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Dollar-Index steigt - Aktienmärkte fallen Dollar-Comeback: Wetten auf stärkere Zinserhöhungen nehmen zu

Dollar-Comeback: Wetten auf stärkere Zinserhöhungen nehmen zu

Der Dollar hat zuletzt wieder deutlich zugelegt und gleicht damit den vorherigen Jahresverlust aus. Angesichts höher als erwartet ausgefallenen US-Inflationsdaten nehmen die Wetten auf stärkere US-Zinserhöhungen zu. Es sind vor allem die Devisen- und Anleihemärkte, die inzwischen weitere Zinsanhebungen der Fed und eine höhere Endrate in diesem Jahr einpreisen. Auch der Goldpreis reagierte zuletzt mit kräftigen Abgaben auf die jüngsten Inflationsdaten, da der Dollar Stärke zeigte und die Renditen nach oben sprangen.

Nur die Aktienmärkte hatten mal wieder eine lange Leitung. Erst die gestern veröffentlichten Erzeugerpreise führten zu einem Rückschlag, nachdem es zuvor noch Tage lang aufwärts gegangen war. Die Aktienmärkte hatten lange auf einen baldigen Fed-Pivot spekuliert – Wetten, die möglicherweise verfrüht waren. Der Dollar-Index brach nach einer Konsolidierungsphase nach oben aus und hat nun zusätzliches Aufwärtspotenzial.

Dollar-Index: Rebound - weiteres Aufwärtspotenzial

Dollar: Wetten auf Zinserhöhungen

Dazu berichet Bloomberg: Der Dollar legte am Freitag gegenüber allen wichtigen Währungen zu und machte seine Jahresverluste wett, da immer mehr auf weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve gewettet wird.

Der Bloomberg Dollar Spot Index kletterte um mehr als 0,3 % und war damit auf dem besten Weg, seine Verluste für 2023, die zeitweise über 2,5 % lagen, auszugleichen. Der Yen und der neuseeländische Dollar führten die Rückgänge unter den Mitgliedern der Gruppe-der-10 an, während die Währungen der asiatischen Schwellenländer ebenfalls fielen, angeführt vom südkoreanischen Won.

Dollar: Jahresverluste ausgeglichen - Wetten auf Zinserhöhungen der Fed

Am Donnerstag signalisierten zwei der hawkishen Fed-Mitglieder, dass sie eine Rückkehr zu stärkeren Zinserhöhungen in der Zukunft befürworten, um die Inflation zu besiegen. Die Daten zeigten, dass die Erzeugerpreise im Januar stärker als erwartet gestiegen sind, was den anhaltenden Inflationsdruck unterstreicht, der die Erwartungen an eine Anhebung der Fed-Sätze erhöht.

„Das Gerede der FOMC-Falken James Bullard und Loretta Mester über eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte treibt die US-Kurzfristrendrenditen in die Höhe und nimmt den Dollar mit“, so David Forrester, Senior Devisenstratege bei Credit Agricole CIB in Singapur. „Starke US-Konjunktur- und Inflationsdaten lassen die Anleger endlich zu der Überzeugung gelangen, dass die Fed Recht hat und die Zinsen deutlich steigen müssen, um die Inflation zu zähmen.

Laut Viraj Patel, Stratege bei Vanda Research in London, sind die Kursgewinne des Dollars ein Weckruf für die weit verbreitete pessimistische Haltung gegenüber der Weltleitwährung. Die Anleger hatten sich zu sehr auf eine abwartende Haltung der Fed und ein globales Wachstum, das die USA übertrifft, verlassen – Wetten, die möglicherweise verfrüht waren.

„In den letzten Wochen wurde uns vor Augen geführt, dass die Fed in diesem Jahr möglicherweise nicht viel dovisher ist als andere Zentralbanken“, sagte er. „Wir erreichen Dollar-Niveaus, die die makroökonomischen Aussichten der USA angemessen widerspiegeln.

FMW/Bloomberg/Erster Chart von TraidnigView



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