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Aktien

Diese Märkte sollten Investoren in 2020 genau beobachten

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Wer sein Geld profitabel anlegen möchte, der muss immer neue Wege finden, um attraktive Renditen zu erzielen. In der Vergangenheit konnten Renditen von mehreren Prozent sogar mit einem Sparbuch oder einer Anlage in Festgeld erzielt werden. Doch diese Zeiten sind leider vorbei und Sparer müssen sogar froh sein, wenn für höhere Vermögen keine Strafzinsen anfallen. Das ist einer der Gründe, warum sich wieder mehr Deutsche an die Aktienmärkte trauen. Eigentlich gelten die Deutschen insgesamt als eher risikoscheu, die Aktienkultur ist wenig ausgeprägt. Wer sich trotzdem an diese Art der Geldanlage herantraut, kann beachtliche Renditen erzielen. Selbst eine Investition in einen Index wie den DAX oder den S&P 500 verspricht durchschnittliche Renditen von um die sieben Prozent pro Jahr. Das basiert zwar nur auf historischen Werten, ist aber allgemein anerkannt.

Wer eine höhere Rendite möchte, kann dies mit Einzelwerten versuchen. Aktuell gibt es einige Wachstumsmärkte, in denen spannende Unternehmen mit hohen Renditechancen locken. Doch welche Branchen sind das eigentlich?

Unterhaltung wird immer wichtiger

In der Unterhaltungsindustrie gibt es aktuell sehr viele Veränderungen. Ein schillerndes Beispiel dafür ist Netflix. Das im Jahr 1997 gegründete Unternehmen schaffte binnen weniger Jahre einen rasanten Aufstieg. Auch jetzt ist Netflix sicherlich noch eine Investition wert. Allerdings gibt es noch einige weitere Unternehmen, die noch nicht so sehr in den Fokus der Anleger gerückt sind und deshalb unterbewertet sein könnten. So sorgt die Liberalisierung des europäischen Glücksspielmarkts vermutlich dafür, dass sich die Aktien von Unternehmen aus der Branche in Zukunft hervorragend entwickeln.

Es lohnt sich also, nach attraktiven Unternehmen zu suchen, die aktuell noch eine geringe Marktkapitalisierung haben und aus diesem Grund potentiell hohe Renditen bieten können.

Grüne Unternehmen sind auf dem Vormarsch

Der Hype um Beyond Meat hat gezeigt, dass das Thema Nachhaltigkeit auch bei der Geldanlage eine wichtige Rolle spielt. Die Aktie des Herstellers von veganen Fleischersatzprodukten legte einen echten Höhenflug hin, nachdem einige große Partnerschaften bekannt gegeben wurden. Ob sich ein Investment in die Aktie von Beyond Meat heute noch lohnt ist fraglich. Doch der Hype und die damit einhergehenden Kurssteigerungen haben gezeigt, dass die Nachhaltigkeit für Investoren immer wichtiger wird.
Gerade im Bereich der Ernährung gibt es viele Unternehmen, die die Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Grundpfeiler ihrer Philosophie gemacht haben. Sie versuchen durch innovative Lebensmittel und Kreationen einen Teil dieses großen Markts zu erobern.

Auch im Bereich der Mobilität gibt es viele Firmen, die durch innovative Lösungen etwas für den Umweltschutz tun möchten und dabei ein hervorragendes neues Produkt schaffen. Ein Beispiels dafür ist Tesla mit seinen Elektroautos. Im Bereich Carsharing gibt es aber ebenfalls einige Neugründungen, die für Investoren spannend sein können.

Fintechs bringen Bewegung in die Finanzbranche

In den letzten Jahren waren die Aktien von Banken mit viel Risiko behaftet. Die Nachwirkungen der Finanzkrise sind teilweise auch heute noch zu spüren. Allerdings gibt es einige FinTechs, die für viel Bewegung in der Branche sorgen. Beispielsweise die Bank N26. Die Direktbank bietet ein enorm einfaches Girokonto und ist gerade bei jungen Leuten beliebt. Wer von den Innovationen in der Finanzbranche profitieren möchte, sollte also gerade im Bereich der FinTechs schauen.

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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