißt: ZEITZURÜCKVERLEIHUNGSDEHNUNGSPROGRAMM. KURZ ZZVDP.
    Dadurch wird eine Zeitschleife ausgelöst, die den Märkten eine unendliche Wiederholung weiter Steigenden Kurse simuliert. Di3 die Zukunft hat gerade erst begonnen.
    Ein schoenes Wochen3nde allen Gommendatoren. Und möge der Saft, die Macht mit euch sein.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Bilanz der FED schrumpft zu langsam. Die FED muss endlich beginnen ,die Langläufer aktiv aus ihren Beständen, am Sekundärmarkt zu verkaufen, dann steigen auch dort die Renditen und die Zinskurve reinvertiert wieder.

    Bis jetzt laufen ja zum größten Teil nur die Kurzläufer aus und werden nicht verlängert.

    Aber: Eine Zehnjährige ,die Powell in Corona- Zeiten gekauft hat, ist ja erst in Jahren fällig, das geht so nicht.
    Hier muss endlich viel mehr passieren, die FED muss aktiver werden….

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