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Goldpreis zeigt sich robust – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren

Der Goldpreis zeigt sich stabil. Das ist mehr als erstaunlich. Ein kurzer Rückblick auf den letzten Donnerstag. Donald Trumpt twitterte von einer Einigung mit China, die in Kürze verkündet werden. Und so kam es dann auch. Die Aktienmärkte freuten sich, es ging nach oben. Seit diesem Tweet von Donnerstag Nachmittag konnte der Dow bis jetzt mehr als 400 Punkte zulegen. Die Indizes jagen ihre eigenen Rekorde. Die Risikobereitschaft der Anleger steigt, und der gute alte Risk Off Trade ist derzeit nicht gefragt. Hier werden Anlegergelder zügig in „Sichere Häfen“ wie Gold, Bundesanleihen oder den Schweizer Franken“ umgeschichtet. Aktien, Schwellenländeranleihen etc verlieren dann. Aber derzeit ist die gegenläufige Bewegung angesagt. Risk On läuft, der Sog Richtung erhöhtem Risiko!

Konjunkturdaten werden nicht beachtet

Also, eigentlich müsste der Goldpreis logischerweise fallen? Aber das tut er derzeit nicht. Und die heutigen Konjunkturdaten? Der NY Empire Index fiel zwar schlechter aus als gedacht, aber der US-Aktienmarkt steigt heute spürbar. Die Einkaufsmanagerdaten für zum Beispiel Deutschland waren heute früh auch schlechter als erwartet, aber der Dax ist seitdem spürbar gestiegen. Also, die Indizes laufen derzeit wohl volle Pulle in ihrer Jahresendrally nach oben. Nochmal: Der Goldpreis sollte dann doch eigentlich fallen?

Nein, er zeigt sich robust. Durch Trumps Tweet vom letzten Donnerstag erlebte Gold zwar eine Art Sofort-Schock. Der Goldpreis fiel von 1.484 auf 1.464 Dollar. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf im Gold in den letzten fünf Handelstagen. Man sieht gut, dass die Tendenz aufwärts gerichtet ist. Mit aktuell 1.479 Dollar hat sich der Goldpreis bis vorhin de facto wieder erholt.

Goldpreis robust dank Pfund-Einfluss auf Dollar-Index

Was ist da los? Warum zeigt sich Gold so robust? Einerseits könnten Anleger immer noch glauben, dass die Lage im Handelskrieg weiter wackelig bleibt. Andererseits beachte man bitte den US-Dollar. Der Dollar Index, ein Währungskorb des Dollar gegen andere wichtige Währungen, ist vor allem von Donnerstag auf Freitag kräftig gefallen. Seit Donnerstag Abend bis jetzt ist er von 97,50 auf 96,49 Indexpunkte zurückgekommen. Ein schwacher US-Dollar hilft dem Goldpreis natürlich! Derzeit gibt es einen Sondereffekt. Der Dollar insgesamt ist schwach, weil das britische Pfund als Teil des Währungskorbs gegen den Dollar so stark ist. Boris Johnson gewann Freitag früh die UK-Wahl, was das Pfund kräftig ansteigen ließ. Dieses Lagebild scheint Gold derzeit zu helfen. Keine langfristige Stütze, gewiss. Aber selbst die größte Bank der USA findet, dass der Goldpreis auf dem aktuellen Niveau eine faire Bewertung gefunden hat. So zitiert investing.com JP Morgan heute, auszugsweise:

Die Experten von JP Morgan sehen den Goldpreis auf dem derzeitigen Niveau weiterhin als fair bewertet an. Diese Einschätzung beruht auf der Grundlage ihres Modells für US-Realzinsen, welches zeigt, dass Gold weitgehend fair bewertet sei. Bei der US-Großbank besagt die Faustregel, dass jede 25-Basispunkte-Bewegung in den USA bei den realen Zehnjahresrenditen dazu führen sollte, dass sich die Goldpreise um 80 US-Dollar je Feinunze in die jeweils entgegengesetzte Richtung bewegen.

Jetzt in den letzten Minuten, wo dieser Artikel fertiggestellt wird, fällt der Goldpreis ein wenig auf 1.476 Dollar. Ein richtiger Absturz ist das aber noch nicht. Bis jetzt zumindest zeigt sich Gold robust in diesem Umfeld stark steigender Aktienindizes.

Goldpreis im Verlauf der letzten fünf Tage

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Nurmalso

    16. Dezember 2019 17:19 at 17:19

    Nur Geduld Herr Kummerfeld,… Gold wird bald extrem geshortet.

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Gold/Silber

Goldpreis: Die aktuelle Lage nach Trump-Biden-Battle, BIP und ADP-Daten

Claudio Kummerfeld

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am

Gold

Der Goldpreis könne deutlich reagieren nach der Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden, so hatten wir es gestern in Aussicht gestellt. Heute Nacht dann fand die Debatte statt (hier in voller Länge ansehen). Kurz zusammengefasst: Es war Debakel, eine Schlammschlacht. Ein wirklich klarer Sieger ging aus dem Duell nicht hervor, obwohl einige Beobachter doch Joe Biden leicht vorne sehen. Finden Sie beim Klick an dieser Stelle den heutigen Kommentar hierzu von Markus Fugmann.

