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Indizes

Die letzten Bären kippen um

Markus Fugmann

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am

Von Claus-Peter Sesin.

David Rosenberg und Nouriel Roubini, zwei der bekanntesten Aktien-Pessimisten, sind seit einigen Monaten bullisch, nachdem sie einen Großteil der Rallye ab 2009 verpasst hatten. Insbesondere David Rosenberg hatte in seinen Newslettern immer wieder – und mit recht stichhaltigen Argumenten – darauf hingewiesen, dass die starken Anstiege am US-Aktienmarkt nicht hinreichend fundamental unterlegt sind. Aktien und andere Assets stiegen trotzdem, weil die US-Notenbank die Märkte seit Dezember 2008 mit stets neuen Schüben frisch gedruckten Geldes überschwemmt. Die kurssteigernde Wirkung dieser Geldschwemme hatten viele Pessimisten unterschätzt.

Doch die Tatsache, dass nun die beiden prominentesten US-Bären ins Bullenlager gewechselt sind, kann man auch als kontraindikatorisches Indiz dafür werten, dass es mit den Höhenflügen schon bald wieder vorbei sein dürfte. Dafür fehlte bislang ein bärischer Trigger. Neuen „Zündstoff“ könnte der auf Anfang 2014 vertagte US-Schulden- und -Haushaltsstreit liefern sowie das für 2014 erwartete „Tapering“ (Reduzierung der Anleihenaufkäufe der Fed). Im Sommer 2011 korrigierten die US-Indizes infolge heftiger Haushaltsstreitigkeiten um rund 20 Prozent.

US-Marktkommentatoren warnen angesichts der jüngsten steilen Kursanstiege und teils recht hoher Bewertungen vor neuem „irrationalen Überschwang“ – eine Wortschöpfung des ehemaligen Fed-Präsidenten Alan Greenspan. Der „Magier der Märkte“ hatte damit im Jahr 1996 auf Überbewertungen am US-Aktienmarkt hingewiesen. Doch die Märkte stiegen damals unbeirrt weiter und toppten erst deutlich höher nach der Jahrtausendwende aus. Passend zum Bonmot des Ökonomen John M. Keynes, dass Märkte „länger irrational bleiben können als man selber liquide“. Diese Weisheit gilt bis heute – und sie wird auch nicht per se durch das „Kapitulieren“ ehemaliger Vorzeigebären wie Rosenberg und Roubini widerlegt. Dennoch deutet deren Umkippen darauf hin, dass wir eher am Ende als am Anfang des nunmehr 4,5-jährigen Bullenmarkts stehen.

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