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Über Schulden und Zinsbomben.. Gold und die Zins-Atombombe der Fed

Gold Fed Zins-Atombombe

Im Gegensatz zu Aktien und Anleihen kann sich Gold in diesem Jahr (in Euro gerechnet) im Plus halten – und das trotz der „Zins-Atombombe“ der US-Notenbank Fed, die die Zinsen so schnell wie noch nie angehoben hat:

Neben Aktien und Anleihen konnte auch Gold nach den kürzlich niedriger als erwartet ausgefallenen US-Inflationsdaten stark zulegen. Aber nach dem Anstieg wird die Luft nun wohl dünner – denn je höher die Zinsen steigen, umso latent unattraktiver wird (zumindest kurzfristig) das unverzinste Gold. Gleichwohl hat das gelbe Edelmetall charttechnisch einen Dreifach-Boden ausgebildet im Bereich 1615 bis 1620 Dollar – kann aber noch nicht die Marke von 1800 Dollar überwinden.

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Solange die Fed also weiter die Zinsen anhebt, dürften die Bäume für Gold nicht in den Himmel wachsen. Aber wie lange und wie hoch lann die US-Notenbank Fed die Zinsen wirklich anheben? Bei einer Gesamt-Verschuldung von derzeit 94 Billionen Dollar (Staat, Firmen und Haushalte) wird das wohl nicht lange durchzuhalten sein. Derzeit kostet die steigende Verzinsung auf die immer weiter explodierten Schulden des US-Staats (aktuelle Staats-Verschuldung bei 30,5 Billionen Dollar) dreistellige Milliardensummen pro Jahr.

Und: die Fed wird die US-Wirtschaft stark abwürgen, wenn sie weiter die Zinsen anhebt. Zwar will die Notenbank durchaus eine Abschwächung am engen US-Arbeitsmarkt – aber wenn die Arbeitslosenzahlen sehr stark steigen, wird man die Fed an ihr „dual mandate“ erinnern: nämlich die Preisstabilität zu gewährleisten und die Arbeitslosigkeit nicht zu stark steigen zu lassen („price stability and maximum sustainable employment„).

Hannes Zipfel mit sehenswertem Video

Hannes Zipfel fasst die derzeitige Ausgangslage für Gold zusammen – und verweist dabei sowohl auf die massive Veschuldung der USA als eben auch auf die immensen ökonomischen Probleme, die für die US-Wirtschaft entstehen, wenn die Fed mit den Zinsanhebungen weiter macht. Extrem dicht und informativ:



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43 Kommentare

  1. Egal welche Aussichten für den Goldpreis in den nächsten Jahren existieren; es hat keinen Schuldner. Der Wert von Gold wird bestimmt durch die Knappheit.
    Nur deshalb hat sich der Preis für Gold in den letzten 22 Jahren etwa versechsfacht.
    Für Gewinne aus Aktien, Anleihen, Sparbücher, oder Lebensversicherungen usw., müssen Menschen arbeiten, verbrauchen Energie, erzeugen CO2 usw.
    Dafür, dass sich der Preis von Gold im Tresor etwa versechsfacht hat, musste Niemand arbeiten, oder Energie verbrauchen.
    Das war jetzt nun kein Glücksfall, dass sich Gold von 2000 bis heute etwa versechsfacht hat, denn von 1970 bis 2000 hat es sich im Preis etwa verachtfacht.
    Mal sehen was kommt, wenn die Bankenkrise sich entfaltet, und die „exzellente“ grüne Wirtschaftspolitik so weitergeführt wird.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. „…Für Gewinne aus Aktien, Anleihen, Sparbücher, oder Lebensversicherungen usw., müssen Menschen arbeiten, verbrauchen Energie, erzeugen CO2 usw…“

      Was für grüne Gedanken auf einmal…

    2. Die Zahlen sind schockierend und es ist keine Frage ob Rezession oder nicht, sondern nur wie schnell und wie stark.Da leben die Leute des heutigen Beitrages „ GAME OF TRADE“ wohl in einer andern Börsenwelt. Kaum zu glauben,dass Wirtschaftsleute auf solche Fehleinschätzungen kommen können. Ich tendiere eher auf bewusste Manipulation, vielleicht versucht man den Superstar Elon zu imitieren.

