Folgen Sie uns

Gold/Silber

Goldpreis vor neuem Anstieg? Wichtiges Ereignis voraus und die aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Mehrere Barren Gold

Der Goldpreis stand seit Tagen und Wochen sehr stark unter der Fuchtel des US-Dollar (wir berichteten). Gewann er an Stärke, verlor der Goldpreis, und umgekehrt. Grundsätzlich ist der US-Dollar immer ein Thema für die Richtung des Goldpreises, aber zuletzt schien dies sogar das Hauptthema rund um Gold zu sein.

Goldpreis vor neuem Anstieg?

Steht der Goldpreis nun vor einem erneuten Anstieg Richtung 2.000 Dollar? Letzte Woche hatten wir diese Möglichkeit bereits angesprochen, aber der Anstieg blieb aus. Der Goldpreis verharrt aktuell weiter bei 1.942 Dollar. Der Chart (Gold-Verlauf seit Anfang August) zeigt, dass das Preisniveau seit letzte Woche Mittwoch Nachmittag vereinfacht gesagt müde seitwärts verläuft, bis jetzt. Dabei sind die Grundvoraussetzungen für die Gold-Bullen derzeit doch recht gut. Denn der Euro ist seit letztem Mittwoch am Ansteigen, von 1,1760 bis jetzt auf 1,1862. Grund dafür waren die NICHT-Aussagen von EZB-Chefin Christine Lagarde letzten Mittwoch zum Euro, die ihm somit weiter freie Fahrt gen Norden ermöglichten. Sie erwähnte nicht, dass der Euro zu teuer sei.

Dennoch sagte sie, dass die jüngste Aufwertung des Euro den positiven Einfluss, den die Stimulierung der EZB bei der Ankurbelung der Inflation hatte, teilweise aufgehoben habe. Also gut, der Euro steigt. Der US-Dollar (sichtbar im Währungskorb Dollar-Index) fällt seit Mittwoch tendenziell eher, unterm Strich von 93,60 auf jetzt 93,14 Indexpunkte. Auch die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen ist am Fallen. Seit letztem Donnerstag geht sie zurück von 0,71 auf jetzt 0,66 Prozent. Damit werden Anleihen für Anleger etwas weniger attraktiv im Vergleich zum zinslosen Edelmetall, und der Goldpreis hätte eigentlich die Chance zu steigen. Aber wie gesagt, bis dato ist der neue Gold-Anstieg ausgeblieben.

Fed voraus

Wichtig für den Goldpreis wird Mittwoch Abend um 20 Uhr deutscher Zeit die Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve. Der Markt ist fest davon überzeugt, dass die Zinsen weiter bei Null kleben bleiben werden. Es geht Mittwoch Abend eher um die Aussagen der Fed. Anfang August verkündete Jerome Powell, dass die Preisstabilität weniger wichtig sei, dafür aber die Erhöhung der Beschäftigung in den USA. Eine etwas höhere Inflation sei daher in Kauf zu nehmen – eine Inflationsrate von über 2 Prozent könnte man daher tolerieren. Wird es übermorgen ähnliche Aussagen geben, könnte dies den US-Dollar schwächen, und dem Goldpreis damit einen Schub nach oben verleihen. Möglich ist dieses Szenario, aber keinesfalls sicher. Man sieht ja, wie lustlos sich der Goldpreis seit Mittwoch kaum vom Fleck bewegt.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit Anfang September

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Gold/Silber

Rüdiger Born: Positionieren kurz vor dem Wochenende? Und wohin mit Gold?

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Soll man so kurz vor dem Wochenende noch neue Positionen aufbauen? Dazu will ich mich im folgenden Video äußern in Sachen Indizes, Gold und Silber. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

„Kaffeesatzleserei“, „Hokuspokus“, „alles Zufall“… viele Akteure an den Finanzmärkten haben eine völlig falsche Vorstellung von der Charttechnik und verzweifeln, sollte es gute technische Argumente für beide Richtungen geben. Das Problem: es wird nicht unterschieden zwischen Analysten, die eine Meinung vertreten und Händlern, die den Markt handeln. Wie ein Händler zu sinnvollen Entscheidungen kommt, zeigt der folgende Beitrag am Beispiel des Gold-Charts.

weiterlesen

Gold/Silber

Gold, Silber, Aktienmarkt, Dollar: Was die Aussagen der Fed bedeuten

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Am gestrigen Donnerstag gab es einige eher unerwartete Bewegungen auf dem Aktienmarkt, da die Federal Reserve versprach, die niedrigen Zinssätze in den kommenden Jahren beizubehalten: Infolgedessen stürzten sowohl Gold als auch Silber ab, während der Dollar stieg aufgrund des optimistischen Ausblicks der Fed auf eine weitere wirtschaftliche Erholung.

