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Deutsche Autoindustrie: Es geht abwärts

Die Absätze der deutschen Autoindustrie gehen abwärts. Da wäre zunächst mal Volkswagen. Nur die Kernmarke hat nach heutiger Meldung aus Wolfsburg im Mai 5,1% weniger Autos ausgeliefert als im Mai 2018. Aus der Grafik kann man die Details entnehmen. Während es in Deutschland noch ein Plus von 2,2% gab, so war es in ganz Europa ein Minus von 6,1%. In den USA waren es zwar +14,4%, dafür aber in China -7%. Es ist also ein sehr gemischtes Bild, das unter dem Strich zu einem deutlichen Rückgang beim Absatz führt. Volkswagen sieht die Lage aber offenbar nicht ganz so schlimm. Zitat zu den Zahlen:

Volkswagen Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann: „Der Mai war für Volkswagen bei den Auslieferungen ein Monat voller Licht und Schatten. In Nord- und Südamerika wird unsere Modellpolitik durch hervorragende Auslieferungszahlen belohnt. In Europa blieben die Auslieferungen wie erwartet unter dem Rekordvorjahreswert, der durch starke WLTP-bedingte Vorzugseffekte geprägt war. Dies wird auch im Juni der Fall sein, da wir in diesem Jahr keine Sondermaßnahmen im ersten Halbjahr ergreifen mussten. Wir rechnen angesichts hoher Auftragsbestände und einer verbesserten Lieferfähigkeit bei Benzinmotoren weiterhin mit einem starken zweiten Halbjahr für die Marke in Europa.“

Volkswagen ist größter Anbieter der deutschen Autoindustrie

Volkswagen
Foto: Vanellus CC BY-SA 4.0

Daimler

Daimler hat für das Kerngeschäft „Mercedes Benz Cars“ heute ebenfalls einen Rückgang beim Absatz von 1,3% vermeldet. Von Januar- Mai sind es im Jahresvergleich sogar -4,7%. Wie bei Volkswagen ist es in Deutschland auch im Plus mit 5,9%. Aber Asien ist mit 2,2% im Minus, und in Nordamerika sind es -2,1%. Laut Daimler sind Modellwechsel schuld, und im 2. Halbjahr soll es wieder besser laufen. Zitat Daimler:

Bei weltweit wettbewerbsintensiven Marktbedingungen setzten vor allem die neuen Kompaktwagenmodelle in vielen wichtigen Märkten bereits Impulse beim Absatz. Dennoch wirkten sich die laufenden Modellwechsel im volumenstärksten Segment der SUVs schmälernd auf den Gesamtabsatz im Mai aus. Seit Jahresbeginn liegt der Absatz von Mercedes-Benz bei 938.499 Einheiten (-4,7%). Im Mai behauptete Mercedes-Benz die Marktführerschaft im Premiumsegment unter anderem in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Belgien, Portugal, Dänemark, Tschechische Republik, Finnland, Südkorea, Japan und Australien. „Im Mai konnte Mercedes-Benz bereits in vielen Märkten trotz eines herausfordernden Marktumfelds und den laufenden Modellwechseln den Absatz steigern. Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich im zweiten Halbjahr die wesentlichen Absatzimpulse unserer Modelloffensive insbesondere bei den SUVs zeigen werden“, so Britta Seeger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb.



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