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Fed-Chef Powell in der Falle: Schulden und Zinsen! Marktgeflüster (Video)

Angsichts der massiven Schulden der USA und den damit verbundenen immer weiter steigenden Kosten müsste die US-Notenbank Fed die Zinsen eigentlich zeitnah senken – aber die starken US-Konjunkurdaten mit den stark inflationären Komponenten (Löhne bei den Arbeitsmarktdaten am Freitag, bezahlte Preise heute beim ISM Service) dürften Powell und Co dazu zwingen, die Füsse noch länger still zu halten. Renditen und Dollar steigen weiter, weil die Aussicht auf eine erste Senkung der Zinsen zeitlich immer weiter nach hinten rutscht. Aber vor allem die Rally bei Nvidia nach einer Aufstufung durch Goldman Sachs läßt die US-Aktienmärkte heute nur leicht fallen. Daher werden die am Dienstag in einer Woche veröffentlichten Daten zur US-Inflation zentral: sollte sich in diesen Daten der Trend zu wieder steigenden Preisen bestätigen, droht der derzeitigen Euphorie Ungemach..

Hinweise aus Video:

1. Zinsen: Fed-Mitglied nennt Grund, warum sie länger hoch bleiben

2. Nvidia-Aktie steigt weiter: Goldman pusht mit 800 Dollar Kursziel



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5 Kommentare

  1. @Markus

    Die CPI-Daten werden mit einer 2 vor dem Komma reinkommen und der Markt nach oben schießen.
    Die NDX zur 18K+, vielleicht 19K bis Mitte FEB.
    Danach kann es Gewinnmitnahmen geben, wenn Nvidia am 21.2. berichtet und vielleicht eine Konso bis Mitte MAR ermöglichen.
    Danach erwarte ich das Finale zu 20K NDX und mit Chance sogar die 23K bis zum Sommer.
    Erst dann sollte man vorsichtig werden, wenn die Zinskurve sich bis dahin reinvertiert, die Marktteilnehmer den neuen Bullenmarkt ausgerufen haben und auch Du bullisch geworden bist. ;-)

    Die Hausse stirbt in der Euphorie!
    Enjoy the Ride & Enjoy Life !

    https://www.clevelandfed.org/indicators-and-data/inflation-nowcasting

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Schon das Wort „Geldwertstabilität“ ,aus dem Munde der Notenbanken , ist ja gelogen. Denn bei einer gewollten Inflation ,von mindestens 2 Prozent,ist der sicherheitsorientierte Anleger, schon im kurzen Laufe seines Erwerbslebens ,sämtliche Ersparnisse los.

    Zum Aktienmarkt gibt es also keine Alternativen. Erst recht nicht in den Zeiten der negativen Realverzinsung.

    Als Realverzinsung bezeichnen wir in der Volkswirtschaft die Zinsen nach Abzug der Inflation. Das ist ganz wichtig zu wissen.
    Viele betrachten nur die nominale Verzinsung,das ist aber falsch.

    Schauen wir uns deshalb heute die deutsche Umlaufrendite an. Die deutsche Umlaufrendite kommt von über 9 Prozent ,in 1990, bei einer Inflation von damals gerade mal 2,6 Prozent.

    Der sicherheitsorientierte Anleger konnte also ruhig schlafen. Er ging zur Sparkasse und legte sein Geld in festverzinslichen Wertpapieren, zu über 9 Prozent an. Ruhe ist…Das ist definitiv vorbei…

    Heute gibt die selbe Sparkasse keine 2,5 Prozent mehr, also weit unter der aktuellen Inflationsrate.

    Schauen wir uns deshalb die Entwicklung des deutschen Leitindexes DAX, im gleichen Zeitraum, an. Er konnte sich verzehnfachen, von unter 1700 auf fast 17 000 Punkte.
    Insgesamt deutlich über allen Inflationsraten des genannten Zeitraums.

    So wie den deutschen Anlegern geht es vielen Investoren weltweit. Wer das Risiko scheut, wird spätestens seit der Finanzkrise von den Notenbanken verar…

    Die FED hat zwar die Zinsen erhöht, aber spät und unzureichend. Über die Jahre gerechnet liegt trotzdem eine permanente negative Realverzinsung vor
    Denn teilweise erreichte die Teuerung ja 9 Prozent und mehr….
    Am Schlimmsten dran sind die sicherheitsorientierten Anleger in Japan und der Schweiz. Als sicherheitsorientierten Anleger bezeichnen wir im Finanzwesen Anleger,die nur in der Risikoklasse eins oder zwei spielen.
    Also Aktien,Aktienfonds und ETFs meiden, weil sie die Schwankungen der Märkte nicht vertragen und ruhig schlafen wollen.
    Dadurch entgeht diesen Investoren aber viel Performance, viel Rendite.
    Denn es muss ja einen Grund haben, warum die deutsche Umlaufrendite von 9,21 Prozent in 1990 auf 2,21 Prozent aktuell eingebrochen ist.
    Das passiert ja nicht einfach so, dahinter steckt ja ein System. Ein System des billigen Geldes, welches hohe Zinsen, wie 1990,nicht mehr erlaubt.
    Selbst die 5,46 Prozent Umlaufrendite aus dem Jahre 2000 sind ja außer Reichweite, machen wir uns nichts vor.
    Auch die 4,78 Prozent aus dem Sommer 2008 kommen nicht wieder, nicht einmal die 3,26 Prozent aus dem April 2011….Nicht einmal die lächerlichen 3,26 Prozent aus 2011 sind heute realisierbar…
    Das einzige was kontinuierlich steigt ist die Inflation, die Geldentwertung, die Teuerung. Nennen Sie es, wie sie wollen.
    Wenn aber bald alle im Boot der Aktien- Glückseligkeit schippern, dann wird das Boot bald kentern, denn für alle ist kein Platz…
    Wann dieser Schiffbruch passiert kann keiner sagen, das kann heute, in 5,10 oder 20 Jahren sein…Niemand weiß das…
    Manche sagen der Nasdaq müsste erst die 20 000 erreichen, viele andere geben die 30 000 an…

    Es ist unseriös hier Prognosen zu treffen….