Insbesondere Gold kam unter Druck, die Preise fielen um etwa 1% – und das obwohl die US-Notenbank praktisch eine Nullzins-Garantie bis ins Jahr 2023 gegeben hatte. Einer der Gründe für den Fall des gelben Edelmetalls scheint die nach wie vor hohe Long-Positionierung in Gold zu sein, wie die COT-Daten zeigen.

Aber auch die Aktienmärkte gaben nach, der Dow Jones verlor mehr als 250 Punkte nach, andere Indizes wie der S&P 500, vor allem aber der Nasdaq 100 waren in ähnlicher Weise betroffen.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, analysiert die Ausgangslage für den US-Dollar (anhand des Dollar-Index), für den Goldpreis, für Silber – aber auch für die US-Aktienmärkte. Er geht davon aus, dass die übergeordneten Trends in diesen Märkten weiter intakt sind – und definiert in diesem Video Einstiegsmarken für Käufe:

 

Gold kam nach der Sitzung der Fed unter Druck

weiterlesen

Gold/Silber

Goldpreis steigt – Luft nach oben? US-Dollar wieder klar zurückgefallen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis steigt wieder und hat möglicherweise wieder mehr Luft nach oben. Nach dem gestrigen Tief bei 1.933 Dollar notiert Gold aktuell wieder bei 1.954 Dollar. Das Edelmetall schwächelte vor allem seit Mittwoch Abend. Die Aussagen der US-Notenbank Federal Reserve zeigten eine optimistische Sicht auf die Konjunkturerholung in den USA und boten eine Aussicht, in der die Fed erstmal keine weiteren Stützungsaktionen durchführen könnte. Dies half dem US-Dollar beim Ansteigen. Dementsprechend fiel als Gegenpart der Goldpreis von Mittwoch kurz vor Start der Fed-Sitzung um 20 Uhr von 1.962 Dollar bis wie gesagt auf 1.933 am gestrigen Donnerstag. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche

Goldpreis steigt, weil US-Dollar wieder deutlich verloren hat

Der US-Dollar ist wie gesagt nach den Fed-Aussagen spürbar gestiegen. Dies sieht man gut im steilen Anstieg des Dollar-Index (Währungskorb). Startete er seinen Anstieg kurz vor der Fed-Sitzung am Mittwoch Abend bei 93 Indexpunkten und stieg bis auf 93,62 Punkte, so ist er bis heute früh wieder auf 92,92 Punkte zurückgefallen (siehe folgender Chart). Aber der Goldpreis hat sein Niveau von vor der Fed-Sitzung noch nicht wieder erreicht. Alleine schon deshalb könnte man meinen, dass jetzt für Gold mehr Luft nach oben vorhanden sein könnte.

Wichtige US-Konjunkturdaten und der US-Dollar

Gestern um 14:30 Uhr wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, die dem US-Dollar weitere Verluste bescherten. Denn der Markt nahm deswegen wohl an, dass die Wahrscheinlichkeit für weitere Fed-Maßnahmen steigen könnte. Und heute, das ist wirklich wichtig, stehen um 16 Uhr in den USA die Daten der Universität von Michigan zum US-Verbrauchervertrauen für September an. Sie können den US-Dollar und damit auch den Goldpreis in Bewegung bringen! Also, achten Sie bitte auf diesen Termin, wenn sie bei US-Dollar oder Gold aktiv im Trading tätig sind!

Aktueller Analystemkommentar

Naeem Aslam von Avatrade sagt aktuell, dass die Bewegungen am Rohstoffmarkt derzeit auf der Geschichte des schwächeren US-Dollar basieren. Das gelbe Metall halte immer noch an seinem Preisniveau von 1.950 Dollar fest. Angesichts der Tatsache, dass die Aktienmärkte nirgendwo hingehen, sei es wahrscheinlich, dass Händler beginnen werden, ihre riskanteren Wetten durch den Kauf von Gold abzusichern. Unter diesem Szenario könne man sehen, wie der Goldpreis erneut in die Höhe schießt. Was das Unterstützungsniveau betrifft, so liege die unmittelbare Unterstützung bei fast 1.930 Dollar, und die größere Unterstützung liege knapp über dem psychologischen Niveau von 1.900 Dollar. Der primäre Katalysator für den Goldpreis seien die Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Wenn man eine Verbesserung der Zahl des Verbrauchervertrauens sehe, werde dies wahrscheinlich den Dollar-Index in die Höhe treiben, was sich möglicherweise nicht positiv auf den Goldpreis auswirken werde, so Naeem Aslam.

Dieser Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar seit Wochenanfang

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen