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Gedanken zum ifo-Index Deutschlands Konjunktur in Putins Händen – Aussagen eines Top-Experten

Deutschlands Konjunktur liegt in nächster Zeit wohl in Putins Händen. Dazu gibt es aktuell Aussagen eines Top-Experten zum ifo-Index.

Wladimir Putin und Russland-Fahne

Der heute veröffentlichte ifo-Index ist deutlich gefallen von 92,2 auf 88,6 Punkte. Die Erwartungen für die heutige Veröffentlichung lagen bei 90,2 Punkten. Das ifo-Institut sagt dazu heute, dass Deutschland an der Schwelle zur Rezession steht. Interessant sind im Nachgang dazu die aktuellen Äußerungen von Dr. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Er sieht den Verlauf der deutschen Konjunktur in den nächsten Monaten quasi in Putins Händen.

Laut Aussage von Dr. Jörg Krämer spiegelt der gefallene ifo-Index (niedrigster Wert seit zwei Jahren) vor allem die Angst der deutschen Unternehmen vor einer Gaskrise wider. Schließlich dürfte seiner Meinung nach Wladimir Putin früher oder später wieder am Gashahn drehen, um den Wählern und Politikern den Angstschweiß auf die Stirn zu treiben, damit sie die Ukraine nicht weiter militärisch unterstützen. Das ifo-Geschäftsklima deute nun wie auch der Einkaufsmanagerindex klar auf einen Abschwung der deutschen Wirtschaft hin. Wie schlimm es am Ende kommt, liege leider vor allem in Putins Händen.

Lässt man den Ausbruch der Corona-Krise außen vor, müsse man zur Finanzkrise 2008 zurückgehen, um ähnlich starke Einbrüche des ifo-Geschäftsklimas zu beobachten. Für dieses ernste Warnsignal gibt es laut der Aussage von Dr. Jörg Krämer gute Gründe, im Wortlaut:

– Gas-Unsicherheit: Nach der Wartung von Nord Stream 1 hat Russland die Lieferungen im Umfang von 40% des maximalen Leitungsvolumens wieder aufgenommen. Aber Putin dürfte früher oder später wieder am Gashahn drehen. Denn so könnte er den Wählern und Politikern den Angstschweiß auf die Stirn treiben, damit sie die Ukraine nicht mehr militärisch unterstützen und es für Russland weniger schwer wird, sich militärisch durchzusetzen.

– Hohe Energiepreise: Jenseits aller Unsicherheit sind massiv gestiegene Energiepreise für die deutschen Unternehmen bereits Realität. Laut einer Erhebung des DIHK gaben 16% der befragten Industrieunternehmen an, auf die gestiegenen Energiepreise mit einem Zurückfahren ihrer Produktion oder einer teilweisen Aufgabe von Geschäftsbereichen zu reagieren.

– US-Rezession: Wegen der umfangreichen Zinserhöhungen in den USA erwarten wir für die US-Wirtschaft für die erste Hälfte des kommenden Jahres eine Rezession. Schrumpft die Wirtschaft dieses wichtigen deutschen Handelspartners, strahlt das negativ auf die Unternehmen hierzulande ab.

Alles in allem dürfte sich die deutsche Wirtschaft laut Dr. Jörg Krämer bereits in einem Abschwung befinden. Wie schlimm es am Ende kommt, das liege leider vor allem in Putins Händen. Käme es zu einem kompletten Stopp der Gaslieferungen, wäre eine tiefe Rezession unvermeidlich.



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3 Kommentare

  1. Realistisch sehen das in Deutschland Ministerpräsident Michael Kretschmer, Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder und MdB Sahra Wagenknecht. Neben dem Bezug von Erdgas geht es auch um die Kosten für den Bezug von Erdöl.

  2. Dank der hinter dem Mond exakt durchdachten grünen Ideologie läuft doch alles bestens! Wann schickt man deren Propagandisten zum Arzt?

    1. @Dagoberti und Holger Voss
      Lieber denkt man erst einmal in Ruhe hinter dem Mond nach, statt in hellen Rampenlicht mit Vollgas in die ultimative Peinlichkeit und Sackgasse zu rasen. So wie Sie, Holger Voss und seine traurigen Marionetten Ministerpräsident Michael Kretschmer, Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder und MdB Sahra Wagenknecht.

      Das alles und mögliches weitere ähnliche hierzu natürlich als demokratisch zur Kenntnis genommen.

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