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Flucht aus US-Staatsanleihen geht weiter

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Nachdem zuvor vorwiegend Ausländer US-Staatsanleihen verkauft hatten, sind es nun auch US-Investoren, die sich vom Schulden-Kauf zurück ziehen. So haben alleine im März US-Anleger aus Exchange Traded Funds (ETFs) mehr als 10 Milliarden US-Dollar abgezogen – das ist der stärkste Abfluss von Kapital aus ETFs, die US-Staatsanleihen abbilden, seit Dezember 2010.

Auslöser der Flucht aus US-Staatsanleihen waren die Aussagen von Janet Yellen, wonach schon im ersten Halbjahr 2015 die Leitzinsen in den USA angehoben werden dürften. Steigende Leitzinsen machen festverzinsliche Anleihen unattraktiver, da Anleger auch mit anderen Investments ähnliche Renditen erwarten können, ohne sich über eine längere Laufzeit zu binden.

Yellen hatte mit ihren Aussagen auf der Pressekonferenz nach der Fed-Sitzung viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt und die Erwartungen für steigende Leitzinsen zeitlich deutlich nach vorne verschoben. In den letzten Tagen hatten viele Fed-Mitglieder versucht, die Aussagen Yellens zu relativieren: es komme auf die Wirtschaftsdaten an, so der Tenor der Notenbanker, daher mache es keinen Sinn, über Zeiträume für Zinsanhebungen zu spekulieren.

Waren die Aussagen Yellens auf ihrer ersten Pressekonferenz als „chairwoman“ der Fed also ein Anfängerfehler? Gut möglich. In ihren heutigen Statements jedenfalls klang Yellen deutlich anders: der Arbeitsmarkt sei nicht so robust, wie die Zahlen nahelegten, viele Jobs seien kurzfristiger Natur. Die Fed sei weder mit der Entwicklung am Arbeitsmarkt noch mit der niedrigen Inflation zufrieden, deutete Yellen an.

In der Summe also ein klares Zurückrudern von ihren Aussagen vom 19.März. Möglicherweise nimmt Yellen aber Rücksicht auf politische Erfordernisse, denn die hoch verschuldeten USA haben sicher kein Interesse an steigende Zinsen, die die Schuldenlast noch drückender machen..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Lurch

    1. April 2014 10:11 at 10:11

    Hallo,
    sorry, das stimmt so nicht, Russland hat schon seit Januar 2014 US Staatsanleihen im Wert von über 100 Milliarden Dolar auf den Markt geschmissen und die EU hat diese unter einem Deckmantel in der EU/Belgien aufgekauft, das ist Fakt. Was Sie da schreiben ist ja total neben der Spur mein Herr, sind Sie Journalist oder einfach nur dämlich um zu recherchieren?
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/20/russland-und-china-stossen-weiter-us-staatsanleihen-ab/

  2. Enno

    1. April 2014 11:55 at 11:55

    @Lurch: Der Titel heisst ja auch „Flucht aus US-Staatsanleihen GEHT WEITER“. Zudem hat Herr Fugmann in der Vergangenheit bereits über dieses Thema berichtet (Russland/China raus und EU/Belgien rein in US-Anleihen).
    Ihr Beitrag wird sicher geschätzt, aber bitte demnächst ohne Beleidigungen!

    • rotepmal

      2. April 2014 04:15 at 04:15

      @ Enno: Ich verstehe „Lurch“ sehr gut. Bei der „Qualität“ unserer heutigen Schreiberlinge (in den Mainstreammedien) fühle ich mich permanent brüskiert. Der Stuss wird ja auch noch im Ausland verbreitet. Vergleichen Sie nur einmal Deutsche und Schweizer Medien. Und dass, was Lurch da sagt, ist doch wirklich harmlos. Seid froh, dass Euch nur die Arbeitslosigkeit droht!

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Finanznews

Alle im Minus! Marktgeflüster (Video)

Warum heute rote Vorzeichen dominieren!

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Alle wichtigen US-Konzerne, die heute ihre Zahlen vorgelegt haben, handeln im Minus: Johnson&Johnson, Travelers, Halliburton und vor allem Black&Decker, in Europa drückt UBS den Banken-Sektor ins Minus. Dazu auch wieder ganz schwache Daten vom US-Immobilienmarkt – das vergrößert die Konjunktursorgen weiter, nachdem der IWF bereits gestern seine Wachstumsprognose gesenkt hatte. Dazu Sorgen um eine weitere Abkühlung in China bei gleichzeitig nachlassendem Optimismus in Sachen Handelskrieg – daher die US-Indizes ebenso im Minus wie der Dax. Ist die Rally jetzt vorbei? Das werden wohl erst die nächsten Zahlen der US-Konzerne zeigen – aber bisher ist die US-Berichtssaison eine glatte Enttäuschung..

