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Die Schweizer wissen wie es geht – mach aus Luft 30 Milliarden Gewinn in 3 Monaten

Claudio Kummerfeld

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am

Ja, wir wissen, der Titel klingt natürlich etwas reißerisch, aber letztlich ist es so. Die Schweizer schaffen aus dem Nichts, quasi aus dem luftleeren Raum, gigantische Gewinne. Wenn der Normalbürger das doch auch so einfach machen könnte. Aber leider ist das Geldverdienen dieser Art nur für staatlich kreierte Notenbanken möglich.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte jahrelang (virtuell) in gigantischem Ausmaß Franken gedruckt, um sie gegen Dollar und Euro zu verkaufen. Damit will sie den Franken schwach halten. Damit hat sie aber das „Problem“, dass sie immer größere Berge an Dollars und Euros angehäuft hatte. Die werden auch zu guten Teilen in US-Aktien angelegt, weshalb die Nationalbank in unzähligen großen Titeln engagiert ist.

Und so kommt es zu folgendem Umstand. Laufen die Aktienkurse gut, verdient sich die Schweizerische Nationalbank dumm und dämlich. Wie sie heute mitgeteilt hat, war es allein im 1. Quartal 2019 ein Gewinn von 30,7 Milliarden Franken. 29,3 Milliarden Franken davon rühren her aus Gewinnen der Fremdwährungspositionen. Dazu die SNB im Wortlaut:

Die Zins- und Dividendenerträge betrugen 2,4 Mrd. Franken bzw. 0,7 Mrd. Franken. Auf Zinspapieren und -instrumenten resultierte ein Kursgewinn von 6,9 Mrd. Franken. Das positive Börsenumfeld führte zudem zu einem Gewinn von 17,4 Mrd. Franken auf Beteiligungspapieren und -instrumenten. Die wechselkursbedingten Gewinne beliefen sich auf insgesamt 1,9 Mrd. Franken.

Ende 2018 hatte die SNB einen Devisenberg von umgerechnet 763 Milliarden Franken angehäuft. Bei so einer Manövriermasse können schon mal satte Gewinne, aber auch Verluste anfallen. Zuletzt, dank der guten Börsenlage, lief es halt sehr gut. Die Bilanzsumme von 817 Milliarden Franken zu Ende 2018 ist übrigens vier mal so hoch wie noch 2009! Das ist doch alles nicht mehr normal. Und all das nur, damit der Franken nicht immer weiter aufwertet.

Schweiz - Schweizerische Nationalbank
Die Schweizerische Nationalbank in Bern. Foto: Baikonur CC BY-SA 3.0

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Andreas

    25. April 2019 17:57 at 17:57

    Da kann nur noch Internet-Gott Jeff „Die Krake“ Bezos mithalten. Wann war nochmal der Scheidungtermin, wo Mister Jeff Bezos ca. 37 Milliarden investierte Dollar in Amazonaktien an seine Ex-Frau abgeben musste? Vor wenigen Wochen erst, Anfang April.
    Inzwischen hat er sich 31 Milliarden zurück geholt, da seine Amazonaktien ordentlich gestiegen sind.
    Es geht also noch schneller als die Schweizer. Jeff Bezos lässt sich nicht Lumpen, der kleine Schlawiner.

  2. Avatar

    Md

    25. April 2019 21:24 at 21:24

    mal ne frage. grundsätzlich könnte das doch jedes land machen oder, also die jeweilige nationalbank druckt geld und kauft weltweit interessante aktien.

  3. Avatar

    Prognostiker

    25. April 2019 21:40 at 21:40

    Nicht vergessen, wenn es steigt geht alles gut, wenn es fällt muss das stark gehebelte Scheinvermögen abgesichert oder verkauft werden, denn das Eigenkapital ist sofort weg.
    Die alten Plauderitheorien von „Korrekturen durchstehen“ sind unmöglich.Der Tag an dem die grossen DICKFISCHE wettteifern um als Erster aus dieser Notenbankfalle auszusteigen wird interessant.Die NotenbankenPut- Gläubiger werden vom Börsengott enttäuscht werden.

