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Folge der Signa-Pleite Galeria Karstadt Kaufhof zum dritten Mal pleite

Galeria Karstadt Kaufhof zum dritten Mal pleite

Die deutsche Galeria Karstadt Kaufhof ist das jüngste Objekt, das in die Insolvenzspirale des Signa-Imperiums von Rene Benko geraten ist.
Die Warenhauskette stellte am Dienstag beim Amtsgericht Essen einen Insolvenzantrag – das dritte Verfahren dieser Art in weniger als vier Jahren für den angeschlagenen Einzelhändler. Zum vorläufigen Verwalter wurde Stefan Denkhaus bestellt, wie Bloomberg berichtet.

Galeria Karstadt Kaufhof: Pleite Nummer drei

Als Galeria im Februar 2023 das letzte Mal Insolvenz anmeldete, verpflichtete sich die Muttergesellschaft Signa Holding, der angeschlagenen Kette 200 Millionen Euro (219 Millionen Euro) an frischem Kapital zukommen zu lassen, im Gegenzug für einen Schuldenerlass, der 590 Millionen Euro an Steuergeldern beinhaltete.

Diese Vereinbarung war aufgrund der finanziellen Engpässe von Signa in Frage gestellt worden. Die drei Säulen des Konglomerats, Holding, Prime und Development, haben in Österreich eine Restrukturierung in Eigenverwaltung beantragt, eine Form der Insolvenz, bei der ein Großteil der Managementrechte beim Unternehmen verbleibt.

Signa übernimmt 2019 die alleinige Eigentümerschaft von Galeria und fusioniert 2020 mit dem ehemaligen Konkurrenten Karstadt zur zweitgrößten Warenhauskette Europas mit in der Spitze mehr als 170 Standorten in Deutschland.

Im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms, das Anfang dieses Jahres abgeschlossen sein sollte, würde sich die Fläche etwa halbieren.

Die Führung des Unternehmens durch Signa ist wegen der Verwendung staatlicher Subventionen und der Erhöhung der Mieten zur Steigerung der Immobilienwerte in die Kritik geraten.

FMW/Bloomberg



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