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Aktien

Deutsche Bank, Danske Bank, und die Amerikaner

Redaktion

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Die Deutsche Bank-Aktie hat Glück, dass der Gesamtmarkt heute positiv tendiert. Sonst hätte es sein können, dass die Aktie heute stärker abrauscht. Aber so ist der Dax leicht im Plus, und auch die Deutsche Bank-Aktie notiert aktuell mit +1,7% gegenüber gestern Abend. Aber vor allem hilft der Aktie ein aktuelles Dementi der Bank.

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Ermittelt die Fed gegen die Deutsche Bank?

Aber erst mal ein Schritt zurück. Heute früh kamen Presseberichte auf, wonach die US-Notenbank Federal Reserve derzeit prüfe, ob die Deutsche Bank-Niederlassung in den USA bei der Durchleitung gigantischer Milliarden-Summen keine richtigen Kontrollen durchgeführt habe. Es geht dabei um den 200 Milliarden Euro-Skandal rund um die dänische „Danske Bank“ und ihre estnische Niederlassung, die offenbar als Ausgangspunkt diente um mutmaßlich Schwarzgeld aus Russland zu waschen.

Noch ist alles unklar, und noch laufen die Ermittlungen, vor allem in Dänemark. Denn immerhin ist die Danske die größte Bank des Landes. Wir hatten schon darüber berichtet und unsere Meinung kund getan. Sollten die USA sich für „zuständig“ erklären, weil Gelder auch in die USA überwiesen wurden, wäre die Deutsche Bank mit im Visier bei Ermittlungen durch US-Behörden. Und es hört sich mal wieder so an, als stünden neue Milliarden-Strafen an, in den USA!

Aber noch weiß man nichts Genaues! Die Deutsche Bank hat nur wenige Stunden nach den Gerüchten um eine Fed-Untersuchung dementiert. Es gebe zwar Anfragen von Regulierungs- und Strafverfolgungsbehörden von überall auf der Welt. Aber eine Fed-Untersuchung gebe es nicht, so die Bank. Man kooperiere mit den Behörden, und gebe Informationen. Ist damit das mögliche Problem gelöst? Wir als außenstehende Beobachter sind da sehr kritisch. Denn wo jetzt noch keine Untersuchung vorhanden ist, kann noch einiges auf die Bank zukommen!

Ruhe vor dem Sturm?

Zumal es sich hier um sehr große Geldsummen handeln dürfte! Und man erinnere sich an diverse deftige Geldstrafen der US-Behörden gegen Banken seit der Finanzkrise, auch sehr gerne gegen Banken aus dem Ausland. Warum sollte man sich eine weitere Milliarden-Einnahme entgehen lassen? Aber nochmal: Noch steht nichts fest! Nach wie vor steht die Deutsche Bank auf dem Standpunkt, dass sie als (abwickelnde) Korrespondenzbank der Danske Bank keinerlei Kenntnis von dem Geschäftsgebaren der Danske-Kunden hatte. Argumentativ ist diese Behauptung natürlich nachvollziehbar. Wenn man von einer anderen Bank nur Geld bekommt, und es irgendwohin weiterzuleiten, kann man natürlich behaupten, dass die absendende Bank die Verantwortung für eine Prüfung zu tragen hat.

Man könnte (so meinen wir) aber genau so die Meinung vertreten, dass alle beteiligten Banken irgendeine Art von Mitwirkungspflicht bei einer Prüfung haben – und erst recht, wenn es sich um so große Summen handelt, die von der (im globalen Maßstab) relativ kleinen Danske Bank abgesendet wurden. Die Anleger scheinen aktuell wohl der Beteuerung der Deutschen Bank zu glauben, dass es keine Fed-Untersuchung gibt. Fertig aus, das reicht fürs Erste. Die Deutsche Bank-Aktie steigt wie gesagt heute unterm Strich um 1,7%. Ist das nur eine trügerische Ruhe vor dem Sturm?

Die Deutsche Bank-Aktie seit Mai 2018
Die Deutsche Bank-Aktie seit Mai 2018.

Deutsche Bank in Frankfurt
Die Deutsche Bank-Türme in Frankfurt. Foto: Nordenfan / Wikipedia (CC BY-SA 4.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Marko

    24. Januar 2019 03:03 at 03:03

    Also, ganz ehrlich, die Deutsche Bank ist Euer Meinung daran „Schuld“, dass die Danske Bank irgendwelche illegalen Abwicklungen durchgeführt hätte ?

    Das ist Brexit at ist best – nur noch hoch 2 !

    • Avatar

      Koch

      24. Januar 2019 09:52 at 09:52

      Guten Tag,Herr Marko.Die Worte ehrlich und Deutsche Bank in einem Satz,ist ein NoGo 1.Ranges.Leider konnte ich mich davon persönlich überzeugen,was mich ein „sehr hübsches“ Sümmchen gekostet hat.Wäre ich des phänomenalen Buches:Bad Bank,vom Aufstieg und Fall der Deutschen Bank von Dirk Laabs früher habhaft geworden,bzw.es eher erschienen,wäre mir erspart geblieben,dass die Deutsche mir zeigen kann zu was sie imstande ist.Wer nach Lektüre dieses Werkes noch die Deutsche Bank verteidigt,hat wirklich nicht mehr alle Latten am Zaun,Tassen im Schrank….und ähnliche Lebensweisheiten.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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