US-Daten ohne Wirkung

Tja, aus einer möglichen deutlichen Bewegung im Goldpreis nach diesem Rededuell wurde nichts. Notierte Gold heute Nacht um 3 Uhr zum Beginn dieser Schlammschlacht noch bei 1.895 Dollar, so fiel er bis heute Mittag auf 1.884 Dollar zurück. Der US-Dollar als in den letzten Wochen bestimmender Gegenfaktor zum Goldpreis konnte seit heute Nacht nur minimal steigen.

Dann vorhin um 14:15 Uhr wurden die wichtigen ADP-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht als Vorläufer für die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für September. Sie wurden mit 749.000 neuen Stellen in den USA besser vermeldet als erwartet (die Prognose lag bei 650.000 neuen Stellen). Eine Reaktion an den Märkten folgte daraufhin aber auch nicht.

Was den Goldpreis aktuell steigen lässt

Dann um 14:30 Uhr wurden in den USA Daten zum Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht, die aber ebenfalls so langweilig waren (3. Veröffentlichung der BIP-Daten), dass sie den Goldpreis nicht bewegen konnten. Laut aktuellen Berichten, die seit 14:35 Uhr kursieren, soll der Chicago-Einkaufsmanagerindex besser ausfallen als gedacht (wir werden um 15:45 Uhr über die offizielle Veröffentlichung berichten). Bessere Konjunktur in den USA gleich höhere Inflationserwartung (durch das Anziehen der Nachfrage), was wiederum für Gold spricht – zumal die Fed die Garantie gegeben hat, bis zum Jahr 2023 die Zinsen nicht anzuheben. Seit 14:38 Uhr steigt der Goldpreis von 1.887 Dollar auf aktuell 1.897 Dollar!

Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage

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Aktienmärkte und Gold: Nach der Erholung geht es wieder bergab!

Redaktion

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Sowohl die Aktienmärkte als auch Gold und Euro-Dollar konnten sich zuletzt nach der Schwäche im September wieder erholen. Aber wie weit geht die Erholung? Derzeit ist ja eines auffallend: entweder die Aktienmärkte, Gold und der Euro steigen – dann fällt der Dollar. Oder der Dollar steigt – dann fallen die Aktien-Indizes, Gold und eben auch der Euro.

Chris Zwermann blickt auf die charttechnische Ausgangslage bei diesen Märkten – und sagt: nach der Erholung geht es für Indizes wie den Nasdaq 100 und den Dax weiter bergab. Dazu blickt Zwermann noch auf die Aktienindizes von Brasilien, Hongkong und den heimlichen Star der Aktienmärkte, den OMX in Kopenhagen- sowie auf interessante Aktien im Bereich Erneuerbare Energien:

Nach der Erholung geht es für die Aktienmärkte und für Gold wieder bergab, so Chris Zwermann

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Gold/Silber

Goldpreis steigt – aber Vorsicht Gold-Bullen, heute Nacht wird es spannend

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis steigt etwas an nach dem kräftigen Absturz in der letzten Woche. Verlor das Edelmetall mehr als 100 Dollar und fiel im Tief bis auf 1.848 Dollar bis gestern früh, so hat sich Gold bis heute wieder etwas erholt auf aktuell 1.884 Dollar. Dies liegt wie so oft in den letzten Wochen am US-Dollar. Die negative Korrelation zwischen US-Dollar und Goldpreis zeigt sich einmal mehr. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) verliert seit Freitag von 94,78 im Hoch auf aktuell 94,15 Indexpunkte. Dies stärkt derzeit den Goldpreis, aber auch nur ein wenig. Um wieder Richtung 2.000 Dollar-Marke schielen zu können, ist noch ein guter Weg zu gehen.

Ereignisse in den USA halten den Goldpreis unter Hochdruck

Der Goldpreis wird gerade am heutigen Dienstag möglicherweise noch einigen Schwankungen ausgesetzt sein. Da wären zunächst die Reden von drei verschiedenen Fed-Bankern, die nach deutscher Zeit Nachmittags und Abends stattfinden. Ihre Aussagen können den US-Dollar und somit auch den Goldpreis beeinflussen.

Aber mit Abstand das wichtigste Ereignis heute ist das erste Rede-Duell zwischen Donald Trump und seinem Kontrahenten um die Wahl zum US-Präsidenten Joe Biden. Nach deutscher Zeit findet die Debatte morgen früh um 3 Uhr statt. Also können wir morgen früh zum Handelsstart erblicken, welche Auswirkungen diese Debatte auf Aktienmärkte, US-Dollar und Goldpreis haben wird. Bei solchen Ereignissen gilt stets: Sie können gravierende Auswirkungen auf die Kurse haben, oder auch gar keine.

Und dann gibt es da noch das nächste Corona-Hilfspaket der Demokraten in Höhe von 2,2 Billionen Dollar, welches gerade vorgelegt wird. Es gehe um neue Mittel, die erforderlich seien um eine Katastrophe in vielen Bereichen von öffentlichem Leben und Privatwirtschaft (unsere Kurzformulierung) abzuwenden. Die Demokraten teilten gestern aber nicht mit, wann über diesen neuen Rettungspaketvorschlag abgestimmt wird. Es ist also völlig unklar, was in dieser Hinsicht passieren wird. Jetzt aktuell scheint der Fokus auf der Trump-Biden-Debatte zu liegen!

Im Chart sehen wir den Verlauf im Goldpreis seit dem 21. August. Noch ist es nur eine kleine Erholung in diesem größeren Bild. Der US-Dollar müsste noch stärker zurückkommen, wenn Gold klettern soll. Also, Obacht was heute Nacht bei der Trump-Biden-Debatte herauskommt!

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis seit dem 21. August

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