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Europa

Europa weitet Überschuss gegen die USA aus – das dürfte Onkel Donald nicht freuen

Eurostat hat für die Eurozone und für die Gesamt-EU die Außenhandelsdaten für den Monat Januar bekanntgegeben. Und die dürften Donald Trump wenig freuen, da er sich ja gerade auf dem großen Rachefeldzug für die benachteiligten US-Arbeiter…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Eurostat hat für die Eurozone und für die Gesamt-EU die Außenhandelsdaten für den Monat Januar bekanntgegeben. Und die dürften Donald Trump wenig freuen, da er sich ja gerade auf dem großen Rachefeldzug für die benachteiligten US-Arbeiter befindet. Hier Eurostat im Wortlaut erstmal zu den Im- und Exporten der Eurozone:

Nach ersten Schätzungen lagen die Warenausfuhren des Euroraums (ER19) in die restliche Welt im Januar 2018 bei 178,6 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 9,1% gegenüber Januar 2017 (163,7 Mrd.). Die Einfuhren aus der restlichen Welt beliefen sich auf 175,4 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 6,3% gegenüber Januar 2017 (165,0 Mrd.). Infolgedessen registrierte der Euroraum im Januar 2018 einen Überschuss von 3,3 Mrd. Euro im Warenverkehr mit der restlichen Welt, gegenüber einem Defizit von 1,4 Mrd. im Januar 2017.

Während die Eurozone vor allem dank der deutschen Überschüsse von 17,9 Milliarden Euro im Plus liegt, erwirtschaftet die Gesamt-EU ein Defizit im Außenhandel von 20,3 Milliarden Euro. Das liegt fast ausschließlich an den Briten mit ihren chronischen Defiziten im Außenhandel. Nur im Januar steuerten die Briten ein Defizit von 16,4 Milliarden Euro bei. Das bedeutet auch: Wenn die Briten aus der EU ausgetreten sind, gleichen sich die Außenhandelsdaten von Eurozone und Gesamt-EU ziemlich stark an, da die Briten als kräftiger „Verlustbringer“ entfallen.

Zitat Eurostat:

Nach ersten Schätzungen betrugen die Extra-EU28-Warenausfuhren im Januar 2018 150,5 Milliarden Euro, ein Anstieg von 6,5% gegenüber Januar 2017 (141,3 Mrd.). Die Einfuhren aus der restlichen Welt beliefen sich auf 170,8 Mrd. Euro, ein Anstieg von 7,6% gegenüber Januar 2017 (158,7 Mrd.). Infolgedessen registrierte die EU28 im Januar 2018 ein Defizit von 20,3 Mrd Euro.

Das dürfte Donald Trump nicht gefallen

Die folgende Grafik zeigt die Außenhandelsbilanz der Gesamt-EU in Relation zu ihren wichtigsten Außenhandelspartnern. Hier sieht man: Europa hatte im Januar 2017 einen Handelsbilanzüberschuss gegenüber den USA in Höhe von 9,7 Milliarden Euro. Jetzt ein Jahr später sind es 10,3 Milliarden Euro! Uhhhhhhh, das bedeutet also bald Zölle auf Mercedes und BMW, wie angekündigt?

Aber schon die nächste Zeile in der Grafik zeigt, wie vernetzt die Welt heutzutage ist. Wo Europa kräftig Plus mit den Amerikanern macht, importieren wir ja heutzutage so ziemlich alle Haushaltswaren aus dem Land der Mitte. Daher haben wir ein Handelsdefizit mit China in Höhe von 20,5 Milliarden Euro. Gegenüber Januar 2017 mit 19,4 Milliarden Euro hat es sich weiter vergrößert.

Dass die EU mit Russland ein 7,7 Milliarden Euro-Defizit hat, lässt sich leicht durch ein Einfuhren von Öl und Gas erklären! Ähnlich erklärt sich auch das große EU-Defizit mit dem kleinen Norwegen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro. Was meinen Sie wohl, woher die Norweger ihr Geld bekommen um den weltgrößten Staatsfonds immer weiter aufzustocken.


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Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Jan

    19. März 2018 18:42 at 18:42

    Fazit oder wie werden wir besser:
    1. Mehr energie selbst erzeugen.
    2. Die Importe aus China kritisch anschauen und prüfen wie wir ein teil davon doch wieder selber herstellen und wirtschaftlich an den man bringen können.

    Und Frage: in wiefern sind die Gewinne die mit Deutschen Firmenniederlassungen im Ausland erwirtschaftet werden in diesen Zahlen mit drin?