  4. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 26. April 2019 | das-bewegt-die-welt.de

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Zinskosten: So gigantisch sind die Ersparnisse für Kreditnehmer im Langzeitvergleich

Claudio Kummerfeld

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am

Dass Kreditnehmer in einem jahrelangen Umfeld immer weiter fallenden Zinsen die großen Gewinner sind, das ist kein Geheimnis. Aber es ist mal interessant zu sehen, wie viel Zinsen ein Häuslebauer vor 20 Jahren gezahlt hat, im Vergleich zu einem heutigen Abschluss, bei selber Kreditsumme und Tilgungshöhe. Die Interhyp AG hat aktuell einen Vergleich veröffentlicht, der die tatsächliche Dimension aufzeigt, wie viel Geld man heutzutage spart.

Hat man im Jahr 2000 abgeschlossen, entstanden bei einer Darlehenssumme für einen Immobilienkredit über 300.000 Euro und 2 Prozent Tilgung in 10 Jahren insgesamt 172.000 Euro an Zinskosten. Damals lagen die Zinsen bei 6,5 Prozent. Mit heute nur noch 0,8 Prozent hat man gerade mal noch 22.000 Euro Zinskosten! Das lohnt sich natürlich besonders für Häuslebauer, weil die Darlehenssummen hier so hoch sind, so möchten wir anmerken – aber die Sache hat einen Haken. Wo man als Kreditnehmer für Häuschen oder Eigentumswohnung extrem stark bei den Zinskosten spart, da zahlt man auf der anderen Seite drauf bei den in den letzten Jahren explodierten Immobilienpreisen.

Sicherlich sind die aktuellen Informationen der Interhyp AG auch eine schlecht versteckte Eigenwerbung, aber sei es drum. Die Experten sagen, auszugsweise im Wortlaut:

Auch wenn vielerorts die gestiegenen Immobilienpreise höhere Darlehenssummen erfordern, bleiben die Raten für viele Menschen leistbar. Der Zinsvorteil ermöglicht in vielen Fällen eine höhere Tilgung als früher. Die Expertin rät Eigenheimbesitzern, die Sparchancen für ihre Anschlussfinanzierung zu nutzen und sich schneller zu entschulden. Bauherren und Käufer sollten die Finanzierung wohlüberlegt angehen. Wichtig sei, bei der Finanzierung einen möglichen Zinsanstieg in Zukunft einzukalkulieren und mit langen Zinsbindungen und hohen Tilgungen vorzusorgen.

Hier auszugsweise weitere Aussagen von Interhyp. Zitat:

Im März 2020 sind die Zinsen auf ein neues Allzeittief von rund 0,7 Prozent im Mittel gefallen und auch jetzt liegen sie nur knapp darüber, berichtet Interhyp. Zum Teil sind sogar Bestzinsen von unter 0,5 Prozent möglich. Die Monatsrate für einen Musterkredit über 300.000 Euro (0,8 Prozent) beträgt im Herbst 2020 bei einer zweiprozentigen Anfangstilgung nur noch 700 Euro. Die Zinskosten über 10 Jahre liegen dafür heute nur bei 22.000 Euro – einem Bruchteil der Kosten bei Abschluss im Jahr 2000.

Rat der Experten: Sparchancen für schnelle Entschuldung nutzen

Um die Zinsersparnis zu verdeutlichen, hat Interhyp in der Beispielrechnung immer mit der gleichen Anfangstilgung gerechnet. Der Rat der Finanzierungsexperten ist jedoch, heute eine höhere Tilgung zu wählen. Das sei möglich mit Raten, die nicht wesentlich über denen früherer Jahre liegen. Mirjam Mohr: „Unsere Daten zeigen, dass Kreditnehmer ihre Entschuldung im Blick behalten. Die anfängliche Tilgung bei Bauherren und Käufern ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von unter zwei im Mittel auf über drei Prozent gestiegen. Bei der Anschlussfinanzierung ist sie sogar von unter drei Prozent auf rund sechs Prozent gestiegen.“ Viel sparen im Vergleich zu früher könnten vor allem Eigenheimbesitzer mit Bedarf für eine Anschlussfinanzierung. Bauherren und Käufer sollten mit Blick auf hohe Kaufpreise und Darlehenssummen auf Sicherheit achten, zum Beispiel, indem sie günstige Zinsen mit langen Zinsbindungen festschreiben oder viel tilgen. „Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das Zinsniveau über die Jahre deutlich ändern kann“, sagt Mirjam Mohr.

Grafik zeigt im Langfristvergleich sehr stark gesunkene Zinskosten

Chart zeigt langfristig extrem stark sinkende Zinsen

Grafiken und Daten: Quelle Interhyp

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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