    Was aber sicher ist, ist das dann wieder die Notenbanken ihre Geldkoffer öffnen und die Märkte mit Billionen an frisch gedrucktem Geld fluten….Das ist dann definitiv sicher…

    1. Der aktuelle Rückgang des Welthandels resultiert nicht unwesentlich aus dem Wertverlust des US-Dollars. Offenbar wird er schon jetzt nur noch in Zahlung genommen, wenn man ihn sofort wieder durch Assets ersetzen kann. Eine Hyperinflation würde das nur beschleunigen. Insofern findet also gar kein Zahlungsverkehr auf Dollar-Basis mehr statt. Weil die Dollars auf kürzestem Wege wieder bei den US-Amerikanern landen, betreibt man im Grunde Tauschhandel. Die USA exportieren jedoch keine Waren in entsprechendem Umfang, sodass logischerweise in den USA lagernde Wertbestände in ausländisches Eigentum übergehen, sicherlich auch Firmenanteile.

      Diesen Ausverkauf können die Amis aber nicht lange dulden, wenn sie ihre Souveränität bewahren wollen. Also müssen sie dafür sorgen, dass die Assets stark im Wert fallen, um sie billig zurückkaufen zu können. Mit wertlosen Dollars wird das jedoch nicht gelingen. Sie müssten schon zwingend erforderliche Exportgüter oder Dienstleistungen anbieten. Enteignung wäre eine Möglichkeit, aber auch der Totalverlust von Assets, indem man beispielsweise aufgeblähte Firmen gezielt an die Wand fährt.
      Das kann jedoch erst kommen, wenn man einen Schuldigen dafür parat hat, weil auch viele US-Amerikaner dabei nicht ungeschoren bleiben, und es hätte keine ausreichenden Konsequenzen. Die Amis werden daher mehrere Wege gleichzeitig gehen, wobei ein Schuldenschnitt Teil der Lösung sein dürfte.

      In einem ähnlichen Dilemma steckt auch die Eurozone, womit das Ganze wohl parallel dies- und jenseits des Atlantiks stattfinden wird. Aber wer macht den Anfang und wen hängt man dafür?
      Im Zuge der diversen Bankenstresstests wurde sicherlich genau ausgelotet, wie weit man das Spiel treiben kann und wie hoch der Schuldenschnitt sein darf, um das Maximum herauszuholen, ohne das System zu gefährden. Es wäre beispielsweise überhaupt kein Drama, wenn man dabei ein paar Firmen wie Meta o. ä. Paralleluniversen und einige Versicherungsgesellschaften verstaatlicht, um den sozialen Frieden zu retten. Wenn man keinen Schuldendienst mehr leisten muss, kann man auch auf viele Steuereinnahmen verzichten.
      Das billige Geld wird daher möglicherweise bald ausgedient haben, so dass man nach einer Währungsreform auch weiter hohe Zinsen festschreiben kann, weil dann eh kaum Geld gehortet wird. Dollar und Euro lassen sich jedoch jeweils für sich nicht reformieren. Ich halte daher eine neue Währungsunion für unausweichlich, wobei es auch mehrere werden könnten.

  3. Sehenswertes Video mit Content zur Hyperinflation und Hintergründe.

    https://www.youtube.com/watch?v=wIG_–unhdg

  4. @Sebastian. Schon wieder, zum 100. Mal. „Als Realverzinsung bezeichnen wir in der Volkswirtschaft die Zinsen nach Abzug der Inflation.“
    „Dahinter steckt ein System des billigen Geldes, welches hohe Zinsen, wie 1990,nicht mehr erlaubt.“
    Es gab noch nie Rendite für risikolosen Zins bei Kurzläufern, auch 1980 nicht. Der Zins war immer nur der Ausgleich der Inflation, nur bei Langläufern nicht, da gab es den Aufschlag für das Zinsänderungsrisiko. Hohe Zinsen mussten auch noch versteuert werden.
    Du bist wirklich die Lachnummer hier im Forum.
    So etwas schreibt kein Volkswirt:
    „Das einzige was kontinuierlich steigt ist die Inflation, die Geldentwertung, die Teuerung. Nennen Sie es, wie sie wollen.
    Wenn aber bald alle im Boot der Aktien- Glückseligkeit schippern, dann wird das Boot bald kentern, denn für alle ist kein Platz….
    Wann dieser Schiffbruch passiert kann keiner sagen, das kann heute, in 5,10 oder 20 Jahren sein…Niemand weiß das…
    Manche sagen der Nasdaq müsste erst die 20 000 erreichen, viele andere geben die 30 000 an…“
    Kein Platz am Aktienmarkt, du Experte?

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