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Flucht aus US-Staatsanleihen geht weiter

Markus Fugmann

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am

Nachdem zuvor vorwiegend Ausländer US-Staatsanleihen verkauft hatten, sind es nun auch US-Investoren, die sich vom Schulden-Kauf zurück ziehen. So haben alleine im März US-Anleger aus Exchange Traded Funds (ETFs) mehr als 10 Milliarden US-Dollar abgezogen – das ist der stärkste Abfluss von Kapital aus ETFs, die US-Staatsanleihen abbilden, seit Dezember 2010.

Auslöser der Flucht aus US-Staatsanleihen waren die Aussagen von Janet Yellen, wonach schon im ersten Halbjahr 2015 die Leitzinsen in den USA angehoben werden dürften. Steigende Leitzinsen machen festverzinsliche Anleihen unattraktiver, da Anleger auch mit anderen Investments ähnliche Renditen erwarten können, ohne sich über eine längere Laufzeit zu binden.

Yellen hatte mit ihren Aussagen auf der Pressekonferenz nach der Fed-Sitzung viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt und die Erwartungen für steigende Leitzinsen zeitlich deutlich nach vorne verschoben. In den letzten Tagen hatten viele Fed-Mitglieder versucht, die Aussagen Yellens zu relativieren: es komme auf die Wirtschaftsdaten an, so der Tenor der Notenbanker, daher mache es keinen Sinn, über Zeiträume für Zinsanhebungen zu spekulieren.

Waren die Aussagen Yellens auf ihrer ersten Pressekonferenz als „chairwoman“ der Fed also ein Anfängerfehler? Gut möglich. In ihren heutigen Statements jedenfalls klang Yellen deutlich anders: der Arbeitsmarkt sei nicht so robust, wie die Zahlen nahelegten, viele Jobs seien kurzfristiger Natur. Die Fed sei weder mit der Entwicklung am Arbeitsmarkt noch mit der niedrigen Inflation zufrieden, deutete Yellen an.

In der Summe also ein klares Zurückrudern von ihren Aussagen vom 19.März. Möglicherweise nimmt Yellen aber Rücksicht auf politische Erfordernisse, denn die hoch verschuldeten USA haben sicher kein Interesse an steigende Zinsen, die die Schuldenlast noch drückender machen..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Lurch

    1. April 2014 10:11 at 10:11

    Hallo,
    sorry, das stimmt so nicht, Russland hat schon seit Januar 2014 US Staatsanleihen im Wert von über 100 Milliarden Dolar auf den Markt geschmissen und die EU hat diese unter einem Deckmantel in der EU/Belgien aufgekauft, das ist Fakt. Was Sie da schreiben ist ja total neben der Spur mein Herr, sind Sie Journalist oder einfach nur dämlich um zu recherchieren?
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/20/russland-und-china-stossen-weiter-us-staatsanleihen-ab/

  2. Avatar

    Enno

    1. April 2014 11:55 at 11:55

    @Lurch: Der Titel heisst ja auch „Flucht aus US-Staatsanleihen GEHT WEITER“. Zudem hat Herr Fugmann in der Vergangenheit bereits über dieses Thema berichtet (Russland/China raus und EU/Belgien rein in US-Anleihen).
    Ihr Beitrag wird sicher geschätzt, aber bitte demnächst ohne Beleidigungen!

    • Avatar

      rotepmal

      2. April 2014 04:15 at 04:15

      @ Enno: Ich verstehe „Lurch“ sehr gut. Bei der „Qualität“ unserer heutigen Schreiberlinge (in den Mainstreammedien) fühle ich mich permanent brüskiert. Der Stuss wird ja auch noch im Ausland verbreitet. Vergleichen Sie nur einmal Deutsche und Schweizer Medien. Und dass, was Lurch da sagt, ist doch wirklich harmlos. Seid froh, dass Euch nur die Arbeitslosigkeit droht!

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Finanznews

Aktienmärkte: Das wird wichtig werden! Marktgeflüster (Video)

Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute ohne die Wall Street (Martin Luther King Day) erwartungsgemäß übeschaubar spannend – der Dax mit einem Freudensprung unmittelbar mit Kassa-Eröffnung, dann aber in der abeshbar schmalen Handelsspanne für den Rest des Tages. Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird. Bei allem Jubel über neuen Stimulus durch die Biden-Administration wwird bisher übersehen, dass der neue US-Präsident zwei sehr linke Regulatoren in entscheidende Positionen gebracht hat. Diese werden es der Wall Street nicht so leicht machen wie die „Buddies“ von Donald Trump – der Gegenwind wird dadurch größer..

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Indizes

Rüdiger Born: Indizes am US-Feiertag – geht da was?

Rüdiger Born

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Indizes

Dax: Ende der Fahnenstange – oder Kurse weit über 14.000 Punkte?

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Mit einer kleinen Korrektur hat sich der deutsche Leitindex, Dax 30 Performance, aus der zurückliegenden Handelswoche verabschiedet. Der kleine Nervenkitzel konnte indes nichts Weltbewegendes bewirken. Zudem haben sich die anfangs dramatisch darstellenden Kursverluste im Tagesverlauf wieder deutlich relativiert. Auch wenn keine Grundsatzentscheidung getroffen wurde, zeigt diese Performance das angeschlagene Vertrauen, der Marktteilnehmer in die nahezu unendliche Geschichte des Indizes, auf. Eine Verhaltensweise, an die wir uns wohl immer stärker gewöhnen müssen und werden.

Ausblick für den Dax:

Die seit Anfang Dezember laufende Aufwärtsbewegung des Dax dient immer noch der Darstellung von Welle (c) und damit des abschließenden Parts der übergeordneten Welle (B). Die zwingend fünfteilige (1-2-3-4-5) Impulswelle (c), gern auch Antriebswelle genannt, konnte mit der kleinen Korrektur, der letzten Handelstage, die Korrekturwelle (4) ausbilden. Ein sehr schönes Anzeichen hierfür ist der ausgebliebene Schlusskurs unterhalb der 0.38-Unterstützung bei 13.712 Zählern, mittels Schlusskurses.

Steigt der Dax weit über 14.000 Punkte?
Allein dieser Aspekt, als auch der Tagesverlauf der letzten Kerze, deuten sehr stark daraufhin, dass sich im Verlauf der folgenden 2-3 Wochen Welle (5) für den Dax ausbilden wird. In Folge dieser sich ebenfalls fünfteiligen Welle kann der Dax noch einmal ein kräftiges Momentum aufweisen. Das eigentliche Kursziel von (5), verbunden damit von (c) und (B), liegt im Bereich des 1.00-Widerstandes bei 14.476 Punkten. Der Anstieg bis zur zweiten 1.00-Linie (14.794 Punkte) liegt allerdings auch im Bereich des Möglichen.

Fazit:

Der Aufwärtstrend beim Dax wird sich auch weiterhin behaupten, wenn auch das Ende der Fahnenstange immer näher rückt. Ein erneutes Kaufsignal kann ich nicht benennen; das bisherige bleibt bestehen..

Der Ausblick für den Dax

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