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Europa

ifo Index schwächer, erster Rückgang seit sechs Monaten

„Die Unternehmen blicken deutlich skeptischer auf die Entwicklung in den kommenden Monaten“

Markus Fugmann

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Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für Oktober veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 92,7 (Prognose war 93,0; Vormonat August war 93,4) – der erste Rückgang nach fünf Monaten Anstieg in Folge

– aktuelle Lage 90,3 (Prognose war 89,9 ; Vormonat war 89,2)

– Erwartungen: 95,0 (Prognose war 96,5; Vormonat war 97,7)

Dazu ifo in einer Pressemitteilung:

„Die Stimmung unter den Unternehmenslenkern hat sich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Oktober auf 92,7 Punkte gesunken, nach 93,2 Punkten[1] im September. Dies ist der erste Rückgang nach fünf Anstiegen in Folge. Die Unternehmen blicken deutlich skeptischer auf die Entwicklung in den kommenden Monaten. Ihre aktuelle Situation beurteilten sie hingegen etwas besser als im Vormonat. Angesichts steigender Infektionszahlen nehmen die Sorgen der deutschen Wirtschaft zu.

Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Geschäftsklimaindikator erstmals seit Juni 2019 wieder im positiven Bereich. Deutlich mehr Firmen waren mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Die Unternehmen konnten ihre Kapazitätsauslastung im letzten Quartal deutlich von 75,3 auf 79,8 Prozent steigern. Der zuletzt aufgekommene Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate hat aber einen merklichen Rückschlag erhalten.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima hingegen merklich verschlechtert. Die Dienstleister waren weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage. Zudem ist der Optimismus der Vormonate zur weiteren Geschäftsentwicklung wieder verschwunden.

Im Handel ist Geschäftsklimaindikator leicht gesunken. Während die Händler pessimistischer auf die kommenden Monate schauen, waren sie mit den laufenden Geschäften zufriedener.

Auch im Bauhauptgewerbe ist die Aufwärtsbewegung des Geschäftsklimas gestoppt. Die Unternehmen korrigierten ihre sehr guten Einschätzungen zur aktuellen Lage deutlich nach unten. Auch ihre Erwartungen fielen etwas pessimistischer aus.“

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Schwache Dienstleister, starkes Gewerbe

„Dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Oktober) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 54,5 (Prognose war 53,2; Vormonat war 54,7)

Verarbeitendes Gewerbe: 58,0 (Prognose war 55,1; Vormonat war 56,4)

Dienstleistung: 48,9 (Prognose war 49,2; Vormonat war 50,6)

Damit bestätigt sich der Trend der letzten Zeit: Dienstleistung leidet, Gewerbe bleibt robust (noch?)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 47,3 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 48,0)

(Hinweis: das ifo Institut hat soeben mitgeteilt, dass die ifo Umfrage erst am Montag veröffentlicht wird, im Videoausblick hatte ich gesagt, dass die Zahlen heute um 10Uhr veröffentlicht werden).

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt: „dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

„Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker, wie der Oktober-Flash zeigt.
Obwohl einige Dienstleistungsunternehmen unter den neuen Restriktionen und der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der ‘zweiten Welle’ leiden, hielten sich die Geschäftseinbußen hier insgesamt noch in Grenzen. Gleichzeitig hat die boomende Industrie der Konjunktur ordentlich Auftrieb verliehen. Folglich sieht es zunehmend nach einer Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten aus. Das verarbeitende Gewerbe ist bisher weniger stark von den neuen Restriktionen betroffen als der Servicesektor und hat zudem enorm vom wieder
florierenden Welthandel profitiert. Da sich immer mehr Industrieunternehmen dem Wachstumsniveau von vor der CoronavirusPandemie nähern oder es sogar schon erreicht haben, wird ein dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger. So sind die Erwartungen der Hersteller im Oktober auch erstmals seit siebenMonaten wieder leicht gesunken. Dennoch, Sorgenkind Nummer eins bleibt der Dienstleistungssektor.”

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Deflation im Westen – Inflation nur in Osteuropa

Redaktion

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Soeben wurden für die Eurozone für den Monat September die Verbraucherpreise veröffentlicht (2.Veröffentlichung). Sie gehen im Jahresvergleich um -0,3 Prozent zurück, nach -0,2 Prozent im August und +0,4 Prozent im Juli. Auffallend: Inflation gibt es nur im Osten, während der Westen eher unter Deflation leidet.
Zum Vormonat steigen die Verbraucherpeise um +0,2%, ebenso in der Kernrate (ohme Nahrung und Energie) um +0,2%.

Dazu schreibt Eurostat, das die Daten erhebt:

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im September 2020 bei -0,3%, gegenüber -0,2% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 0,8% betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im September 2020 bei 0,3%, gegenüber 0,4% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,2% betragen. .
Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (-2,3%), Zypern (-1,9%) und Estland (-1,3%) gemessen.
Die höchsten jährlichen Raten wurden in Polen (3,8%), Ungarn (3,4%) und Tschechien (3,3%) gemessen.

Die Verbraucherpreise in den jeweiligen Ländern

 

Gegenüber August ging die jährliche Inflationsrate in dreizehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in sieben unverändert und stieg in sieben an.
Im September kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,34 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,24 Pp.), Industriegütern ohne Energie (-0,08 Pp.) sowie Energie (-0,81 Pp.).

Die Verbraucherpreise in der EU und der Eurozone

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