    3. Na, na Helmut.
      A bisserl Arbeit wird für Gold gebraucht, verbraucht.
      Um die Bilanzen der Notenbanken zu verschönern, die Goldreserven endlich auf der Aktiva zu Bilanzieren.
      Den Goldpreis dementsprechend festzustellen.
      Gesetze sind die höchste Macht, alles ist Gesetzesmöglich.

      1. Hallo Alibi, ja, für die Gewinnung von Gold wird natürlich Energie und Arbeit benötigt.
        Ich habe jetzt mehr daran gedacht, wieviel Energie dafür notwendig ist, wenn Jemand, bei seiner private Altersversorgung ganz auf Edelmetalle setzt. Und egal ob man nun in eine LV investiert, in Aktien oder Edelmetallen, man benötigt immer so um die 30 Jahre, um was aufzubauen.
        Wenn sich der Preis dann nun in etwa 22 Jahren etwa versechsfacht, nur weil es da rumliegt, hat es aber recht wenig Energie und Arbeit benötigt.
        Übrigens is mein CO2 Fußabdruck sehr klein.
        Ich bin seit etwa 10 Jahren nicht mehr geflogen, und fahre seit 19 Jahren mit dem selben Diesel etwa 6.000 km im Jahr.
        Würde ich bei einem Elektroauto nach 20 Jahren vielleicht schon die 3. Batterie benötigen?
        Warmwasser fasst zu 100 % über Solar, und wir heizen mit unseren Holzöfen mit Holz vom eigenen Grundstück.
        Nur Strom ist zu 100 % aus der Steckdose, denn ohne Einspeisepunkt lohnt es sich nicht.

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Sie haben gar nichts verstanden. Gold hat sich nicht im Wert versechsfacht, Helmut, sondern die Inflation und die ist schon seit Dekaden gefaked.

    1. 31/8/2011 bis 31/8/2021

      MSCI World Total Return Index: +308%
      Gold: +1,5%

  3. Ein Teil der Ddeutschen Goldbestände sind auf der Welt verteilt.
    37% (1246 t) in den USA (FED), 13% 438 t in London (BoE), 7,5% (250 t) in der Schweiz und das Depot in Frankreich wurde mit der Euro-Einführung aufgelöst.
    Die Goldreserven bilden den Notgroschen Deutschlands, dienen der Vertrauensbildung und Schutz gegen Länder – u. Währungsrisiken.
    Holt uns unser Gold zurück !!, denn Gold könnte der Stabilisator einer eventuell wieder einzuführenden deutschen Währung sein.

  4. Pingback: Nasdaq: Big Tech fällt! Marktgeflüster - Jobearn News

  5. Losgelöst vom eigentlichen Auftrag der FED, so reime ich es mir zusammen, will die FED die Zinsen in eine Höhe bringen, die die chinesische Immobilienbubble zum einstürzen bringt. Das würde das Land nach innen massiv nach innen schwächen, bis hin zu inneren Unruhen. Auf jeden Fall eine massive Instabilität. Ein von den USA zerstörerisches Mittel ohne seine Streitkräfte einsetzen zu müssen.

