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Aktien

Globale Sektor-Analyse

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von MarketScanner

An dieser Stelle wird ab jetzt einmal wöchentlich eine mittel- bis langfristige Sicht auf eine oder mehrere Instrumente aus den Märkten Devisen, Energie, Aktienindizes mit deren Sektoren unter Berücksichtigung der verschiedenen Regionen sowie Metalle und Getreide vorgestellt – soweit im Kontext sinnvoll, mit einer Grafik zur Illustration eines Zusammenhanges.

Diesmal werfen wir einen Blick auf die langfristigen Trends bei den Devisen anhand des Währungspaare USD/JPY mit dem Nikkei 225 Index.
Der USD/JPY Chart (eSignal Nomenklatur JPYUSD A0-FX) zeigt recht schön die zeitliche Projektion des 5-jährigen Dollar Niedergangs (von April 1990 bis April 1995) im Vergleich zum japanischen Yen und den synchronen Abschwung des Nikkei von ca. 39000 auf ca. 14500, ebenso den Abschwung von 2008 bis 2012. Bei der 425%er-Fibonacci Zeitprojektion ergab sich eine Bodenbildung, die mit dem Jahreswechsel 2013 und der Geldschwemme im Rahmen der Abenomics zur Schwächung des Yen und einem sehr deutlichen Anstieg des Nikkei von ca. 9000 auf ca. 16000 führten.

Wo sind wir jetzt?
Wieder einmal wurde ein Fibonacci Retracement, hier das 25%-Retracement erreicht und etwas später überschritten. Dem folgte in der Vergangenheit regelmäßig ein längerer Rückgang des USD, mit dem Nikkei 1990 und 2008 vorauseilend.

Welche Branchen sind am stärksten betroffen?
Wie der folgenden Sektor-Matrix zu entnehmen ist, koppeln sich bei den Branchen Automobile und Zulieferer, Chemische Industrie (und als Teil davon die Pharmazeutische Industrie) die Japanischen Indices/Werte von den europäischen und US-amerikanischen ab. Hier wird die zukünftige Wechselkursentwicklung gegen die Konkurrenz vorausgenommen (solange EUR/USD sich wenig verändert).

Fazit: Für die nächsten Jahre ist ein Szenario denkbar, dass einen Rückgang der zumindest japanischen Börse beinhaltet – inwieweit eine Quantitative Easing-Zurücknahme dazu beitragen wird und/oder ein Wiederaufflammen der Euro-Krise und/oder eine Eskalation in der Ukraine, werden wir später erfahren können.

USDJPY_NIKKEI

Sektor-Matrix:

– Automobiles and Parts: Abschwung hat bei dem Asia-/Pacific (Japan) Index bereits zum Jahreswechsel begonnen, zusammen mit den Wechselkurseffekten zu sehen bei der an der NYSE gehandelten Toyota Motors Aktie TM

– Banks: Der US-Banken-Index zeigt relative Schwäche (US-Regionalbanken haben bereits den Aufwärtstrend gebrochen) im Vergleich zu den europäischen und australischen Banken, greift da vielleicht eine als Zinssenkungsphantasie getarnte anstehende Enteignung der Nicht-Aktienbesitzer in Europa und Australien?

– Basic Resources: Gold und Silber noch immer mit der Bodenbildung beschäftigt (JPM wird es schon richten), Rest durchaus nicht unfreundlich

– Biotechnology: hat im Februar das Ende der Fahnenstange gesehen, IBB momentan in der Nähe der 200-Tage Linie

– Chemicals: Weltweit keine Schwäche, außer in Japan und Australien

– Construction: Seitwärts seit einem Jahr mit aktuell leichter bzw. deutlicher Schwächetendenz, je nach Sub-Index; Fluor Corporation aktuell bei/unter massiver Unterstützung

– Financial Services: sieht aktuell nicht nach größeren Sprüngen nach oben aus, IYG testet gerade einen vierfachen Boden seit Februar

– Food and Beverages: Irgendwohin muss das ganze Geld – momentan fliest es in diesen Sektor, außer in Japan

– Health Care: Hier brummt es bei den Werten aus der Schweiz, Werte aus den USA und Japan zeigen momentan eine relative Underperformance, in den USA wegen des Platzens der Biotechnologie-Blase

– Industrials: Seitwärts auf hohem Niveau gestützt durch den Transportsektor – der musste den Retter spielen, damit eine Negativtendenz beim Dow nicht durch eine solche beim Transport-Index bestätigt worden wäre

– Insurance: Die Hausse ist müde, und in Japan schon etwas schläfrig geworden

– Media: In allen Regionen seitlich bis abwärts

– Oil and Gas:  In allen Regionen Tendenz überwiegend aufwärts gerichtet.

– Personal and Household Goods: Hier sind bei noch intaktem Aufwärtstrend erste Ermüdungserscheinungen feststellbar.

– Retail: In allen Regionen seitlich bis abwärts

– Technology: In allen Regionen überwiegend seitwärts, Ausnahme bei den großen Werten ORCL, vermutlich spielt JAVA-API Urheberrecht eine Rolle, sowie die Halbleiterhersteller Micron und Sandisk, in Europa haben SAP und ARM erst einmal die höchsten Kurse hinter sich gelassen

– Telecommunications: In Europa leicht aufwärts, getragen durch Deutsche Telekom und Oracle, sonst überwiegend seitwärts

– Utilities: Allgemeiner Aufwärtstrend überwiegend noch intakt, aber getragen von den Werten mit geringerer Marktkapitalisierung – sehr divergierendes Bild bei den Einzelwerten

– Real Estate: Kein einheitliches Bild feststellbar, kurzfristig aufwärtsgerichtet

– Travel and Leisure: In allen Regionen seitwärts mit leichter Abwärtstendenz

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Nicht Fisch, nicht Fleisch!

Redaktion

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am

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Das Bild zur Börseneröffnung wirkt uneinheitlich. Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auch Thema, vor allem aber die steigenden Corona-Zahlen in Europa.

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Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

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Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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