Gold/Silber

Hochinteressante Aussagen Goldpreis: Mega-Anstieg und Absturz – Experte über Hintergründe

Der Goldpreis ist massiv angestiegen und danach noch stärker abgestürzt. Hier dazu interessante Aussagen eines Experten über die Hintergründe.

Gold-Barren
Gold-Barren. Foto: Optimism_Studio-Freepik.com

Montag sehr früh am Morgen sah der Goldmarkt einen richtigen Sprung nach oben. Der Goldpreis stieg von 2.071 Dollar am Freitag Abend dann direkt Montag früh auf bis zu 2.141 Dollar. Was man sagen kann: Der Anstieg direkt zum Wochenstart kam unerwartet. Denn externe Faktoren, die diesen Anstieg erwarten ließen, gab es nicht. Weder Geopolitik noch plötzlich sinkende Anleiherenditen konnten diesen Run im Gold so richtig erklären. Nur die allgemeine Tendenz war am vorigen Freitag bereits aufwärts gerichtet, wegen der Zinssenkungsphantasien am Markt.

Sehr schneller Anstieg im Goldpreis gefolgt von Absturz

Die naheliegendste Erklärung für diesen Anstieg im Goldpreis war also, dass im Zuge der Zinssenkungsphantasien ein verstärkter Schub im asiatischen Handel aufkam, der den Goldpreis hoch pushte. Aber was genau steckt dahinter? Und warum brach die Euphorie im Verlauf des gestrigen Tages wieder ein? Denn von 2.141 Dollar Montag früh ausgehend sah man im gesamten gestrigen Handelstag seinen ständigen Abbau dieses Anstiegs, und bis jetzt sind wir sogar auf 2.027 Dollar zurückgefallen. In diesem XAUUSD Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf in US-Dollar seit letzter Woche Donnerstag.

Experte über die Hintergründe

Der Börsenexperte Jochen Stanzl hat sich diese Kursturbulenzen genauer angeschaut. Offenbar haben chinesische Anleger direkt zum Wochenstart für einen schnellen Kaufrausch gesorgt in Form eines Short Squeeze. Und dann sahen im Tagesverlauf Profi-Anleger im Westen, dass dieser Anstieg im Goldpreis aber nicht nachhaltig war. Und so hatten es Short-Spekulanten leicht, mit Short-Wetten den Goldpreis runterzudrücken, und die Rally brach in sich zusammen. Die Ausführungen im Video sind empfehlenswert!

Aktuelle Bloomberg-Einordnung zu Bewegungen im Goldpreis

Zur aktuellen Lage bei Gold schreibt Bloomberg aktuell: Nach einer dramatischen Sitzung, in der der Goldpreis aufgrund von Spekulationen über eine Zinssenkung in den USA auf ein Rekordhoch gestiegen war, gab er wieder kräftig nach. Das Edelmetall liegt mehr als 100 Dollar unter dem am Montag erreichten Allzeithoch. Gold fiel zurück, nachdem Händler ihre Wetten darauf, dass die Federal Reserve kurz vor einer Zinssenkung steht, zurückgenommen hatten. Steigende Treasury-Renditen und der Dollar setzten Gold ebenfalls unter Druck.

Der Swap-Markt rechnet immer noch mit einer 55%igen Chance, dass die Federal Reserve die Kreditkosten im März senken wird. Die Anleger werden in den nächsten Tagen auf die wichtigsten Arbeitsmarktdaten achten, um Hinweise auf die nächsten Schritte der Zentralbank zu erhalten. Der Goldpreis ist seit Anfang Oktober um rund 11 % gestiegen, wobei der Anstieg zunächst auf „Sichere Hafen“-Käufe nach dem Hamas-Angriff auf Israel zurückzuführen war, bevor der Goldpreis aufgrund der Aussicht auf eine lockere Geldpolitik in den USA weiter anstieg. Während eine Welle von Käufen durch Zentralbanken die Stärke von Gold in diesem Jahr ebenfalls gestützt hat, sind die Bestände der börsengehandelten Fonds zurückgegangen.

„Die Fundamentaldaten selbst sind einfach noch nicht da, um die Rallye fortzusetzen“, sagte Michael Widmer, Leiter der Metallforschung bei der Bank of America Merrill Lynch. „Das große Problem sind die börsengehandelten Fonds, bei denen es weiterhin an Zuflüssen mangelt – man zögert, in Gold zu investieren, bis die Federal Reserve die Zinsen tatsächlich senkt.“

FMW/Bloomberg



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5 Kommentare

  1. Wenn jetzt der Sparkassenangestellte seinen Kunden darüber berät, in was er die 100tsd. von Omas geerbten Sparbuch investieren sollte, dann kann der Berater wahrheitsgemäß sagen:
    Gold würde ich nicht kaufen, denn es ist jetzt alleine an einem Tag um 100 Dollar gefallen, nehmen Sie lieber unsere…
    Wir betreuen Sie dann….

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Helmut kennt den Trick der Banken und Sparkasen …. BRAVO

  2. Ein Täuschungsmanöver für die „Ahnungslosen“. Gleichzeitig Anstieg des“Ablenkungsmanövern „Bitcoin“ und alle müssen natürlich „mitspielen“.

  3. Schaut doch mal genau hin. Der Peak von montagfrüh ist m.E. ein Gesamtkunstwerk. echt jetzt. Er erinnert an einen Stinkefinger – oder etwa nich?

  4. Naja, alle Sozialisten müssen irgendwann das Staatsgold verkaufen, um noch weiter das Geld zu verschleudern, dass Generationen angespart haben.
    Warum soll es bei der Sekte der Ökosozialisten anders sein?
    Die Chinesen werden sicherlich Interesse und Bedarf haben.
    Aber, das gehört ja eben auch dazu, wenn ein Land wirtschaftlich gegen die Wand gefahren werden soll.

    Goldreserven in Gefahr: CDU-Politiker fordert Verkauf um Haushalt zu sanieren

    https://blackout-news.de/aktuelles/goldreserven-in-gefahr-cdu-politiker-fordert-verkauf-um-haushalt-zu-sanieren/

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

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