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Märkte

Eine ganz seltene Gattung..

Markus Fugmann

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am

Bären sind eine Gattung, die in Banktürmen so gut wie nie vorkommt: zu unwirtlich sind die Lebens-Bedingungen dort, sie finden schlichtweg zu wenig geistiges Futter und suchen sich daher meist andere Biotope, um zu überleben. Schließlich basieren die Geschäftsmodelle der Banken auf Optimismus, man hat zu 99,99% für Privatkunden Produkte im Portfolio, die darauf basieren, dass alles noch besser wird, als es ohnehin schon ist. Da ist dann einfach kein Platz für Pessimisten – oder sollten wir besser sagen, Realisten?

Eines der ganz seltenen Exemplare dieser Gattung Bär, die in Banken bislang überlebt haben, ist Albert Edwards bei der SocGen. Edwards führt ein Dasein bei SocGen wie ein Elefant in der Großstadt: man hält ihn für ein Naturphänomen und übernimmt seinen Unterhalt – vielleicht, so die Überlegung, könnte er eines Tages doch noch nützlich werden. Denn der Pessimismus von Edwards ist fast schon sprichwörtlich, sodass seine Prognosen angesichts der von den Notenbanken aufgepumpten Aktienmärkte häufig ins Leere greifen. Aber langfristig dürfte Edwards ganz richtig liegen..

Denn Edwards ist in ökonomischer Hinsicht ein Fundamentalist, also einer, der noch an Fakten glaubt, während es die Aktienmärkte eher mit den Mythen halten – und ihren rationalen Anker in den reichlichen Liquiditäts-Geschenken der Notenbanken haben. So werden dann Mythen durch faktische Kursverläufe bestätigt, ein Experiment, das historisch gesehen jedoch selten von langer Erfolgsdauer ist.

Und nun hat Edwards wieder einmal einen Leckerbissen für uns, der die nach außen hin guten Zahlen von S&P500-Unternehmen in einem anderen Licht erscheinen lässt:

„At first look, growth in US net income last year looks remarkably good.
With nearly all S&P 500 names having reported year-end figures, net
income grew 14% last year, or 12.8% on an ex-financial basis. This is
fairly impressive growth given  the lacklustre economic backdrop. So
should we be celebrating? Well we are not so sure, as the source
of this growth is not a robust improvement in operating cash flow, but
is to be found in the large goodwill write-downs of 2012“. (zitiert nach zerohedge.com)

Also keine echte Verbesserung im operativen cashflow von Unternehmen, sondern Abschreibungen haben die Bilanzen der Unternehmen aufgehübscht.

Und dann eine Prognose, die es in sich hat:

„So where does this leave us? This cycle is already long in the tooth at 56 months and the resultant slowing productivity growth is beginning to impact profits adversely. While profits growth is so anaemic, any adverse shock such as an Asian currency devaluation that we have discussed previously (including both Japan and China), will be enough to deepen that profits recession and send US investment expenditure into decline. While most equity investors appear to believe that the US economy has reached escape velocity, a recession carries a far higher risk than the market supposes“.

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Aktien

Tesla-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, Aktie steigt nachbörslich

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto von innen

Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 8,77 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 6,3/zweites Quartal 2020 6,04/erwartet für heute 8,26).

Der Gewinn liegt bei 0,76 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal +1,91/zweites Quartal 2020 +2,18/erwartet für heute +0,56).

Die „Automotive gross margin“ steigt im Jahresvergleich von 22,8 Prozent auf 27,7 Prozent.

Der Sonderumsatzposten „regulatory credits“ trägt 397 Millionen Dollar zum Autoumsatz bei, im Vorquartal waren es 428 Millionen Dollar.

Der Free Cash Flow steigt im von 418 Millionen Dollar im Vorquartal auf 1,395 Milliarden Dollar.

Die Aktie von Tesla reagiert nachbörslich mit +3,2 Prozent.

Datenblatt zeigt aktuelle Tesla-Quartalszahlen

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Finanznews

Aktienmärkte: Der Glaube stirbt zuletzt – aber er stirbt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute wieder einmal mit einem starken Start – aber dann bröckelten die Gewinne wieder ab. Nach wie vor dreht sich alles um den Stimulus in den USA – nach erneut optimistischen Aussagen waren es dann Aussagen von Goldman Sachs, die die Euphorie bremsten. Dann wieder optimistische Aussagen von Nacy Pelosi – es ist derzeit ein Hin- und Her für die Aktienmärkte ohne klare Richtung, je nach Nachrichtenlage. Dennoch: eine Einigung wird vor der Wahl extrem schwierig, aber der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt. Der Fokus richtet sich nun auf die morgige Debatte zwischen Trump und Biden. Der Dax dagegen bleibt weiter auffallend schwach..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

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Aktien

Tesla-Quartalszahlen heute Abend – hier eine kurze Vorschau

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto

Tesla meldet heute Abend seine Quartalszahlen. Wir werden dann umgehend berichten. Hier eine kurze Vorschau. Vor genau einem Jahr lag der Quartalsumsatz noch bei 6,3 Milliarden Dollar, im zweiten Quartal 2020 waren es 6,04 Milliarden Dollar. Für heute liegen die durchschnittlichen Erwartungen von 15 Analysten bei 8,26 Milliarden Dollar.

Gewinnerwartung für Tesla

Beim Gewinn pro Aktie lag Tesla bei seinen Quartalszahlen vor einem Jahr bei +1,91 Dollar, und im zweiten Quartal 2020 bei +2,18 Dollar. Für heute Abend liegen die Erwartungen für das 3. Quartal bei 0,56 Dollar. Bei Tesla kommt es oft zu Überraschungen. Kann Elon Musk diese 0,56 Dollar Erwartung auch dieses Mal sensationell nach oben toppen? (mit welcher buchhalterischen Kreativität auch immer)

Auslieferungen und Steuergutschriften

Die Auslieferungszahlen für das 3. Quartal hatte Tesla bereits am 2. Oktober veröffentlicht, und die Schätzungen von 137.000 Autos für diese drei Monate übertroffen mit 139.300 Stück. Analysten erwarten auch einen weiteren kräftigen Beitrag zum Gewinn durch „regulatorische Steuergutschriften“, die Tesla an andere Autohersteller verkauft. In den letzten Quartalen haben diese Verkäufe einen netten Teil, und manchmal sogar den gesamten Quartalsgewinn ausgemacht.

Im Chart sehen wir die Tesla-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate. Nach dem Aktiensplit wirkt die Aktie optisch viel günstiger, aber der reale Kursgewinn ist ja der selbe geblieben. Im Februar direkt vor Ausbruch des großen Börsencrash notierte die Aktie (Aktiensplit schon berücksichtigt) noch bei 185 Dollar, jetzt sind es 427 Dollar.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie in den letzten zwölf Monaten

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