  6. Hallo Tim B.
    Ich habe das schon verstanden.
    Denn ich glaube nicht, dass sich die Preise in der EU seit 2000 versechfacht haben.
    Geschätzt würde ich sagen: Maximal verdoppelt.
    Wenn ich also für die Ware heute den doppelten Preis zahlen muss, aber mit einem Wertspeicher zahlen kann, der sich in der selben Zeit etwa versechsfacht hat, dann meine ich schon, dass ich verstanden habe, dass Gold die Inflation gleich mehrfach ausgeglichen hat.
    Und vor allen Dingen kann ich mit einem Wertspeicher zahlen, bei dem die Versechsfachung legal nicht versteuert werden musste.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  7. Naja, wenn ich mein Geld im Jahre 2000 in den MSCI gesteckt hätte, dann würde sich das Kapital noch nicht einmal verdoppelt haben. Und für die etwa 80 % Kurssteigerung hätte ich auch noch Steuern zahlen müssen.
    Ähnlich wie beim DAX, der sich in der Zeit (einschl. Dividendenzahlungen) etwa verdoppelt hat.
    Das ist doch Geld verbrennen.
    Damit meine ich aber nur eine lange Anlagestrategie, z. B. für die private Altersvorsorge.
    Wer das Wissen hat, wie man an der Börse reich werden kann, wird sicher seine Strategie haben.
    Aber gerade 2000 habe ich gesehen, wieviel Menschen eine finanzielleTotalpleite erlitten haben, weil sie sich verspekulliert hatten. Und ich habe 2000 auch gesehen, dass sich Gold die 30 Jahre davor etwa verachtfacht hatte.
    Daher habe ich eine sehr hohe Einmalzahlung in physische Edelmetalle (hauptsächlich Gold) für die Rente ab 65 in den Tresor gelegt.
    Spekulieren ist mit physischen Gold so gut wie unmöglich. Und es verleihen für etwa 2 % wollte ich auch nicht. Und gerade Silber kostet auch etwa 1% Lagergebühr im Zollfreilager.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Gold eignet sich als Beimischung, mehr nicht!

      https://www.finanzfluss.de/geldanlage/gold/

    2. PS: Interessanter Punkt, der selten beachtet wird: Notenbanken können durch ihren enormen Goldbesitz bei Bedarf schlagartig den Markt überschwemmen und den Goldpreis sehr, sehr weit in den Keller schicken.
      Goldanleger glauben manchmal etwas blauäugig, völlig unabhängig von Notenbanken und Geldsystemen zu sein.

  8. Pingback: *** Must-Read: Aktuelles vom 22.11.2022 *** | das-bewegt-die-welt.de

  9. Ich glaube eher, dass die Notenbanken den Markt mit Papier überschwemmen werden.
    Wenn morgen der Goldpreis auf die Hälfte fallen würde, dann wäre der Kapitalertrag seit 2000 immer noch etwa 3 x so hoch als beim MSCI oder beim DAX.
    Aber wenn nun alle Notenbanken der Welt schlagartig alles Gold verkaufen, dann ist das Gold aber immer noch da, es hat nur Jemand anderer.
    Es wird ja nicht im Meer versenkt.
    Ich kann mir aber schon vorstellen, wer es dann hat, und was es dann kosten wird.
    Als die Notenbanken 2000 damit begonnen haben ihr Gold zu verkaufen, ist es erst mal richtig gestiegen. Selbst die schweizer Notenbank hat ihr Gold verkauft, weil es als unnützt erschien.
    Ich wunder mich immer, dass die Menschen die wildesten Szenarien ausdenken, was alles mit Gold für schlimme Sachen passieren könnten, aber selber in Papiere oder sogar Phantasiewährungen ihr Geld investieren.
    Wenn der Bitcoin mal über 5.000 Jahre seinen Zweck als Wertaufbewahrungsmittel erfüllt haben wird, dann wird er wohl auch genügend Vertrauen erzeugt haben.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  10. Natürlich eignet sich Gold nur als Beimischung..
    Mehr als 1% ist ja auch nicht möglich, denn selbst so viel Gold gibt es gar nicht auf der ganzen Welt, um diese 1% auch nur in Deutschland zu erreichen.
    Zumal es auch Leute wie mich gibt, die zu 100 % ihres Ersparten in Edelmetallen halten.
    Also bleibt hauptsächlich nur Papier.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. „…die zu 100 % ihres Ersparten in Edelmetallen halten…“

      Extrem unklug, nennt sich Klumpenrisiko.
      Allerdings, wenn man eine gewisse Altersgrenze überschritten hat und das Ende langsam absehbar ist, wird es immer unwichtiger, wie man investiert ist. Hauptsache man ist investiert.
      Wenn man es dumm angestellt hat, bekommen halt die Erben nix.

  11. Kennt Irgendjemand einen Besitzer von physischem Gold, der in den letzten 5.000 Jahren verarmt ist, weil das Gold wertlos wurde?

    1. Also vor 4000 Jahren lernte ich mal einen Maya kennen, dem war Gold echt egal, weil es nicht mehr als hübsches Beiwerk war. Der stand eher auf Mais, auch als das Gold der Maya bekannt.
      https://www.meier-magazin.de/article/das-gold-der-maya/7119

    2. @Helmut52

      Ja! König Midas, von dem erzählt wird, dass er verhungerte, weil alles, was er berührte zu Gold wurde.

  12. Ist ja schon beruhigend, das nur die Legenden – und Mythenkiste etwas hergibt, um Gold als zumindest damals wertlos zu bezeichnen.
    Ich halte mich da lieber an die Realität außerhalb von Legenden und Mythen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Ohne Legenden und Mythen gäbe es keine menschliche Realität.
      Aber diese Tatsache ist nicht jedem verständlich, vor allem wenn gewisse Voraussetzungen fehlen…

    2. „Ich halte mich da lieber an die Realität außerhalb von Legenden und Mythen.“
      Zum Beispiel, wenn es um Corona, die Anzahl von Entschädigungen angeblicher Impfopfer, Munition von Schützenpanzern, die Jahres-PV-Stromerzeugung in Deutschland oder spanische Benzinpreise geht 😂
      Und hundert Seiten mehr…

  13. Helmut macht’s gut

    Columbo kann das Goldsyndrom immer noch nicht abschütteln. ( Gibt es noch keine Impfung? ) Wenn Helmut sein Erspartes in Gold hat und daneben noch Liegenschaften gibt es vielleicht ein Verhältnis von 50/ 50 oder ähnlich und damit ist er ohne Stress gut gefahren.Vor allem im Jahr 2022 wo die GROSSEN INSTITUTIONELLEN VOLLPROFIS mit dem klassischen 60/ 40 Aktien Obligationen mindestens 20% in den Miesen sind.Viele wären glücklich ein Klumpenrisiko in Gold zu haben.

  14. Es ist einiges im Gange.
    Die Zentralbanken kaufen in großen Mengen Gold, weil es nach Basel III als sichere Anlage gilt, da es kein Ausfallrisiko hat.
    Daher soll der Preis für Gold natürlich so lange wie möglich niedrig gehalten werden.
    Fallen aber Anleihen von Staaten bei der Eigenkapitalbildung von Banken zunehmend aus, oder werden schlechter bewertet, oder vergebebe Kredite platzen, dann haben Banken natürlich ein Interesse daran, dass die Eigenkapitaldecke nicht zusammenbricht.
    Dann haben sie ein Interesse daran, dass ihre Edelmetalle möglichst schnell und möglichst viel an Wert zunehmen.
    Alleine in diesem Jahr ist schon von der Comex etwa 1/3 des Silberbestandes an Kunden ausgeliefert worden.
    Was ich seit vielen Monaten schreibe:
    Gold steigt erst signifikant und bleibend, wenn der „große Knall kommt“ und der kommt, wenn so viele Kredite ausfallen, dass das Eigenkapital der Banken dahinschmilzt.
    Wann das ist, wage ich nicht einzuschätzen. Dr. Krall meint im Frühjahr.
    Warten wir mal ab.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Wenn die Zentralbanken im „großen Knall“ ihr riesigen Goldreserven schlagartig auf den Markt werfen, möglicherweise als Besicherung für eine neue Währung, dann wird der Goldpreis wie ein Stein fallen.
      Es ist irrig anzunehmen, man sei mit Gold gegen die schweren Unfälle des Finanz/Geldsystems abgesichert. Das Vernünftigste ist eine breite Streuung verschiedener Anlageklassen.

