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Deutsche Industrieproduktion: Aktuelle Daten zeigen drastischen Rückgang!

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Gestern bereits zeigten die Auftragseingänge für die Industrie sehr starke Rückgänge im Jahresvergleich. Vor wenigen Augenblicken wurden nun die Daten für die tatsächliche Industrieproduktion (genauer gesagt für die „Produktion im Produzierenden Gewerbe“) für den Monat September durch das Statistische Bundesamt veröffentlicht. Im nach unserer Meinung deutlich weniger wichtigen Monatsvergleich, der aber von den meisten Presseorganen vorrangig beobachtet wird, zeigt sich von August zu September ein Rückgang in der Industrieproduktion von 0,6%. Erwartet wurde für heute ein Rückgang von 0,4%.

Im weit wichtigeren Jahresvergleich von September 2018 zu September 2019 ist die Industrieproduktion um 4,3% rückläufig nach bereits -3,9% im August. Das sind katastrophale Einbrüche! Die Industrie ist voll in der Rezession, und noch immer ist unklar, ob sie letztlich doch noch die Sektoren Dienstleistung und Bau mit runterziehen wird. Im Chart sieht man in blau die Industrieproduktion seit 2011. Der Bau als rote Linie läuft nach wie vor auf Hochtouren!

Industrieproduktion und Bau im Langfristchart

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Aktuell: Deutsche Industrie besser, Dienstleister schwächer als erwartet

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Markit PMI; Februar) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe 47,8 (Prognose war 44,8; Vormonat war 45,3)

Dienstleistung 53,3 (Prognose war 53,8; Vormonat war 54,2)

Gesamtindex 51,1 (Prognose war 50,8; Vormonat war 51,2)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

„Die PMI-Vorabschätzungen zeigen, dass die Wirtschaftskraft Deutschlands auch im Februar wieder leicht zugelegt hat, und dies trotz der neuerlichen Rückschläge beim Exportneugeschäft infolge des Ausbruchs der Corona-Epidemie. Laut der befragten Industrieunternehmen hielten sich Produktionsunterbrechungen bislang weitgehend im Rahmen, wenngleich dies erst der Anfang einer potenziell länger andauernden Geschichte sein könnte. Den aktuellen Umfrageergebnissen zufolge legte die Binnennachfrage solide zu. So blieb der Servicesektor auf Wachstumskurs, obwohl die Touristenzahlen zurückgingen, und auch in der Industrie verlangsamte sich der Auftragsrückgang trotz sinkender Exportneuaufträge. Wider alle Erwartungen stieg der Industrie-PMI sogar auf ein 13-Monatshoch, wozu alle fünf der in die Berechnung des Hauptindexeseinfließenden Unterindizes beitrugen. Ein Großteil des Index-anstiegs geht allerdings auf das Konto des (inversen) Indexes Lieferzeiten, der wegen Lieferunterbrechungen in China eine deutliche Zunahme der Lieferprobleme signalisiert.“

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Erzeugerpreise nach vier Monaten Deflation überraschend im Plus – ein Grund!

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Vier Monate lang lagen die deutschen Erzeugerpreise im Minus mit -0,2%, -0,7%, -0,6% und -0,1%. Und jetzt hat das Statistische Bundesamt heute früh die Erzeugerpreise für den Monat Januar veröffentlicht. Sie steigen im Jahresvergleich um 0,2%, und im Monatsvergleich sogar um 0,8%. Einen höheren Preisanstieg des Gesamtindex gegenüber dem Vormonat hatte es letztmalig im April 2011 gegeben (+0,9 %). Wie kann das sein, dass es aktuell so stark nach oben geht im Monatsvergleich? Die Statistiker benennen dafür einen expliziten Grund. Hauptverantwortlich für diesen Anstieg waren die um 3,6 % höheren Preise für elektrischen Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung.

Was ist zu beachten? Wir haben es bei anderen Preisstatistiken in den letzten Tagen auch schon erwähnt, so auch heute. Man achte auf den in den letzten Wochen dramatisch gefallenen Ölpreis. Man darf wohl vermuten, dass die Erzeugerpreise und auch die gesamten Verbraucherpreise dank Öl für den Monat Februar deutlich schwächer gemeldet werden?

Für den Jahresvergleich sind aus der heutigen Veröffentlichung folgende Aussagen interessant. Zitat von den Statistikern:

Verbrauchsgüter waren im Januar 2020 um 3,6 % teurer als im Januar 2019. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2019 stiegen diese Preise um 0,1 %. Nahrungsmittel waren 5,2 % teurer als im Vorjahresmonat. Schweinefleisch kostete 35,2 % mehr als vor einem Jahr, Zucker 16,6 % mehr. Billiger als im Januar 2019 waren insbesondere Butter (-17,9 %) und Kartoffelerzeugnisse (-8,3 %).

Energie insgesamt war 1,0 % billiger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2019 stiegen die Energiepreise um 1,9 %. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 0,7 % höher als im Januar 2019. Gegenüber Dezember 2019 stiegen sie um 0,5 %.

Erzeugerpreise im Langfristchart

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Aktuell: ZEW Index schwach – Einbruch der Stimmung bei Exporteuren

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Der ZEW Index (Februar; Konjunkturerwartungen) ist mit +8,7 deutlich schwächer ausgefallen ausgefallen als erwartet (Prognose war +21,5; Vormonat war 26,7).

Die Einschätzung der aktuellen Lage ebenfalls schwächer, sie liegt bei -15,7 (Prognose war -10,3; Vormonat war -9,5).

Dazu kommentiert das ZEW: besonders starker Stimmungseinbruch in exportintensiven Branchen; Wirtschaft entwickelte sich Ende 2019 und Anfang 2020 schlechter als erwartet Lage „fragil“, Coronavirus belastet die Aussichten..

Der ZEW Index mißt die Stimmung von Analysten hinsichtlich der deutschen Wirtschaft

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