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Finanzinvestor KKR will massiv bei Axel Springer einsteigen – Mehrheitsübernahme?

Der New Yorker Finanzinvestor KKR (Kohlberg Kravis Roberts) will laut offizieller Mitteilung massiv beim Axel Springer-Verlag einsteigen. Wie Springer selbst schreibt, wollen die Springer-Erbin Friede Springer und Verlagschef Mathias Döpfner ihre Anteile am Unternehmen nicht an KKR verkaufen. Aber offenbar steht man dem Investor wohlwollend gegenüber. Von einer „Strategischen Beteiligung“ ist die Rede. Soll KKR die frei gehandelten Aktien von der Börse nehmen? Es verbleiben 54,6% der Springer-Anteile, welche KKR erwerben könnte. Denn in der Mitteilung heißt es, dass KKR ein öffentliches Angebot „an die übrigen Aktionäre“ der Axel Springer SE zum Erwerb ihrer Aktien unterbreiten werde.

Also könnte KKR rein theoretisch, wenn alle übrigen Aktionäre das Angebot annehmen, Mehrheitseigner bei Springer werden. Aber ob das wirklich angestrebt wird, ist nicht klar. Falls doch, dürfte wohl entscheidend sein, wie die beiden Enkel von Axel Springer Axel Sven und Ariane Melanie sich verhalten werden. Denn sie halten zusammen fast 10% der Anteile. Verweigern sie sich ebenfalls, würden sie mit Friede Springer und Mathias Döpfner zusammen weiterhin mehr als 50% der Anteile halten. KKR könnte bis zu 2,6 Milliarden Euro für die sonstigen Anteile ausgeben. Ein möglicher Kaufpreis für die frei verfügbaren Aktien wurde noch nicht erwähnt.

Klicken Sie hier um die Übersicht der Aktionärsstruktur bei Springer einzusehen.

Weiter heißt es im Wortlaut von Axel Springer Zitat:

Mit der Sondierung dieser Transaktion verfolgt der Vorstand seine Wachstumsstrategie zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. KKR will als langfristig orientierter Investor diese Strategie gemeinsam in einem Konsortium mit Frau Dr. h.c. Friede Springer und Herrn Dr. Mathias Döpfner unterstützen. Ob es zu einem öffentlichen Angebot und einer Beteiligung von KKR an der Axel Springer SE und anschließenden gesellschaftsrechtlichen Strukturmaßnahmen kommen wird, ist aus Sicht des Vorstands derzeit offen. Insbesondere ist die rechtliche, steuerliche und finanzielle Machbarkeit von den Parteien noch im Einzelnen zu prüfen.

Axel Springer
Redaktionsräume von Axel Springer. Foto: Ralf Roletschek CC BY-SA 3.0



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