Gold/Silber

Diese Hürde gilt es zu knacken Goldpreis fällt zurück – Schwung holen für die nächste Kaufwelle?

Goldpreis fällt zurück - Schwung holen für die nächste Kaufwelle?

Am Rohstoffmarkt hat Gold jüngst zur Aufholjagd geblasen. Ausgehend von dem Dreifachtief bei 1.617 Dollar sprang der Goldpreis in der Spitze um fast 170 USD nach oben und markierte bei 1.786 USD ein Verlaufshoch. Durch die kürzliche Entwicklung steigen die Chancen auf einen mittelfristigen Boden. Anstatt direkt die 200-Tage-Linie knapp über der runden 1.800-Dollar-Marke zu attackieren, fiel der Goldpreis jedoch zurück und notiert aktuell bei 1.745 USD.

Im Zuge nachlassender Zinssorgen an den Finanzmärkten erfüllte Gold schließlich seine Erwartungen als Krisenwährung. Ein entscheidender Faktor für den Auftrieb des Goldpreises war wie so oft der Dollar. Die jüngste Dollarschwäche und der Rückgang der US-Renditen haben den ausschlaggebenden Impuls für die Erholung geliefert. Trotz der weiterhin hawkishen Töne diverser Fed-Mitglieder hofft der Markt auf eine mildere Gangart der Federal Reserve in den kommenden Monaten. Geringere Zinsanstiege bei gleichzeitig hoher Inflation könnten ein Treiber für den Goldpreis werden.

Goldkäufe durch Notenbanken und Terminmarktspekulanten

Unterstützung erhält der Goldpreis auch von den Notenbanken selbst. Während der Goldpreis im dritten Quartal stetig abwärts tendiert hatte, haben Notenbanken am Goldmarkt zugeschlagen. Knapp 400 Tonnen Gold wurden in diesem Zeitraum erworben. Da die Käufe aber größtenteils anonym erfolgen, ist nicht ganz klar, woher die Käufer stammen. Neben den westlichen Notenbanken dürfte vor allem die chinesische Notenbank als Käufer aufgetreten sein. Es ist aber auszuschließen, dass die Notenbank-Käufe für den aktuellen Gold-Aufschwung verantwortlich sind, denn der Zeitpunkt liegt schon etwas zurück.

Vielmehr sind es die Terminmärkte, die den Goldpreis beeinflussen. Hier hat sich zuletzt die Stimmung unter den Spekulanten deutlich aufgehellt, wie der Commitments of Traders Report letzte Woche gezeigt hat. Es kam nämlich zu der stärksten Kaufwelle an den Terminmärkten seit über drei Jahren. Aus technischer Sicht könnte es in dieser Woche interessant werden. Denn der Goldpreis steht vor einer richtungsweisenden Hürde.

Goldpreis: Diese Hürde gilt es zu überwinden

Der Ausbruch aus dem fallenden Trendkanal hat ein technisch starkes Signal geliefert. Infolgedessen ging es für den Goldpreis steil bergauf. Erst an dem horizontalen Widerstand bei 1.785 Dollar kam die Rally zum Erliegen. Aktuell vollzieht Gold nach dem impulsiven Anstieg einen Rücklauf. Dieser könnte sich bis in die Unterstützungszone bei 1.734/25 oder gegebenenfalls bis zum 38,2% Retracement bei 1.720 USD ausdehnen. Greifen die Gold-Bullen an dieser Stelle wieder zu, könnte dies der Ausgangspunkt für die nächste Aufwärtswelle sein. Ein Rückgang bis zum 50er (1.701) bzw. 61er Retracement (1.681) ist allerdings nicht auszuschließen. Tiefer sollte es aus Sicht der Bullen nicht gehen.

Bei einem Ausbruch über das jüngste Hoch von 1.785 USD, rückt die richtungsweisende 200-Tage-Linie bei 1.802 USD sowie die Verlaufshochs aus August bei 1.806 USD in den Fokus. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde das Chartbild weiter aufhellen und zusätzliches Erholungspotenzial freisetzen.

Gold-Rally pausiert - folgt die nächste Aufwärtswelle? Dollar im Fokus

Gold – Chart von TradingView

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