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Hedgefonds: Einfach erklärt – Vorteile und Nachteile

Stefan Jäger

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Der erste Hedgefonds wurde im Jahr 1949 von Alfred Winslow Jones gegründet. Der Begriff Hedgefonds ist auf den ersten Blick irreführend: Hedge bedeutet im Börsenhandel so viel wie Absicherung. Die Fonds verfolgen aber ganz unterschiedliche Strategien und werden daher oft nach ihrem Anlagestil klassifiziert. Das Ziel der Fonds ist es, für ihre Anleger eine attraktive Rendite oder Alpha (den Index schlagen) zu erzielen. Sie sind alternative Geldanlagen und nur für bestimmte Personenkreise zugänglich. Hedgefonds haben ein Mindestanlagevolumen, nicht selten liegt es im sechsstelligen Bereich. Diese Einschränkungen machen den Zugang insbesondere für einen Großteil der Privatanleger sehr schwierig bis unmöglich. Ein Aspekt, der die Hedge-Fonds-Branche von anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass Hedgefonds weniger Vorschriften unterliegen als Investmentfonds. Ein weiterer Unterschied ist, dass Leerverkäufe erlaubt sind – also Wetten auf fallende Kurse.

Vor- und Nacheile von Hedgefonds

Hedgefonds unterliegen weniger Vorschriften bei der Börsenaufsicht als andere Investmentfonds, Händler und Strategen haben weitgehend freie Hand. Ein Hedgefonds kann grundsätzlich in alles investieren – Land, Immobilien, Aktien, Derivate und Währungen – und diese auch Leerverkaufen. Investmentfonds hingegen müssen sich grundsätzlich an Aktien oder Anleihen halten und sind in der Regel Long-only-Fonds. Die vorhandene Flexibilität bei der Anlagestrategie hat dazu geführt, dass einige der talentiertesten Fondsmanager erstaunliche langfristige Renditen erzielt haben. Hedgefonds haben eine Reihe der spektakulärsten Investments überhaupt getätigt. Die Investitionen in Hebelprodukte – wie Derivate – kann zu hohen Renditen führen. Viele der renommierten Hedgefonds schlagen den Markt regelmäßig und das über viele Jahre.

Ein Nachteil ist, dass Hedgefonds nur einer begrenzten Anzahl von akkreditierten Investoren zugänglich ist und eine hohe anfängliche Mindestinvestition erfordert. Darüber hinaus sind die Investitionen illiquide, da sie von den Anlegern oft verlangen, ihr Geld mindestens ein Jahr und länger im Fonds zu halten (Lock-up-Periode). Auszahlungen können auch nur in bestimmten Intervallen erfolgen, z.B. vierteljährlich oder halbjährlich. Dadurch wollen Hedgefonds vermeiden, dass in schwierigen Zeiten nicht das gesamte Kapital abgezogen wird.

Im Vergleich zu konventionellen Anlageinstrumenten sind sie teurer, da sie eine Gebührenstruktur von zwei und zwanzig Prozent haben, d.h. sie berechnen zwei Prozent für die Vermögensverwaltung und nehmen 20% der Gesamtgewinne als Gebühren ein. Die Hebelwirkung bei Spekulationen kann auch zu Problemen führen. Hedgefonds nehmen teilweise hohe Kredite auf, um ihre Erträge zu steigern. Bereits in der Finanzkrise von 2008 ist das in die Hose gegangen. Während ein paar wenige Hedgefonds einen Reibach gemacht haben, hat es andere wiederum ausgelöscht. Da Hedgefonds-Manager spekulative Investitionen tätigen, können diese Fonds sogar ein höheres Risiko tragen als der Gesamtmarkt. Der Einsatz von Hebelwirkung oder geliehenem Geld kann aus einem kleinen Verlust einen bedeutenden Verlust machen.

Hedgefonds: einfach erklärt - Vor- und Nachteile

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

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