Europa

Erzeugerpreise in der Landwirtschaft im August +34,5 Prozent

Die Erzeugerpreise in der Landwirtschaft legen im August um 34,5 Prozent zu. Dabei gibt es zwischen Tieren und Pflanzen große Preisunterschiede.

Traktor auf einem Feld

Die deutschen Erzeugerpreise in der Landwirtschaft sind im August im Jahresvergleich um 34,5 Prozent angestiegen, und übertreffen damit die Teuerungsraten der letzten Monate. So zeigen es heute früh veröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamts. Die Unterschiede bei den Preissteigerungen zwischen pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen ist dabei aber enorm. Die Preise für pflanzliche Produkte erhöhten sich mit +21,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat weniger stark als die für tierische Erzeugnisse (+44,1 %).

Entwicklung der Erzeugerpreise in der Landwirtschaft seit dem Jahr 2016

Hier die Detailangaben der Statistiker:

Der Preisanstieg bei den pflanzlichen Produkten ist auch in diesem Monat vor allem auf die Getreidepreise zurückzuführen. Im August 2022 lag der Preisanstieg beim Getreide um 39,7 % über dem Vorjahresmonat. Im Juli hatte die Preissteigerung noch 53,2 % betragen. Gegenüber dem Vormonat blieben die Preise im August unverändert.

Preise für Obst gesunken, für Gemüse, Kartoffeln und Raps gestiegen

Die Erzeugerpreise für Obst waren im August 2022 um 9,0 % niedriger als noch vor einem Jahr. Preisrückgänge gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -21,3 %.

Beim Gemüse (+10,0 % gegenüber August 2021) stiegen insbesondere die Preise für Blumenkohl (+34,3 %) und Gurken (+57,1 %).

Der Preisanstieg für Speisekartoffeln betrug im August 2022 im Vergleich zum August 2021 +23,0 %. Das Handelsgewächs Raps verteuerte sich im August 2022 um 17,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Juli 2022 hatte die Vorjahresveränderung noch +25,2 % betragen.

Preise für tierische Erzeugnisse um 44,1 % gestiegen, für Milch um 55,9 %

Die Preise für tierische Erzeugnisse lagen im August 2022 um 44,1 % über den Preisen vom August 2021. Der Milchpreis lag im August 2022 um 55,9 % über dem Vorjahresmonat; im Juli 2022 waren es +51,7 % im Vorjahresvergleich. Damit setzte sich der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat bei der Milch seit März 2021 kontinuierlich fort. Im Februar 2022 lag der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat erstmals bei über 30 %.

Bei den Preisen für Tiere gab es im August 2022 einen Preisanstieg von 35,5 % im Vergleich zum August 2021. Im Juli 2022 hatte die Preissteigerung zum Vorjahresmonat 29,0 % betragen. Dabei stiegen die Preise für Rinder im August 2022 um 25,3 %, die der Schlachtschweine um 42,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Preise für Geflügel lagen im August 2022 um 36,6 % höher als im August 2021. Ausschlaggebend hierfür ist insbesondere der Preisanstieg bei Hähnchen (+39,9 %).



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