  15. Junge, Junge, da läuft aber einiges schief.
    Keine Nationalbank kann ihr Gold auf den Markt werfen, um damit eine neue Währung zu besichern, denn dann ist die Besicherung weg, und die Währung steht nackt da. Ganz im Gegenteil, sie wird ihr Gold so hoch wie möglich bewerten, um damit möglichst viel von der neuen Währung abzusichern.
    Aber wenn sie es doch verkaufen würde, ist dann das Gold im Meer versenkt, oder als Altmetall in Lagerhäusern verstaut?
    Es hat dann ein Anderer, und ich weiß auch schon wer.
    Ganz im Gegenteil, die Nationalbanken kaufen noch aktuell hunderte von Tonnen Gold hinzu, damit ihre Währung besichert ist.
    Daher wird auch in Basel III Gold als ein werthaltiges Eigenkapital gewertet, dass Banken sich als sicheres Eigenkapital (weil ohne Ausfallrisiko) in den Tresor legen dürfen.
    Deshalb gibt es ja auch, wenn eine neue Währung eingeführt wird, zumind. ein vorübergehendes Goldverbot. Denn die Regierung will dann das Gold der Bürger haben, und dem Bürger dafür Papiergeld geben.
    Das geht auch nicht anders, und natürlich muss auch ich dann Gold gegen Papiergeld tauschen, denn es geht eben nicht ohne.
    Oder vielleicht sind wir dann schon soweit, dass ich nur eine elektronische Gutschrift auf mein EZB Konto bekomme.
    Nur wieviel Gold ich umtausche, das bestimme ich.
    Zusammenfassen: Bitte nicht immer so abstruse realitäsfremde Behauptungen in den Raum stellen, von denen jeder weiß, dass sie Unsinn sind.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  16. Fan der anfassbaten Dinge

    Seriöse Währungen waren früher auch gesichert mit Gold hinterlegt. Wenn irgendjemand nach 20 Jahren Geldvernichtung wieder etwas
    Vertrauliches auf die Beine stellen sollte, sei es kryptisch oder real, dann müsste es in diese Richtung gehen.Vor allem beim vieldiskutierten Digitalgeld,dass nirgends sichtbar ist, würde eine Golddeckung Sinn machen.
    In diesem Sinne überragt die Logik des Andalusien- Praktikers die wirtschaftsfremde Meinung des Dolomiten- Doktors um Welten.

    1. @Anfassbarer Fan

      Bevor ich die Logik anderer beurteile, würde ich einmal nachsehen, ob die eigene Logik überhaupt irgendwohin ragt. Vielleicht nirgendwohin…

      1. Was wohl nicht so richtig rüber gekommen ist:
        Mit einem Goldverbot soll hauptsächlich verhindert werden, dass eine neue Währung gegen Gold konkurrieren muss.
        Es könnte sonst sein, dass die neue Währung von den Menschen gleich in Gold angelegt wird. Da sind natürlich Aktien eine sinnvollere Anlage, damit die Industrie mit dem Geld der Anleger versorgt wird.
        Daher war ja der Goldbesitz und der Goldkauf in den USA 1933 nur im Inland verboten. Es sollte Niemand die Möglichkeit haben, Dollars gegen Gold zu tauschen.
        Natürlich weiß Niemand, wie das neue Lastenausgleichsgesetz im Einzelnen funktionieren wird, und welche Vermögenswerte überhaupt erfasst werden. Aber ich denke, Immobilien werden es auf jeden Fall sein.
        Mal sehen ob in Spanien auch.

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  17. Hallo Fan der anfassbaten Dinge.
    Es ist ja so, dass ein Goldverbot nach der Einführung einer neuen Währung sehr sinnvoll ist.
    Denn einmal geben dann die regierungstreuen Bürger ihr Gold ab, und bekommen dafür das neue Papiergeld. Und wer Papiergeld hat, kann es nicht in Gold umtauschen, weil ja Goldbesitz verboten ist.
    Ansonsten kann keine neue Währung Fuß fassen. An wen sollte da die Notenbank also Gold verkaufen, wenn es Niemand besitzen darf?
    Aber ein Goldverbot, wie in den USA, 1933, gilt immer nur für Goldbesitz im Inland. Man wollte ja auch, dass die US- Bürger ihr Gold aus dem Ausland holen, und gegen Geldscheine eintauschen.
    Daher wurde nach der Umtauschfrist der Goldpreis von 25 auf 35 Dollar erhöht. Wer sein Gold im Ausland hatte, wurde also über Nacht legal etwa 70 % reicher.
    Meinetwegen kann es gerne heute noch ein Goldverbot geben, weil z. B. der Euro abgeschmiert ist.
    Die Leute die von Goldverbot reden, und keine Ahnung haben, meinen mit Goldverbot oft Enteignung. Aber genau das Gegenteil ist der Fall.
    Ein Goldverbot bedeutet für den Goldbesitzer, mit dem Gold im Ausland, ein Kurssprung.
    Deshalb: Niemals Gold in dem Land lagern in dem man wohnt, oder dessen Staatsangehörigkeit man hat, und auch nicht innerhalb der EU.
    Übrigens hat der Euro gegenüber Gold schon etwa 90 % an Wert verloren , der Dollar etwa 97 %, und das Britischen Pfund etwa 99 %.
    Für Helix 52.
    Landvermesser heißt in Spanien Topograph.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut.

