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General Motors und Ford: Den schrumpfenden Markt durchstehen, bis zum nächsten Aufwärtszyklus

General Motors scheint etwas stabiler in den Abwärtszyklus zu starten. Nach bisherigen Erwartungen von 6,30 Dollar pro Aktie für 2017 veröffentlichte der Autobauer gestern in Detroit die Vorabschätzung, dass es wohl eher…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der schrumpfende Konjunkturzyklus ist in der gesamten US-Wirtschaft noch nicht sichtbar, aber in der US-Autoindustrie hat er bereits begonnen. Letztes Jahr ging der Absatz in den USA um 2% zurück. Dieses Jahr soll es weiter bergab gehen. Die US-Hersteller flüchten sich momentan in die Präsentation neuer Pickups, wie man es auf der Automesse in Detroit gestern gut sehen konnte.

Ford

Ford hat bereits massiv Mitarbeiter entlassen um zukünftige Probleme zu antizipieren. Das mag aus unternehmerischer Sicht für die vielleicht nächsten fünf Jahre schlau sein, weil die Kosten geringer sind, und nicht benötigte Mitarbeiter in einem Konjunkturabschwung bereits vor dem Abschwung entlassen wurden. Dennoch hat Ford gestern Abend vorab für das Gesamtjahr 2017 enttäuschende Zahlen vermeldet.

Bei Erwartungen von 1,83 Dollar Gewinn pro Aktie für das Gesamtjahr wurden es „nur“ 1,78 Dollar. Verfehlt ist verfehlt, auch wenn es ja immer noch ein Gewinn ist! Was den Markt wohl deutlich mehr schockieren dürfte, ist die Aussicht für das begonnene Jahr 2018. Hier prognostiziert Ford einen Gewinn pro Aktie zwischen 1,45 und 1,70 Dollar. Also ein deutlicher Rückschritt gegenüber 2017.

Das zeigt, dass Ford selbst im laufenden Jahr mit einem weiter schwächelnden US-Markt rechnet. Die Börsianer hatten im Aktienkurs zuletzt aber eingepreist, dass Ford wohl durch seine Entlassungen (Kostensenkungen) gut vorbereitet in den bevorstehenden Abschwung geht. Daher stieg die Aktie seit August von 10,50 auf über 13 Dollar jetzt im Januar. Nachbörslich notierte die Aktie gestern Abend mit -2%. Es ist gut möglich, dass dieser Ausblick für weitere Kursschwäche sorgt.

General Motors

General Motors scheint etwas stabiler in den Abwärtszyklus zu starten. Nach bisherigen Erwartungen von 6,30 Dollar pro Aktie für 2017 veröffentlichte der Autobauer gestern in Detroit die Vorabschätzung, dass es wohl eher Richtung 6,50 Dollar geht. 2018 werde man solide Resultate erzielen, und 2019 werde noch besser, so die Formulierung der Konzernchefin Mary Barra gestern.

Im hier aufgezeigten Kursverlauf seit 2012 sieht man, wie die Kurse der beiden Hersteller deutlich vor den Rekordjahren 2015 und 2016 anstiegen, also bevor im tatsächlichen Geschäft mit Autoverkäufen Rekordzahlen erreicht wurden. Als die phantastischen Absätze dann da waren, fielen die Kurse bereits wieder. Kann man daher annehmen, dass die Börse die Entwicklung der beiden großen US-Autobauer immer schon Jahre im Voraus in den Kursen einpreist?

Honoriert die Börse mit den jüngsten Kursanstiegen der beiden Aktien jetzt schon mal die Kostenreduzierungen, um auf den Abschwung gut vorbereitet zu sein? Oder schwimmen die beiden Kurse nur mit im großen Sog der „Trump-Kursrally“? Natürlich sind wir alle erst schlauer, wenn der Konjunkturabschwung voll im Gange ist. Aber die frühe Antizipation der Börse für den letzten Aufschwung und den nun gestarteten Abschwung in der US-Autobranche ist in diesen Kursen gut sichtbar – zumindest für die Vergangenheit.


General Motors (orange) und Ford (schwarz) im Aktienkursverlauf seit 2012.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    V

    17. Januar 2018 09:40 at 09:40

    Die Automobilindustrie hat seit langem mit massiven Ueberkapazitaeten zu kaempfen.
    Viel spannender werden da für mich die Jahre 2019 bis 2024. In diesen Jahren sollte die nächste Wirtschafts und Finanzkrise anstehen, zudem werden Elektroautos dann erstmalig billiger als Verbrenner sein.
    Das wird wahrscheinlich zu gewaltigen Verwerfungen fuehren, dem das ein oder andere (jetzt schon teilweise angeschlagene) Schwergewicht zum Opfer fallen koennte.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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