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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis steigt, Aktien fallen – Risk Off Trade Comeback?

Claudio Kummerfeld

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Beispielfoto für einen Barren Gold

Der Goldpreis steigt. Was ist da aktuell los? Ist ein „alter Bekannter“ wieder anwesend? Die allgemeine Stimmung bei Aktien wird aktuell durch einen Artikel von investing.com recht gut wiedergegeben. Zwar hatten sich die Börsianer vor allem in den USA gestern gefreut, dass Joe Biden bei dem Demokraten vorne liegt. Aber letztlich fallen die Kurse heute wieder spürbar, weil die Infektionen beim Coronavirus in den USA gerade Fahrt aufnehmen! Was hat das mit dem Goldpreis zu tun?

Goldpreis steigt, Aktien fallen – Risk Off is back?

Der Risk Off Trade scheint ganz aktuell wieder da zu sein. Der Goldpreis war in den letzten Tagen zusammen mit Aktien sogar gefallen, weil viele Anleger Gewinne im Gold zwangsliquidieren mussten, weil Verluste im Aktienhandel zu groß waren. Aber ist dieses Problem jetzt womöglich erstmal aus der Welt geschafft? Risk Off bedeutet, dass die Anleger fast automatisch aus Risikoanlagen wie Aktien fliehen, wenn Gefahr droht. Man wendet sich dann den altbewährten „Sicheren Häfen“ zu, vor allem Gold. Am Dienstag war der Goldpreis sozusagen durch die Federal Reserve aus dem Dornröschenschlaf erweckt worden. Die Fed senkte den Zins um 50 Basispunkte, was den Goldpreis nach oben brachte um gut 40 Dollar. Dann verharrte Gold von Dienstag bis heute auf dem Niveau um die Marke von 1.640 Dollar.

Aber jetzt, wo die Aktienkurse in den USA heute wieder fallen, da zieht Gold an. Vergleicht man den Goldpreis und den Dow 30 (CFD-Kurs) im folgenden Chart miteinander, dann sieht man eine klare Korrelation. Gold rauf, Dow runter. Man darf also vermuten, dass es gerade der Anfang des neu gestarteten Risk Off Trades ist? Der Goldpreis ist seit 11 Uhr von 1.640 auf jetzt 1.655 Dollar gestiegen, während der Dow 30 im selben Zeitraum um 300 Punkte gefallen ist. Seit dem Hochpunkt gestern Abend ist es sogar ein Minus von mehr als 700 Punkten. Neben Gold läuft auch die Flucht in die Staatsanleihen. So hängt die Rendite für zehnjährige US-Papiere aktuell genau an ihrem Rekordtief bei 0,93 Prozent. Wie geht es weiter? Hört man nun zunehmend von mehr Infektionen in den USA, könnten Aktien noch weiter fallen, und der Goldpreis im Risk Off Trade noch weiter ansteigen.

Aber in dem verrückten Markt in diesen Tagen, da ist alles möglich, oder auch nichts! Also gut festhalten bitte! Übrigens: Bank of England und EZB haben immer noch nichts verkündet in Sachen Zinssenkung, Liquidität für Banken oder neue Anleihekäufe. Fed, kanadische und australische Notenbank haben schon gesenkt diese Woche! Kommt heute oder morgen noch was vor dem Wochenende von dieser Seite, was die Aktienmärkte doch noch hoch pusht, und den Goldpreis wieder ermüden lässt auf dem Weg nach oben? Das ist halt einer der Risikofaktoren für die Gold-Bullen.

Goldpreis vs US-Aktien seit Dienstag
Goldpreis vs US-Aktien seit Dienstag dieser Woche.

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

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Ganz so einfach ist die Lage bei Dow Jones, Nasdaq und Silber derzeit nicht. Schauen wir genauer auf die Charts im folgenden Video.

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Gold/Silber

Gold: Rekorddaten und Ausblick für 2021 durch World Gold Council

Jörg Bernhard

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Für das abgelaufene Jahr meldete der World Gold Council (WGC) diverse Rekorde im Marktsegment der Gold-ETFs und kommunizierte zudem seinen Ausblick zur Entwicklung der Goldmärkte im Jahr 2021.

Gold: Rekordlaune bei Investments in ETFs

Bedingt durch die Coronakrise haben verunsicherte Investoren im Jahr 2020 in großem Stil Gold in Form von physisch hinterlegten ETFs gekauft. Im September kletterten zum Beispiel die Goldbestände von insgesamt 83 erfassten ETFs auf 3.880 Tonnen und einen Marktwert von insgesamt 235,4 Milliarden Dollar. Beide Werte stellten einen neuen Rekord dar. Zum Jahreswechsel stellten sich Werte von 3.751,5 Tonnen bzw. 228,1 Milliarden Dollar ein.

Ein weiteres Allzeithoch wurde aber auch bei den registrierten Gold-Zuflüssen registriert. Mit 877,1 Tonnen Gold wurde der Vorjahreswert in Höhe von 398,3 Tonnen um 120 Prozent und das im Jahr 2009 erzielte bisherige Allzeithoch in Höhe von 649 Tonnen um 35 Prozent übertroffen. In Nordamerika waren Gold-ETFs übrigens besonders stark gefragt. Dort erhöhten sich die Bestände dieser Form von Papiergold innerhalb eines Jahres um 563,3 Tonnen. Der zweitstärkste Appetit war mit 259,9 Tonnen in Europa auszumachen, womit diese beiden Regionen fast 94 Prozent der weltweiten ETF-Nachfrage repräsentiert haben.

Ausblick für 2021 tendenziell optimistisch

In einem weiteren Statement veröffentlichte der WGC seinen Ausblick für das Jahr 2021. Dessen Analysten gehen davon aus, dass Investoren dauerhaft niedrige Zinsen in riskantere Anlageklassen locken könnte. Weil dies mit steigenden Haushaltsdefiziten, wachsenden Inflationssorgen und hohen Aktien-Bewertungen einhergehen dürfte, rechnet die internationale Interessenvertretung der Goldminenindustrie mit einer stabilen Investorennachfrage, während die Konsumentennachfrage dank einer wirtschaftlichen Erholung anziehen könnte.

Die Performance des Goldpreises hängt laut WGC von insgesamt vier Faktoren ab, von denen zwei von strategischer und zwei von taktischer Natur seien. Zur erstgenannten Gruppe gehören das wirtschaftliche Wachstum sowie das Maß an Verunsicherung. Von taktischer Bedeutung seien die Opportunitätskosten und das Momentum.

Fazit

Der WGC rechnet für 2021 mit einer positiven Performance von Gold, wenngleich in gedämpfter Form. Als wichtigsten Grund für diese Erwartungshaltung wurde die Aussicht auf eine höhere Konsumentennachfrage in China und Indien, gefolgt von der Chance auf dauerhaft niedrige Zinsen und dem damit verbundenen Wegfall von Opportunitätskosten (Zinsverzicht bei Gold) genannt.#

Hier finden Sie zusätzliche Informationen des World Gold Council..

Gold dürfte auch 2021 gesucht sein

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