    1. Es ist ziemlich naiv anzunehmen, dass sich in Zeiten der totalen Vernetzung und Globalisierung ein Goldverbot nur auf ein Land beschränken würde. So dumm sind die Herren an den Schalthebeln dann auch wieder nicht.
      Nein, wenn Goldverbot, dann in weiten Teilen zumindest der westlichen Welt. Das heißt auf jeden Fall wären USA, Europa (mit Schweiz) dabei.
      Es ist immer wieder lustig zu sehen, wie sich Goldbesitzer ihre Albträume wie Goldverbot, Flutung des Marktes durch Notenbanken und…und…schönreden.
      Da sind die Aktien-Diamanten-oder Rolexbesitzer weniger gestresst. Klar, ihr Asset wird ja nicht verboten😁.

      1. Da sind die Aktien-Diamanten-oder Rolexbesitzer weniger gestresst. Klar, ihr Asset wird ja nicht verboten😁.

        Aber Wertlos wenn die Firma von der man Aktien gekauft hat durch die Insolvenz gegangen ist oder ETF Emittenten illiquide geworden sind 😁

        Gegen eine goldene Rolex ist aber nichts einzuwenden 😁

        1. @Goldbulle

          Vor einer Insolvenz von Blackrock fürchte ich mich nicht besonders. Genauso wenig wie vor der Pleite eines der 1.600 Unternehmen, die im MSCI-World-ETF gelistet sind.
          Dazu noch ein wenig Edelmetall und ich schlafe ruhig wie unsere Katze😸.

    2. Die grösste Buch- Vermögensvernichtung der Geschichte bewirkt dass viele Banken unterfinanziert sind. Credit – Suisse ist nur eine Spitze des vielspitzigen Eisberges. Die fast einmalige Lage,dass Anleihen und Aktien gleichzeitig fielen ist durch das vorherige Hochtreiben der Notenbanken selbstverschuldet.Der Kryptozerfall und die anstehenden Wertverluste der Immos sind noch eine hässliche Begleiterscheinung.Der Trick,dass Banken den Kursverlust von langen Anleihen nicht sofort abschreiben müssen verzögert den Kollaps nur noch.
      Fazit: Das Weltwirtschaftssystem ist wieder einmal kurz vor dem Abgrund.Welcher Staat oder Notenbank könnte jetzt auf die Idee kommen das letzte über Jahrhunderte bewährte Werterhaltungs- Vehikel zu zerstören? Das wäre finanzpolitischer Massenmord und Massenmörder werden durch Spezialtruppen nicht geschont und sofort erschossen.
      Die Columbo Logik ist somit weit unter jedem Wirtschaftsniveau.

