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Griechenland: Risikofaktor Slowenien

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Heute stimmen einige Parlamente über die Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland ab. Während die Zustimmung des deutschen Bundestags als sicher gilt, ist die Lage weniger klar in Slowenien – hier ist eine Ablehnung des Parlaments nicht ausgeschlossen. Ob die EU im Falle eines „Nein“ aus Slowenien einen Plan B in der Tasche hat, ist nicht sehr wahrscheinlich. In Slowenien sind die Vorbehallte gegen eine Sonderbehandlung Griechenlands groß, weil das Pro-Kopf-Einkommen geringer ist als in Hellas. Es reicht ein „Nein“ eines Staates der Eurozone, um die ausgehandelte Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland zu stoppen.

Unterdessen ist es in Athen zu schweren Krawallen bei einer Demonstration gegen die Regierung gekommen. Auch innerhalb der Syriza-Partei wächst der Widerstand gegen die Vereinbarung mit der Eurogruppe, der linke Flügel der Partei ist besonders mit der Fortsetzung der Privatisierungen unzufrieden.

Griechenland wird möglicherweise die im nächsten Monat fällige Tranche an den IWF nicht bedienen können, sagte Alekos Flambouraris, Minister für die Koordination von Regierungs-Operationen der Tsipras-Regierung. Flambouraris sagte, es sei möglich, dass die Regierung für die anstehende Zahlung einen Aufschub von zwei Monaten beantragen werde. Rein technisch wäre ein solcher Aufschub ein sogenanntes „Kreditereignis“ und würde die Ratingagenturen zwingen, Griechenland weiter abzustufen.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    27. Februar 2015 11:16 at 11:16

    Risikofaktor Slowenien?Einen klitzekleinen Bezug zur Realität sollten Artikel schon haben!Dass das wichtige Slowenien gegen die Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland stimmen könnte,ist an Weltfremdheit nicht zu überbieten!Die EU-Kommission wird Slowenien schon an ihre demokratischen Pflichten erinnern.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

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