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Evergrande-Krise: Notenbank pumpt Geld in Markt, Experte mit Lagebild

Guangzhou ist eine der Mega-Städte in China

Heute früh hat Markus Fugmann die Evergrande-Tragödie für China bereits in seinem Videoausblick besprochen (hier zu finden). Aktuell nimmt auch der Börsenexperte Andre Stagge im folgenden Video dazu Stellung. Er zeigt in Charts nicht nur die schlechte Entwicklung der Aktie, sondern geht vor allem auch auf die Anleihen von Evergrande ein, deren Kurse jetzt unter 30 Cents auf den Dollar notieren. Auch die Zinsen schießen in die Höhe. 300 Milliarden Dollar Schulden hat der Immobilien-Gigant Evergrande angehäuft, und nächste Woche läuft eine wichtige Zahlungsfrist aus. Steht der Kollaps bevor?

Heute sehen wir Berichte über die chinesische Notenbank, die ihre Geldspritzen für das chinesische Finanzsystem im Zuge der Evergrande-Krise erhöht. Sie hat heute über 7 und 14-tägige Reverse-Repo-Geschäfte netto 90 Milliarden Yuan (ca 14 Milliarden Dollar) zur Verfügung gestellt, so viel wie seit Februar nicht mehr. Es war das erste Mal in diesem Monat, dass die Behörden dem Bankensystem an einem einzigen Tag mehr als 10 Milliarden Yuan an kurzfristiger Liquidität zuführten. Offensichtlich versucht man über diesen Weg die Finanzmärkte in China zu beruhigen.

Im folgenden Chart sehen wir seit März als blaue Linie die konstant fallende Evergrande-Aktie. Im Vergleich dazu sehen wir in orange den S&P 500 Index, und in grün den Shanghai Composite Index. Die westlichen Aktienmärkte scheinen sich immer noch kaum für Evergrande und mögliche größere Auswirkungen zu interessieren, während der China-Index diese Woche schon einen erkennbaren Absacker hingelegt hat. Geht es nächste Woche erst so richtig los mit der Evergrande-Krise, oder wird Peking im großen Umfang stützen, um eine wirtschaftliche Krise in China zu verhindern?

Chart vergleicht seit März Evergrande-Aktie mit S&P 500 und Shanghai Index
TradingView Chart vergleicht Evergrande Aktie mit S&P 500 und Shanghai Composite seit März.



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1 Kommentar

  1. Wink mit dem Zaunpfahl an die TinA – Freunde. Eine Zeitung schrieb, die China Immoblase sei entstanden weil alle in Immobilien investierten, weil das Bargeld inflationär sei und die Aktien zu volatil. Ja die Cinesen haben noch einen funktionierenden Aktienmarkt,darum wurde in den vermeintlich sicheren Immomarkt investiert.Im Westen sind zwar die Immobililien und die Anleihen auch hoch ( Dreifachblase) aber das SICHERSTE scheinen die notenbankgestützten Aktien zu sein.
    Fazit: Wenn alle in das vermeintlich Sichere investieren und die Kurse zu hoch gehen wird das vermeintlich Sichere zum sicheren Crash.führen. DAS IST SO SICHER WIE DAS AMEN IN DER KIRCHE.
    Die Chinesen haben jetzt in den Aktien und den Immos schon gewaltig Luft abgelassen und haben bald eine Basis für Käufe geschaffen, da sie ja sogar noch Zinsen haben.Den Westen , und vor allem die Amis wird ein ähnliches Szenario viel härter treffen.Die Auswirkungen von China müssten bald überschwappen.Aber bei der Lehmann Pleite und beim Corona -Ausbruch in China hat ja die kluge Börsen-Restwelt auch geglaubt es sei ein regionales Problem.Das lange hinausgeschobene Problem wird immer schwieriger zu lösen.Wenn der Retter der letzten Krise und zugleich der für den Grossteil des Wachstums der letzten Jahre Verantwortliche selber Probleme hat wird’s schwierig.Zudem ist zu erwarten,dass die Chinesen diesmal sich selbst helfen werden.
    P.S. Da der Markt in China noch funktioniert hat sich zuerst der Aktienmarkt entlüftet und erst nachher der Häusermarkt.Der Westen wird es dank der ewigen Stützungen fertigbringen,dass beides zusammen kollabiert.

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