  18. Hallo Columbo, einfach nichts verstanden.
    Ein Goldverbot ist keine Enteignung, sondern der Staat muss seine Goldreserven maximal aufstocken, und will daher das Gold der Bürger.
    Er kauft den Bürgern das Gold zum Kurswert ab.
    Papiergeld kann er ja genug drucken, um das Gold zu bezahlen.
    Mit Gold im Ausland kann er nichts anfangen.
    Auch sollen die Bürger das neue Geld nicht wieder in Gold umtauschen können.
    Deshalb hat jeder vernünftige Mensch, der über erhelbliche Mengen an Gold verfügt, es in einem Lager außerhalb der EU. Dort kann es binnen Stunden in andere Edelmetalle (gegen eine geringe Gebühr) umgetauscht werden. Und da gibt es ein ganzes Klavier an Edelmetallen, bis hin zu Diamanten.
    Ich könnte morgen alles umtauschen, und notfalls in Schweizer Franken, oder in Dollar.
    Von einem Goldverbot reden meistens Leute, deren Immobilien und Aktien mit einem Ferderstrich durch einen Lastenausgleich 50 % enteignet werden können. Schon 2x passiert in den letzten 100 Jahren in Deutschland.
    Und ich glaube nicht, das der deutsche Staat, der etwa 25 Billionen an Vermögen in Deutschland teilweise enteignen kann, auf die paar Milliarden scharf ist, die außerhalb der EU gelagert sind, die er dann auch noch zum Kurswert bezahlt.
    Wird es aber doch mal wieder so eine faschistische Regierung in Deutschland geben, dann werde ich auch schon nicht mehr in Spanien leben, sondern in einer Seniorenresidenz in der Schweiz, oder den Rasen von unten beschauen.
    Da wäre schon wahrscheinlicher, das Putin die Schweiz überfällt, als ein Goldverbot in der Schweiz.
    Aber, mal sehen, was die nächsten Jahre so bringen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. „Da wäre schon wahrscheinlicher, das Putin die Schweiz überfällt, als ein Goldverbot in der Schweiz.“

      Nicht nur ein Blick auf die Karte zeigt, dass die EU 10x gefährlicher für die Schweiz ist, als Russland, auch einer in die Geschichte [1]. Unser tolles „Friedensbündnis“ muss die Schweiz gar nicht angreifen, wie in den Phantasien von Herrn Steinbrück. Es istt geographisch isoliert und wird tun, wie ihm geheißen.

      [1] Die Schweizer haben den Russen ihr wichtigstes Asset, ihre Neutralität, zu verdanken. Die Schweiz hatte bei Zar Alexander I ein Stein im Brett. Er sorgte auch dafür, dass die Schweizer im Jahr 1812, dem „Jahr ohne Sommer“, vor dem Hungertod bewahrt wurden. Im Gegendatz zu unseren suizidalen Ideologen und Funktionseliten, scheint das putinistische Russland derzeit nicht darauf erpicht zu sein, die geschichtliche Erinnerung auszulöschen. Das könnte helfen.

      1. Das Jahr ohne Sommer war 1816, 1 Jahr nach dem Ausbruch des Tambora..
        Aber das mit dem „Hungertod“ kannte ich noch nicht.

        1. „Das Jahr ohne Sommer war 1816, 1 Jahr nach dem Ausbruch des Tambora..“

          Danke! Ich war mir da selbst nicht mehr sicher und wollte noch mal nachschauen, weil es mir merkwürdig vorkam, dass das Ereignis im Jahr von Napoleons Russlandfeldzug stattgefunden haben soll, aber Faulheit arbeitet gegen die Gewissenhaftigkeit.

          1. Young Rural Rabble-rouser

            @Young Global Leader
            Du hättest statt fauler Ausreden auch einfach deinen Freund und Mentor vom Aldebaran fragen können. Der hätte auch gewusst, warum so ein Ereignis wie ein großer Vulkanausbruch nicht zu Napoleons Russlandfeldzug stattfinden kann.

          2. Gott Vulkan musste halt warten bis Napoleon mit seinem Feldzug fertig war, erst dann durfte er sich bei den Menschen in Erinnerung rufen und die allgemeine Versorgungslage verschlechtern. Oder umgekehrt. Kannst du dir aussuchen, YRRR.

    2. @Helmut

      „… Von einem Goldverbot reden meistens Leute, deren Immobilien und Aktien mit einem Ferderstrich durch einen Lastenausgleich 50 % enteignet werden können…“

      Dieser Unsinn ist mir ganz neu: Aktien wurden nie verboten oder enteignet. Gold hingegen mehrmals. Ist ja auch logisch. Gold wird von Politikern und Notenbanken weltweit als Währung angesehen, mit der man bei Bedarf eine Währungsreform starten kann.
      Daher ist die Gefahr von Manipulation, Enteignung oder Handelsverbot gegeben. Die Geschichte zeigt es uns ja.
      Einen vernünftigen Teil seines Vermögens sollte man in Gold halten, aber nicht 100%, das ist sehr unklug. Aber das weiß eigentlich jedes Kind…

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