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Allgemein

„Frankreich befeuert Elend in Afrika“ – hat Italiens Di Maio recht?

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Italiens Vize-Premier Di Maio sorgt aktuell für einen diplomatischen Eklat zwischen Frankreich und Italien. So hat er gesagt, dass Frankreich kräftig mit verantwortlich ist für das Elend in Afrika. Denn Frankreich würde für 14 Länder in Afrika Geld drucken. Damit würde Frankreich die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern behindern, und sei letztlich auch mit verantwortlich für das Flüchtlingsdrama auf dem Mittelmeer (um es mal verkürzt zusammenzufassen).

Frankreich mit verantwortlich für Elend in Afrika?

Nur was meint Di Maio damit eigentlich? Es ist kein großes Geheimnis, dass zahlreiche Länder vor allem in Afrika oft nicht das technische Know How besitzen um relativ fälschungssichere Banknoten zu drucken. Auch fehlt wohl das Vertrauen der dortigen Bürger und Institutionen in ein Geld, das von einem möglicherweise korrupten Regime im eigenen Keller beim Präsidenten gedruckt wird (polemisch und vereinfacht ausgedrückt).

Hinter der Kritik von Di Maio steckt aber mehr. Seit Ende des zweiten Weltkriegs hat Frankreich angefangen für zahlreiche seiner ehemaligen Kolonien eine eigene Währung zu drucken, den sogenannten „CFA Franc“. Der ist in diesen 14 Ländern immer noch Zahlungsmittel. Ursprünglich war er an den französischen Franc gekoppelt. Aufgrund der wirtschaftlichen Ungleichgewichte zwischen Frankreich und diesen afrikanischen Staaten wurde der CFA-Franc abgewertet. Das war natürlich gut für die Exporte dieser Länder.

An Euro gebunden bleiben oder abwerten?

Seit der Euro-Einführung ist der CFA-Franc an den Euro gekoppelt, und wurde seither aber nicht abgewertet. Das bedeutet: Diese Länder wie zum Beispiel die Elfenbeinküste, Mali, Niger, Togo und Senegal können ihre Exportwirtschaft nicht wettbewerbsfähig machen, in dem sie ihre Währung abwerten. Sie haben also rein technisch gesehen das selbe Problem wie Griechenland und Italien, wo die Volkswirtschaften durch eine schwächere Währung ihre Erzeugnisse im Ausland billiger anbieten könnten. Aber die starre teure Währung verhindert dies. Frankreich garantiert nach wie vor den festen Wechselkurs.

Und so geschieht es auch in diesen afrikanischen Ländern wie in Griechenland oder Italien (aus währungstechnischer Sicht gesehen). Von daher ist die Kritik von Di Maio nicht ganz falsch. Man kann aber auch sagen: Diese Länder können ja die Währungsbindung zum Euro einfach verlassen. Das läge schließlich in ihrer eigenen Zuständigkeit. Nur wissen viele dieser Regierungen wohl, dass die Menschen von da an nur noch schwarz bezahlen in US-Dollar oder Euro, weil das Vertrauen in eine frei fallende Währung fehlenwürde. Aber immerhin, den Schritt raus aus dieser Währungsbindung könnten diese Länder eigenständig gehen. Also kann man letztlich sagen: Zu einem gewissen Teil hat Di Maio recht mit seiner Kritik an Frankreich, aber eben nicht zu 100%.

Frankreich mit verantwortlich für das Elend in Afrika?
Befeuert Frankreich das Elend in Afrika? Hier die Karte von Ländern mit CFA-Franc in Afrika. Grafik: User:Glentamara CC BY-SA 3.0

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Anleihen

Florian Homm über die größte Finanzierungswelle aller Zeiten

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Die Rückzahlung von Schulden bzw. die Refinanzierung von Unternehmen könnten das große Thema der nächsten Jahre werden! Denn in den nächsten fünf Jahren, so Homm, müssen 13 Billionen Euro bei einem gesamten globalen BIP von 80 Billionen Euro refinanziert werden. Was bedeutet das?

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